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Vertrieb & Kundenservice

Verkäuferin / Modeberaterin

Verkäuferinnen und Modeberater beraten Kundinnen und Kunden im Bekleidungshandel, kassieren, räumen Ware ein und sorgen für die Präsentation der Fläche. Der Beruf verbindet Beratung mit körperlicher Arbeit im Verkaufsraum.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäuferin / Modeberaterin verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.050 € 2.300 € 2.600 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.650 € 3.000 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.300 € 39.600 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes folgt: Tarifgebundene Ketten zahlen deutlich verlässlicher als kleine Boutiquen, die sich häufig am Mindestlohn orientieren. Zuschläge für Spätdienste und Provisionen auf den Umsatz können in Filialen hochwertiger Marken spürbar dazukommen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Modeberaterin?

Der Arbeitstag beginnt meist vor der Öffnung: Ware auspacken, auszeichnen, auf die Fläche bringen, Größen sortieren, Tische neu aufbauen. Sobald der Laden offen ist, steht die Kundschaft im Mittelpunkt. Modeberaterinnen sprechen Kundinnen an, fragen nach Anlass und Vorstellungen, holen Größen aus dem Lager, schlagen Kombinationen vor und geben eine ehrliche Einschätzung, wenn ein Teil nicht passt. Dazwischen liegen Kassiervorgänge, Umtausch und Reklamationen, das Ausfüllen von Kundenkarten, Bestellungen für nicht vorrätige Artikel und das ständige Nachräumen der Kabinen.

Ein großer Teil der Arbeit ist nicht Beratung, sondern Ordnung. Nach einem starken Samstag sieht eine Fläche aus wie nach einem Sturm. Wer hier arbeitet, faltet, hängt um, kontrolliert Diebstahlsicherungen, macht Inventurvorbereitungen und baut Aktionsware auf. In größeren Häusern kommen Warenwirtschaftssystem, Retouren aus dem Onlinehandel und Click-and-Collect-Abholungen dazu.

Wie wird man Modeberaterin?

Der klassische Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zur Verkäuferin oder die dreijährige zur Kauffrau im Einzelhandel. Beide sind anerkannte Ausbildungsberufe, die Verkäuferausbildung lässt sich um ein drittes Jahr zum Einzelhandelskaufmann aufstocken. Rechtlich vorgeschrieben ist ein Abschluss nicht: Viele Filialen stellen auch ohne Ausbildung ein und lernen neue Mitarbeiterinnen auf der Fläche an. Quereinstieg ist damit einer der leichtesten im gesamten Arbeitsmarkt, gerade in Saisonzeiten und bei Neueröffnungen. Wer allerdings Verantwortung übernehmen oder in die Filialleitung will, kommt mit einem Abschluss deutlich weiter. Ergänzend gibt es Weiterbildungen zur Handelsfachwirtin oder zum Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast vollständig im Stehen und Gehen statt, oft acht Stunden mit kurzen Pausen. Rücken, Knie und Füße merken das. Kartons wiegen, Leitern gehören dazu, in Lagerräumen ist es eng. Die Arbeitszeiten liegen in den Öffnungszeiten: Samstage sind Regelarbeitstage, Abenddienste bis kurz nach Ladenschluss ebenso, vor Weihnachten und im Schlussverkauf wird es voll und laut. Teilzeit ist verbreitet, unfreiwillige Teilzeit allerdings auch, und die Dienstpläne wechseln oft wöchentlich.

Dazu kommt der emotionale Teil. Kundinnen sind nicht immer freundlich, Reklamationen laufen selten sachlich ab, und die eigene Laune muss trotzdem im Verkaufsgespräch verschwinden. In vielen Häusern gibt es Umsatzziele pro Fläche oder pro Person. Wer schnell erschöpft ist von Menschen, wird im Verkauf unglücklich. Wer gern redet, Geschmack hat und Freude daran findet, jemandem etwas Passendes zu finden, ist hier richtig.

Aussichten

Der Bedarf an Verkaufspersonal ist konstant hoch, weil die Fluktuation hoch ist. Stellen findet man in fast jeder Stadt, oft kurzfristig. Gleichzeitig verändert der Onlinehandel die Branche: Reine Bedienung wird weniger wichtig, echte Beratung und Erlebnis auf der Fläche wichtiger. Filialen schließen, andere setzen stärker auf Personal mit Stilkompetenz.

Entwicklungswege führen zur Erstverkäuferin, Substitutin, Abteilungs- oder Filialleitung, in den Einkauf, ins Visual Merchandising oder in den Außendienst einer Marke. Wer die Weiterbildung zur Handelsfachwirtin absolviert, verbessert die Aussichten spürbar. Ohne Weiterbildung bleibt das Einkommen langfristig im unteren Bereich des Arbeitsmarkts.

Aufgaben

  • Kundinnen und Kunden zu Größen, Schnitten und Kombinationen beraten
  • Ware auspacken, auszeichnen, sortieren und auf der Fläche präsentieren
  • Kasse bedienen, abrechnen und Zahlungsvorgänge abwickeln
  • Umtausch und Reklamationen bearbeiten
  • Umkleidekabinen räumen und Ware nachsortieren
  • Bestände prüfen, Nachbestellungen anstoßen und bei Inventuren mitwirken
  • Schaufenster und Aktionsflächen nach Vorgaben aufbauen
  • Onlinebestellungen zur Abholung bereitstellen und Retouren einarbeiten

Voraussetzungen

  • Ausbildung im Einzelhandel oder Bereitschaft zur Einarbeitung ohne Abschluss
  • Sicheres Auftreten und Freude am Umgang mit Menschen
  • Belastbarkeit im Stehen über die gesamte Schicht
  • Gespür für Mode, Stil und aktuelle Trends
  • Bereitschaft zu Samstags-, Abend- und Feiertagsdiensten
  • Grundrechenarten und Sorgfalt beim Kassieren
  • Geduld bei Reklamationen und schwierigen Gesprächen

Wo man arbeitet

  • Modefilialen von Ketten in Innenstadt und Einkaufszentrum
  • Inhabergeführte Boutiquen
  • Kauf- und Warenhäuser
  • Outlet-Center und Fabrikverkäufe
  • Sportfachgeschäfte und Schuhhäuser

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die duale Ausbildung zur Verkäuferin über zwei Jahre oder zur Kauffrau im Einzelhandel über drei Jahre, jeweils mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Die zweijährige Ausbildung lässt sich um ein drittes Jahr aufstocken. Ein Einstieg ohne Ausbildung ist im Verkauf verbreitet, begrenzt aber die späteren Aufstiegschancen.

Offene Stellen als Verkäuferin / Modeberaterin

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