Angestellte:r Kundenberater im Vertrieb
Kundenberater im Vertrieb beraten Interessenten und Bestandskunden zu Produkten und Dienstleistungen, erstellen Angebote und schließen Verträge ab. Sie arbeiten telefonisch, per E-Mail, im Ladengeschäft oder beim Kunden vor Ort.
14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Angestellte:r Kundenberater im Vertrieb verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.700 € | 4.600 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.800 € | 7.000 € | 57.600 € |
Entscheidend ist der variable Anteil: In manchen Bereichen macht Provision ein Viertel bis die Hälfte des Einkommens aus, in anderen gibt es reines Festgehalt. Tarifgebundene Stellen im Groß- und Außenhandel oder in der Versicherungswirtschaft zahlen verlässlicher, provisionsstarke Branchen wie Auto-, Immobilien- und Softwarevertrieb streuen dagegen sehr weit.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kundenberater im Vertrieb?
Kundenberater im Vertrieb sind die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden. Sie nehmen Anfragen auf, klären den Bedarf, erklären Produkte, rechnen Varianten durch und legen Angebote vor. Kommt es zum Abschluss, erfassen sie den Auftrag im System, prüfen Liefertermine und begleiten die Abwicklung bis zur Rechnung. Danach bleibt Betreuung: Reklamationen bearbeiten, Vertragsverlängerungen anstoßen, Zusatzprodukte anbieten.
Ein großer Teil des Alltags läuft am Telefon und im CRM-System. Termine werden dokumentiert, Kontakthistorien gepflegt, Wiedervorlagen gesetzt. Im Außendienst kommen Fahrten und Kundenbesuche dazu, im Innendienst dominiert die Bearbeitung eingehender Anfragen. Viele Stellen sind an Ziele gebunden: Umsatz pro Monat, Anzahl der Abschlüsse, Terminquote. Diese Zahlen werden regelmäßig besprochen, oft wöchentlich.
Die Bandbreite ist groß. In der Telekommunikation oder bei Energieversorgern geht es um Tarife und schnelle Vertragsabschlüsse, im technischen Vertrieb um Maschinen, Bauteile oder Software mit langen Entscheidungsprozessen und mehreren Gesprächspartnern beim Kunden. Entsprechend unterscheidet sich, wie viel Fachwissen nötig ist und wie viel Verhandlungsspielraum besteht.
Wie wird man Kundenberater im Vertrieb?
Der klassische Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement oder Kaufmann im Einzelhandel. Drei Jahre dual, verkürzbar bei guten Leistungen oder Vorbildung. Im technischen Vertrieb sind auch Absolventen technischer Ausbildungen und Studiengänge gefragt, weil Produktverständnis schwerer nachzuholen ist als Verkaufstechnik.
Der Beruf ist zugleich eines der wichtigsten Quereinsteigerfelder überhaupt. Viele Arbeitgeber, besonders in Callcentern, im Versicherungsvertrieb und im Handel, stellen ohne passenden Abschluss ein und schulen intern. Wer aus Gastronomie, Handwerk oder Pflege wechselt, bringt mit Kundenkontakt und Belastbarkeit vieles mit, was zählt. Weiterbildungen zum Fachwirt für Vertrieb oder zum geprüften Fachmann für Versicherungsvermittlung sichern den Einstieg ab.
Was der Beruf verlangt
Druck ist Teil der Tätigkeit. Wer Zielvorgaben schlecht erträgt, wird in diesem Beruf unglücklich, denn die Leistung ist messbar und wird gemessen. Ablehnung gehört dazu: Viele Gespräche enden ohne Abschluss, im Telefonvertrieb die deutliche Mehrheit. Das muss man aushalten, ohne die Motivation zu verlieren.
Die Arbeitszeiten sind meist Bürozeiten, im Handel und im Kundenservice aber auch Spätdienste und Samstage. Im Außendienst kommen Reisetage, Übernachtungen und Abendtermine hinzu; die tatsächliche Arbeitszeit liegt dann häufig über der vertraglichen. Körperlich ist die Arbeit wenig fordernd, dafür sitzend und sprachintensiv. Sorgfalt ist wichtiger, als der Beruf vermuten lässt: Ein falsch kalkuliertes Angebot oder ein fehlerhaft erfasster Vertrag verursacht echten Schaden.
Aussichten
Vertriebsstellen werden dauerhaft in großer Zahl ausgeschrieben, quer über alle Branchen. Die Fluktuation ist hoch, besonders in provisionsstarken Bereichen, was Einstiege erleichtert und Sicherheit relativiert. Einfache, standardisierte Beratung verlagert sich zunehmend in Online-Kanäle und automatisierte Systeme; anspruchsvolle Beratung mit technischem oder juristischem Gehalt bleibt personengebunden. Entwicklungswege führen zum Key-Account-Management, zur Teamleitung im Innen- oder Außendienst, in die Vertriebsleitung oder in angrenzende Bereiche wie Produktmanagement.
Aufgaben
- Bedarf von Interessenten und Bestandskunden im Gespräch klären
- Produkte und Tarife erklären und Varianten vergleichen
- Angebote kalkulieren, erstellen und nachverfolgen
- Preise und Konditionen im vorgegebenen Rahmen verhandeln
- Verträge abschließen und Aufträge im System erfassen
- Reklamationen und Rückfragen bearbeiten
- Kundendaten und Kontakthistorie im CRM pflegen
- Umsatzzahlen und Zielerreichung dokumentieren
Voraussetzungen
- kaufmännische Ausbildung, alternativ nachgewiesene Vertriebserfahrung
- sicheres Auftreten und verständliche Sprache am Telefon
- Belastbarkeit gegenüber Zielvorgaben und häufigen Absagen
- Grundverständnis für Zahlen, Rabatte und Kalkulation
- Routine mit CRM- und Office-Anwendungen
- Englisch bei internationalem Kundenkreis
- Führerschein Klasse B für Außendienststellen
Wo man arbeitet
- Vertriebsinnendienst von Industrie- und Handelsunternehmen
- Callcenter und Kundenservicezentren
- Filialen von Banken, Versicherungen und Telekommunikationsanbietern
- Außendienst mit Kundenbesuchen im eigenen Gebiet
- Autohäuser und Fachhandelsbetriebe
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale kaufmännische Ausbildung, etwa zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, mit IHK-Abschluss. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg mit interner Produktschulung und begleitendem Verkaufstraining. Aufbauend qualifizieren Lehrgänge zum geprüften Fachwirt für Vertrieb oder zum Betriebswirt.
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- 51
- Monatsbrutto
- 3.600 – 11.000 €
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- Offene Stellen
- 46
- Monatsbrutto
- 2.800 – 8.000 €
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