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Vertrieb & Kundenservice

Vertrieb Lizenz-Spezialist VMware

Lizenz-Spezialisten für VMware beraten Unternehmen beim Kauf, der Verlängerung und der Umstellung von Virtualisierungslizenzen. Sie rechnen Modelle durch, erstellen Angebote und begleiten Kunden durch die Preis- und Vertragsänderungen nach der Broadcom-Übernahme.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertrieb Lizenz-Spezialist VMware verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.900 € 6.000 € 58.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.800 € 9.000 € 81.600 €

Tarifverträge sind in diesem Bereich unüblich, verhandelt wird frei. Entscheidend sind der variable Anteil aus Umsatz- oder Margenzielen, der je nach Arbeitgeber zehn bis vierzig Prozent des Jahresgehalts ausmacht, sowie die Größe des Hauses: Distributoren und Hersteller zahlen deutlich mehr als kleine regionale Systemhäuser.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Lizenz-Spezialist VMware?

Die Arbeit dreht sich um Software, die nicht im Regal steht: VMware vSphere, vSAN, Cloud Foundation, Horizon. Lizenz-Spezialisten klären, wie viele Kerne ein Kunde tatsächlich betreibt, welches Abonnement dazu passt, wann Support und Subscription auslaufen und was eine Verlängerung kostet. Sie fordern Preise beim Distributor oder direkt beim Hersteller an, kalkulieren Marge, bauen Angebote und Vergleichsrechnungen und erklären im Kundengespräch, warum eine Umstellung von Perpetual-Lizenzen auf Subscription eine andere Summe ergibt als früher.

Ein großer Teil des Tages besteht aus Zahlenarbeit in Konfiguratoren, Preislisten und Portalen sowie aus Abstimmung: mit dem Außendienst, mit Technikern, die die Architektur bewerten, mit der Einkaufs- oder IT-Abteilung des Kunden. Dazu kommen Bestandsanalysen, Renewal-Listen, Verhandlungen über Sonderpreise und die Nachverfolgung von Angeboten, aus denen Aufträge werden sollen. Wer bei einem Systemhaus arbeitet, betreut oft mehrere Hersteller parallel und ist für VMware der Ansprechpartner im Haus.

Wie wird man Lizenz-Spezialist VMware?

Es gibt keine eigene Ausbildung. Üblich sind eine kaufmännische Ausbildung im IT-Bereich, etwa Kaufmann für IT-System-Management oder Groß- und Außenhandelsmanagement, oder ein Studium in Wirtschaftsinformatik oder Betriebswirtschaft. Viele kommen aus dem Innendienst eines Systemhauses oder Distributors und arbeiten sich über Renewal-Geschäft in die Lizenzthemen hinein. Auch Umsteiger aus der IT-Administration finden Zugang, wenn sie Freude an kaufmännischen Fragen haben.

Entscheidend sind die Herstellerzertifizierungen und Partnerschulungen, die regelmäßig aktualisiert werden müssen. Solides Englisch ist Pflicht, weil Portale, Preislisten und Herstellerkontakte englischsprachig sind. Sichere Excel-Kenntnisse sind kein Nice-to-have, sondern Werkzeug.

Was der Beruf verlangt

Lizenzmodelle ändern sich, und zwar schneller als die Dokumentation nachkommt. Nach der Übernahme von VMware durch Broadcom wurden Produktbündel, Mindestabnahmen und Partnerstrukturen umgebaut; viele Kunden reagieren verärgert auf gestiegene Kosten und prüfen Alternativen wie Proxmox, Nutanix oder Hyper-V. Diese Gespräche zu führen, ohne den Kunden zu verlieren, ist der unangenehme Teil der Arbeit.

Dazu kommt Genauigkeit unter Zeitdruck: Ein falsch gezählter Core oder ein übersehenes Ablaufdatum kostet Geld, meist das des Arbeitgebers. Quartalsenden sind eng, Angebotsfristen kurz, Zielvorgaben real. Die Tätigkeit ist überwiegend Bildschirmarbeit, häufig mit Homeoffice-Anteil, Reisen fallen eher selten an. Wer klare Regeln mag und Widersprüche schlecht erträgt, wird sich mit den ständigen Modellwechseln schwertun.

Aussichten

Virtualisierung bleibt die Grundlage fast jedes Rechenzentrums, und die Preisumbrüche haben den Beratungsbedarf eher erhöht. Systemhäuser und Distributoren suchen Leute, die Lizenzlogik erklären können, weil reine Produktverkäufer daran scheitern. Gleichzeitig ist eine Bindung allein an VMware riskant: Wer zusätzlich Microsoft-, Citrix-, Nutanix- oder Cloud-Lizenzierung beherrscht, steht deutlich stabiler.

Entwicklungswege führen in den Außendienst mit eigenem Kundenkreis, in die Leitung eines Innendienst- oder Renewal-Teams, ins Category- oder Vendor-Management beim Distributor oder in die Herstellerorganisation selbst. Auch der Wechsel in die unabhängige Lizenzberatung oder ins Software-Asset-Management großer Unternehmen ist ein gängiger Schritt.

Aufgaben

  • Lizenzbedarf anhand von Hosts, Kernen und Nutzerzahlen ermitteln
  • Angebote und Vergleichsrechnungen für Subscriptions erstellen
  • Preise bei Distributoren und Herstellern anfragen und verhandeln
  • Ablaufende Support- und Subscription-Verträge nachverfolgen
  • Kunden zu Umstellungen und geänderten Lizenzmodellen beraten
  • Aufträge erfassen, Bestellungen auslösen und Lieferungen kontrollieren
  • Partnerstatus, Zertifizierungen und Herstellervorgaben im Blick behalten
  • Technikern und Außendienst kaufmännische Grundlagen liefern

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung im IT-Umfeld oder wirtschaftsnahes Studium
  • Verständnis für Virtualisierung und Rechenzentrumstechnik
  • Sichere Excel-Kenntnisse und Genauigkeit bei Zahlen
  • Englisch in Wort und Schrift für Portale und Herstellerkontakte
  • Bereitschaft zu laufenden Herstellerzertifizierungen
  • Verhandlungssicherheit und Belastbarkeit zum Quartalsende

Wo man arbeitet

  • IT-Systemhäuser und Reseller
  • IT-Distributoren
  • Softwarehersteller und deren Vertriebsniederlassungen
  • Managed-Service-Provider und Rechenzentrumsbetreiber
  • IT-Abteilungen großer Unternehmen im Software-Asset-Management

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann für IT-System-Management oder im Groß- und Außenhandel, alternativ ein Studium in Wirtschaftsinformatik oder BWL. Die Spezialisierung entsteht anschließend im Betrieb über Renewal- und Innendiensttätigkeit sowie Herstellerzertifizierungen, die meist innerhalb von ein bis zwei Jahren erworben werden.

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