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Handwerk & Produktion

Anlagenmechaniker SHK

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik installieren und warten Heizungen, Bäder, Lüftungs- und Wasserversorgungsanlagen. Sie arbeiten meist auf Baustellen und in bewohnten Gebäuden.

165 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Anlagenmechaniker SHK verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.850 € 3.200 € 34.200 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 4.000 € 4.900 € 48.000 €

Entscheidend sind Region und Tarifbindung: In Betrieben mit Tarifvertrag des SHK-Handwerks liegen die Löhne höher und steigen planbar, im Westen deutlich über dem Osten. Kundendienst mit Rufbereitschaft, Überstunden und Wärmepumpen-Spezialisierung bringt Zuschläge, ein Meistertitel oder ein Wechsel zum Anlagenhersteller nochmals mehr.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Anlagenmechaniker SHK?

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bauen die Technik ein, die ein Gebäude bewohnbar macht: Trinkwasserleitungen, Abwasseranschlüsse, Badewannen und Duschen, Heizkessel, Wärmepumpen, Fußbodenheizungen, Solarthermie und Lüftungsanlagen. Ein Arbeitstag besteht aus Rohre biegen, kürzen und verbinden, Halterungen setzen, Wanddurchbrüche stemmen, Armaturen montieren, Anlagen mit Wasser füllen, entlüften und auf Dichtheit prüfen. Dazu kommt das Einregulieren der Steuerung und die Übergabe an die Kundschaft.

Ein großer Teil der Arbeit ist heute Wartung und Reparatur im Bestand: Heizungen prüfen, Filter tauschen, Störungen an der Regelung suchen, verstopfte Abflüsse öffnen, undichte Leitungen finden. Im Kundendienst wechselt der Einsatzort mehrmals täglich, in der Neubaumontage bleibt man länger auf derselben Baustelle. Wer in einem Betrieb mit Wärmepumpen- oder Klimaschwerpunkt arbeitet, hat zunehmend mit Kältemitteln, Elektrik und Regelungstechnik zu tun.

Wie wird man Anlagenmechaniker SHK?

Über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk, mit Berufsschule und Betrieb. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife ein. Wichtig sind ein Gefühl für Technik, Rechnen im Kopf und die Bereitschaft, im Dreck und in engen Räumen zu arbeiten. Am Ende steht die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.

Quereinstieg ist möglich, aber ohne Abschluss meist nur als Helfer. Wer aus einem anderen Metall- oder Bauberuf kommt, kann die Ausbildung verkürzt nachholen oder eine Externenprüfung ablegen. Für Arbeiten an Kälteanlagen ist ein Sachkundenachweis nach Kältemittelverordnung nötig, für Gasarbeiten die Zulassung des Betriebs beim Versorger.

Was der Beruf verlangt

Körperlich ist der Beruf fordernd. Heizkessel und Badewannen wiegen viel, gearbeitet wird kniend, über Kopf, im Kriechkeller und auf Leitern. Baustellenstaub, Lärm, Kälte im Rohbau und Hitze im Dachgeschoss gehören dazu. Knie, Rücken und Schultern nehmen über die Jahre Schaden, wenn nicht auf Technik und Hilfsmittel geachtet wird.

Die Arbeitszeit liegt überwiegend im Tagdienst, oft mit frühem Beginn. Im Kundendienst kommen Rufbereitschaft an Wochenenden und Notdienste bei Heizungsausfall im Winter dazu. Der Termindruck auf Baustellen ist hoch, weil andere Gewerke warten. Der Umgang mit Kundschaft in bewohnten Wohnungen verlangt Geduld: erklären, aufräumen, Zusagen einhalten. Wer keine Lust auf Dokumentation, Fotos und Prüfprotokolle hat, unterschätzt einen wachsenden Teil der Arbeit.

Aussichten

Die Nachfrage ist seit Jahren deutlich größer als das Angebot an Fachkräften. Der Austausch alter Heizungen, der Einbau von Wärmepumpen, Trinkwasserhygiene und barrierefreie Bäder sorgen für dauerhaft gefüllte Auftragsbücher, auch wenn der Neubau schwankt. Wer den Gesellenbrief hat und zuverlässig arbeitet, findet in der Regel schnell eine Stelle.

Weiterentwickeln kann man sich über die Meisterprüfung, mit der eigene Betriebsgründung und Ausbildung von Nachwuchs möglich werden, oder über Fortbildungen zum Kundendiensttechniker, Servicemonteur für Wärmepumpen oder zum Techniker für Gebäude- und Versorgungstechnik. Auch der Wechsel in Planung, Vertrieb oder zum Anlagenhersteller ist ein üblicher Weg raus von der Baustelle.

Aufgaben

  • Rohrleitungen für Trinkwasser, Abwasser, Gas und Heizung verlegen
  • Heizkessel, Wärmepumpen und Warmwasserspeicher montieren und anschließen
  • Sanitärobjekte, Armaturen und Duschen einbauen
  • Lüftungs- und Klimaanlagen installieren und einregulieren
  • Anlagen auf Dichtheit prüfen, in Betrieb nehmen und einweisen
  • Störungen suchen und reparieren, Wartungen durchführen
  • Aufmaße nehmen, Material bestellen und Arbeiten dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder vergleichbare Qualifikation
  • Technisches Verständnis und handwerkliche Genauigkeit
  • Körperliche Belastbarkeit, Arbeiten in Zwangshaltung und Heben schwerer Teile
  • Führerschein Klasse B für Fahrten zu Baustellen und Kunden
  • Freundlicher Umgang mit Kundschaft in bewohnten Räumen
  • Bei Kältetechnik: Sachkundenachweis nach Kältemittelverordnung

Wo man arbeitet

  • Sanitär- und Heizungsbetriebe
  • Betriebe der technischen Gebäudeausrüstung
  • Baustellen im Neubau und in der Sanierung
  • Kundendienst und Wartungsservice von Herstellern
  • Technische Abteilungen von Wohnungsgesellschaften, Kliniken und Industrie

Der Weg in den Beruf

Der Standardweg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung im Handwerk mit Abschluss als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik vor der Handwerkskammer. Bei guten Leistungen oder Vorkenntnissen ist eine Verkürzung auf drei Jahre möglich. Danach folgen häufig Herstellerschulungen, der Sachkundenachweis Kältetechnik oder die Meisterprüfung.

Offene Stellen als Anlagenmechaniker SHK

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