Zum Inhalt springen
Handwerk & Produktion

Zimmer-Reinigungskraft

Zimmer-Reinigungskräfte bringen Hotelzimmer, Ferienwohnungen oder Patientenzimmer wieder in einen sauberen, benutzbaren Zustand. Die Arbeit ist körperlich fordernd, taktgebunden und läuft oft am Wochenende.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Zimmer-Reinigungskraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 1.950 € 2.150 € 2.350 € 25.800 €
Mit Berufserfahrung 2.100 € 2.300 € 2.600 € 27.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.400 € 2.800 € 3.400 € 33.600 €

Maßgeblich ist meist der Rahmentarifvertrag für das Gebäudereinigerhandwerk (Innen- und Unterhaltsreinigung, Lohngruppe 1) oder ein regionaler Tarifvertrag des Hotel- und Gaststättengewerbes; ohne Tarifbindung wird häufig nahe am gesetzlichen Mindestlohn gezahlt. Höhere Beträge kommen fast nur über Vorarbeiter- oder Housekeeping-Leitungsfunktionen, Vollzeitstunden und Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit zustande.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Zimmer-Reinigungskraft?

Zimmer-Reinigungskräfte arbeiten dort, wo Menschen übernachten: in Hotels, Pensionen, Ferienanlagen, Kliniken, Senioreneinrichtungen oder Personalwohnheimen. Der Arbeitstag beginnt mit einer Zimmerliste. Darauf steht, welche Zimmer abgereist sind und komplett neu hergerichtet werden müssen und welche als Bleibezimmer nur eine Zwischenreinigung brauchen.

In einem Abreisezimmer wird das Bett abgezogen, neu bezogen und aufgeschlagen, das Bad geschrubbt, Spiegel und Armaturen werden trocken nachgewischt, Böden gesaugt und gewischt, Staub von Flächen und Leisten genommen, Müll entsorgt, Handtücher, Kosmetikartikel, Gläser und Getränke ergänzt. Dazu kommen Kontrollen: funktioniert das Licht, tropft der Wasserhahn, fehlt eine Fernbedienung. Schäden und Fundsachen werden gemeldet. In Kliniken gehört eine Flächendesinfektion nach Hygieneplan dazu, dort ist die Reihenfolge der Arbeitsschritte vorgeschrieben.

Die Zeitvorgaben sind knapp. Je nach Haus werden für ein Abreisezimmer zwischen zwanzig und dreißig Minuten gerechnet, für ein Bleibezimmer weniger. Wer fünfzehn oder mehr Zimmer am Tag schafft, arbeitet ohne Leerlauf. Der Wagen mit Wäsche, Reinigungsmitteln und Verbrauchsartikeln wird selbst bestückt und über die Etagen geschoben.

Wie wird man Zimmer-Reinigungskraft?

Es gibt keine vorgeschriebene Ausbildung. Eingearbeitet wird im Betrieb, meist in wenigen Tagen an der Seite einer erfahrenen Kollegin, danach folgt die eigene Etage. Wer eine formale Qualifikation will, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Reinigungs- und Hygienetechnik oder die dreijährige zum Gebäudereiniger machen; in der Hotellerie ist auch die Ausbildung zur Hotelfachfrau ein Weg ins Housekeeping. Für den Quereinstieg zählen vor allem Zuverlässigkeit und Tempo. Deutschkenntnisse auf einfachem Niveau reichen in vielen Häusern für den Anfang, für Gästekontakt und Vorarbeiterfunktionen braucht es mehr.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung ist körperlich: Bücken, Knien, Heben nasser Matratzenauflagen und schwerer Wäschesäcke, ständiges Arbeiten mit den Armen über Kopf oder tief unten. Rücken, Knie und Handgelenke leiden über die Jahre, Hautprobleme durch Reinigungsmittel und Handschuhe sind verbreitet. Die Arbeitszeit liegt meist zwischen Vormittag und Nachmittag, dafür regelmäßig am Wochenende und an Feiertagen, weil dann die meisten Abreisen anfallen. In Ferienregionen ist die Beschäftigung saisonal, viele Stellen sind Teilzeit oder auf Abruf.

Dazu kommt, was in Stellenanzeigen selten steht: Zimmer sind manchmal stark verschmutzt, Gäste stehen unter der Dusche, wenn geklopft wird, und Kontrollen durch die Etagenleitung fallen unangekündigt aus. Ein Teil der Arbeit wird über Dienstleister erbracht, teils nach Zimmerpauschale statt nach Stunde. Wer so bezahlt wird, sollte genau nachrechnen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und hoch. Hotels, Kliniken und Pflegeeinrichtungen finden schwer Personal, gerade in Städten mit hohen Mieten und in Urlaubsregionen. Wer bleibt, kann Etagen- oder Vorarbeiterfunktionen übernehmen, Dienstpläne und Wäschebestellungen verantworten oder in die Housekeeping-Leitung eines Hauses aufsteigen. Weiterbildungen zur Hauswirtschafterin oder ein Meister im Gebäudereiniger-Handwerk öffnen den Weg in Objektleitung und Selbstständigkeit. Ohne solche Schritte bleibt die Tätigkeit körperlich anspruchsvoll und im unteren Lohnbereich.

Aufgaben

  • Abreisezimmer vollständig reinigen und neu herrichten
  • Betten abziehen, frisch beziehen und aufschlagen
  • Bäder reinigen, desinfizieren und Verbrauchsartikel ergänzen
  • Böden saugen, wischen und Staub von Flächen nehmen
  • Reinigungswagen bestücken und Wäsche in den Kreislauf geben
  • Schäden, Mängel und Fundsachen an die Etagenleitung melden
  • In Kliniken Flächendesinfektion nach Hygieneplan durchführen

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich, Einarbeitung im Betrieb
  • Körperliche Belastbarkeit für Bücken, Knien und Heben
  • Zügiges, gleichmäßiges Arbeiten unter Zeitvorgabe
  • Sorgfalt und Blick für Details, auch an schwer zugänglichen Stellen
  • Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Einfache Deutschkenntnisse für Absprachen und Gästekontakt
  • Diskretion im Umgang mit fremdem Eigentum

Wo man arbeitet

  • Hotels und Pensionen
  • Ferienanlagen und Apartmentvermietungen
  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Senioren- und Pflegeeinrichtungen
  • Gebäudereinigungsunternehmen als Dienstleister
  • Personal- und Studierendenwohnheime

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt in der Regel ohne Ausbildung über eine betriebliche Einarbeitung von wenigen Tagen bis Wochen. Wer sich formal qualifizieren will, kann die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Reinigungs- und Hygienetechnik oder die dreijährige zum Gebäudereiniger absolvieren, beide mit Abschluss vor der Handwerkskammer. Aufbauend sind der Reinigungs- und Hygienetechniker sowie der Gebäudereinigermeister möglich.

Offene Stellen als Zimmer-Reinigungskraft

In der Suche fortsetzen

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz