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Vertrieb & Kundenservice

Verkäufer / Kassierer

Verkäufer und Kassierer beraten Kunden im Einzelhandel, füllen Regale auf und rechnen Einkäufe an der Kasse ab. Der Beruf ist der häufigste Einstieg in den Handel und läuft meist im Schichtdienst mit viel Kundenkontakt.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer / Kassierer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.650 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.000 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.100 € 3.700 € 37.200 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes folgt: tarifgebundene Ketten zahlen nach festen Gehaltsgruppen und Berufsjahren deutlich verlässlicher als nicht tarifgebundene Kleinbetriebe, die oft nur wenig über dem Mindestlohn liegen. Zuschläge für Spät-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind hier nicht eingerechnet, und ein großer Teil der Stellen ist Teilzeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer oder Kassierer?

Der Arbeitstag beginnt in vielen Märkten vor der Öffnung: Paletten werden ausgepackt, Ware wird verräumt, Preise und Mindesthaltbarkeitsdaten kontrolliert. Danach wechseln sich Kundenberatung, Regalpflege und Kassendienst ab. An der Kasse werden Artikel erfasst, Bargeld, Karten- und Gutscheinzahlungen abgewickelt, Leergutbons verrechnet und am Ende der Schicht die Kasse abgestimmt. Wer im Bedienbereich arbeitet, schneidet Wurst und Käse auf, portioniert Fleisch oder Backwaren und achtet auf Kühlketten und Hygienevorschriften.

Dazu kommen Aufgaben, die von außen kaum sichtbar sind: Retouren bearbeiten, Reklamationen aufnehmen, abgelaufene Ware aussortieren, Inventurlisten führen, Diebstahl melden, Verkaufsflächen sauber halten. In kleinen Filialen übernimmt eine Person all das gleichzeitig, in großen Häusern gibt es festere Zuständigkeiten für Abteilungen wie Textil, Elektro oder Frischetheke.

Wie wird man Verkäufer oder Kassierer?

Der klassische Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer. Wer danach ein drittes Jahr anschließt, erreicht den Abschluss Kaufmann im Einzelhandel und damit bessere Aufstiegschancen. Rechtlich verlangt wird meist kein bestimmter Schulabschluss, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein.

Als reine Kassenkraft oder Verkaufshilfe ist der Einstieg auch ohne Ausbildung möglich. Viele Handelsketten schulen angelernte Kräfte selbst an Kasse, Warenwirtschaftssystem und Hygienevorschriften. Quereinsteiger kommen häufig aus Gastronomie, Lager oder Pflege, oft zunächst über Minijob oder Teilzeit. Ohne Abschluss bleibt das Gehalt allerdings dauerhaft am unteren Rand, und der Weg in eine Substituten- oder Marktleiterstelle ist deutlich schwerer.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet überwiegend im Stehen statt, oft acht Stunden mit kurzen Pausen. Kisten mit Getränken, Konserven oder Tiefkühlware wiegen zwischen zehn und zwanzig Kilo und werden hunderte Male am Tag bewegt. Rücken, Knie und Handgelenke sind die typischen Schwachstellen, an der Frischetheke kommt Kälte hinzu.

Die Öffnungszeiten bestimmen den Dienstplan: Frühschicht ab sechs Uhr, Spätschicht bis nach zweiundzwanzig Uhr, Samstage regelmäßig, an Flughäfen und Bahnhöfen auch sonntags. Dienstpläne werden oft kurzfristig geändert, Teilzeitquoten sind hoch, Personalmangel führt zu Springerdiensten in fremden Filialen. Kundenkontakt ist nicht immer angenehm: Beschwerden, Zeitdruck an der Kasse und gelegentlich aggressives Verhalten gehören dazu. Wer schlecht abschalten kann oder auf verlässliche Freizeit angewiesen ist, hat es hier schwer.

Aussichten

Der Handel sucht durchgehend Personal, offene Stellen gibt es in fast jeder Stadt, und der Wiedereinstieg nach einer Pause ist unkompliziert. Gleichzeitig verändert sich der Beruf: Selbstbedienungskassen verschieben die Arbeit von der Abrechnung zur Aufsicht und Störungsbehebung, Onlinehandel drückt auf die Zahl der Verkaufsflächen im Textil- und Elektrobereich, während Lebensmittelmärkte stabil bleiben.

Entwicklung läuft über die Verkürzung zum Kaufmann im Einzelhandel, danach über Substitut, Abteilungs- oder Marktleitung. Weiterbildungen zum Handelsfachwirt oder eine Spezialisierung als Fleisch-, Käse- oder Weinfachverkäufer heben das Einkommen merkbar. Innerhalb großer Ketten sind Wechsel in Personaleinsatzplanung, Einkauf oder Filialentwicklung möglich.

Aufgaben

  • Kunden ansprechen, beraten und zu Artikeln führen
  • Kassiervorgänge abwickeln und Kasse abrechnen
  • Ware annehmen, prüfen und in Regale einsortieren
  • Preise auszeichnen und Werbeflächen aufbauen
  • Frischware kontrollieren und abgelaufene Artikel aussortieren
  • Reklamationen und Umtausch bearbeiten
  • bei Inventuren Bestände zählen und erfassen
  • Verkaufsfläche und Arbeitsbereich sauber halten

Voraussetzungen

  • Hauptschulabschluss für die duale Ausbildung, Einstieg als Kassenkraft auch ohne Abschluss
  • gute Deutschkenntnisse für Beratung und Kassengespräche
  • Zuverlässigkeit im Umgang mit Bargeld, teils erweitertes Führungszeugnis
  • körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben von Kisten bis etwa 20 Kilo
  • Bereitschaft zu Früh-, Spät- und Samstagsdiensten
  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz bei Arbeit mit unverpackten Lebensmitteln
  • Freundlichkeit auch bei Zeitdruck und schwierigen Kunden

Wo man arbeitet

  • Supermärkte und Discounter
  • Drogerie- und Bekleidungsfilialen
  • Bau- und Elektrofachmärkte
  • Bäckereien, Metzgereien und Hofläden
  • Tankstellen, Bahnhofs- und Flughafenshops
  • Warenhäuser und Fachgeschäfte

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer mit Berufsschule und Betrieb, abgeschlossen mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Wer ein drittes Ausbildungsjahr anhängt, erwirbt den Abschluss Kaufmann im Einzelhandel. Ein Einstieg als angelernte Kassen- oder Verkaufskraft ist ohne Ausbildung möglich, meist mit betrieblicher Einarbeitung von wenigen Wochen.

Offene Stellen als Verkäufer / Kassierer

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5
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