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Gesundheit & Pflege

Zahnmedizinische Fachangestellte

Zahnmedizinische Fachangestellte assistieren bei Behandlungen am Stuhl, bereiten Instrumente auf und organisieren den Praxisablauf von der Terminplanung bis zur Abrechnung. Der Beruf verbindet medizinische Assistenz mit Verwaltungsarbeit und ständigem Patientenkontakt.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Zahnmedizinische Fachangestellte verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.200 € 39.600 €

Maßgeblich ist meist der Gehaltstarifvertrag für Zahnmedizinische Fachangestellte des jeweiligen Kammerbereichs, an den sich viele Praxen orientieren, ohne tarifgebunden zu sein. Deutlich mehr verdienen Fortgebildete, vor allem Dentalhygienikerinnen und Abrechnungsspezialistinnen, sowie Beschäftigte in großen Praxen und Kliniken in Ballungsräumen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Zahnmedizinische Fachangestellte?

Zahnmedizinische Fachangestellte, kurz ZFA, arbeiten unmittelbar neben dem Behandler. Sie legen Instrumente bereit, halten den Absauger, mischen Füllungs- und Abdruckmaterialien an, reichen zu und dokumentieren die Behandlungsschritte in der Patientenakte. Sie fertigen Röntgenaufnahmen an, sofern der Kenntnisnachweis vorliegt, und bereiten Instrumente im Sterilisationsraum auf: reinigen, desinfizieren, verpacken, autoklavieren, protokollieren.

Der zweite Teil der Arbeit spielt sich an der Anmeldung ab. Termine vergeben, Anrufe annehmen, Karten einlesen, Heil- und Kostenpläne erstellen, Laborarbeiten bestellen und Rechnungen nach BEMA und GOZ abrechnen. In vielen Praxen übernehmen erfahrene ZFA außerdem die Prophylaxe, also Zahnreinigung, Fluoridierung und Beratung zur Mundhygiene, wenn sie dafür fortgebildet sind. Wer bei Kindern oder ängstlichen Patienten arbeitet, verbringt einen erheblichen Teil der Zeit damit, Ruhe herzustellen.

Wie wird man Zahnmedizinische Fachangestellte?

Über eine dreijährige duale Ausbildung in einer Zahnarztpraxis mit Berufsschulunterricht. Zuständig sind die Zahnärztekammern der Länder, der Abschluss heißt Zahnmedizinische Fachangestellte. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, praktisch stellen Praxen überwiegend Bewerber mit mittlerem Abschluss ein, Hauptschulabschluss reicht vielerorts aus. Die Ausbildung kann bei guten Leistungen verkürzt werden.

Ein Quereinstieg ohne Ausbildung ist begrenzt möglich, meist als Praxishilfe oder an der Rezeption. Röntgen, Sterilisation und Assistenz bei bestimmten Eingriffen setzen jedoch Nachweise voraus. Wer aus einem anderen Gesundheitsberuf kommt, etwa aus der Medizinischen Fachangestellten-Tätigkeit, braucht in der Regel eine Anpassungsqualifikation oder die Ausbildung.

Was der Beruf verlangt

Der Arbeitstag findet überwiegend im Stehen und in gebeugter Haltung neben dem Behandlungsstuhl statt, das belastet Rücken und Schultern. Dazu kommt der Umgang mit Blut, Speichel und scharfen Instrumenten, mit Desinfektionsmitteln und mit Patienten, die Angst haben, Schmerzen haben oder unfreundlich werden. Praxen arbeiten oft in getakteten Terminplänen; wenn ein Notfall dazwischenkommt, verschiebt sich alles, und die Anmeldung muss das auffangen.

Die Arbeitszeiten sind planbarer als in Klinik und Pflege, meist ohne Nacht- und Wochenenddienst, dafür mit langen Nachmittagen bis in den Abend. Personalmangel ist deutlich spürbar: Viele Praxen suchen dauerhaft, was Bewerbern Verhandlungsspielraum gibt, in unterbesetzten Teams aber zu Dauerbelastung führt. Die Bezahlung gehört im Verhältnis zur Verantwortung zu den schwächeren Punkten des Berufs, besonders in den ersten Jahren.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil, offene Stellen gibt es in nahezu jeder Region. Wer bleiben will, kann sich über Aufstiegsfortbildungen der Zahnärztekammern spezialisieren: Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin, Zahnmedizinische Fachassistentin, Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin oder Dentalhygienikerin. Letztere ist die anspruchsvollste Stufe und wird deutlich besser bezahlt. Weitere Wege führen in die Praxisverwaltung, in Abrechnungsbüros und Rechenzentren, in den Dentalhandel oder in die Beratung von Praxen. Auch Kieferorthopädie, Implantologie und Oralchirurgie bieten Spezialisierungen mit besseren Konditionen.

Aufgaben

  • Assistenz am Behandlungsstuhl, Instrumente zureichen und absaugen
  • Röntgenaufnahmen anfertigen und Aufnahmen dokumentieren
  • Instrumente reinigen, desinfizieren und sterilisieren
  • Behandlungen dokumentieren und Karteikarten führen
  • Termine planen, Patienten empfangen und Anrufe annehmen
  • Heil- und Kostenpläne erstellen sowie nach BEMA und GOZ abrechnen
  • Prophylaxe und Zahnreinigung nach entsprechender Fortbildung
  • Material und Laborarbeiten bestellen und verwalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte oder gleichwertige Qualifikation
  • Röntgenkenntnisnachweis nach Strahlenschutzverordnung
  • Sorgfalt und Hygienebewusstsein
  • Freundlicher, ruhiger Umgang mit ängstlichen Patienten
  • Körperliche Belastbarkeit, überwiegend Arbeit im Stehen
  • Keine Allergien oder Empfindlichkeiten gegen Desinfektions- und Dentalmaterialien
  • Grundkenntnisse in Praxissoftware und Abrechnung

Wo man arbeitet

  • Zahnarztpraxen
  • Kieferorthopädische Praxen
  • Praxen für Oralchirurgie und Implantologie
  • Zahnkliniken und Universitätszahnkliniken
  • Zahnmedizinische Abteilungen von Gesundheitsämtern und Bundeswehr

Der Weg in den Beruf

Übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung in einer Zahnarztpraxis mit Unterricht an der Berufsschule, geregelt über die Zahnärztekammern. Sie endet mit der Abschlussprüfung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten und kann bei guten Leistungen auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Anschließend sind Aufstiegsfortbildungen bis zur Dentalhygienikerin möglich.

Offene Stellen als Zahnmedizinische Fachangestellte

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