Verkäufer Garten
Verkäufer im Gartenbereich beraten Kunden zu Pflanzen, Erde, Dünger und Gartengeräten, pflegen den Pflanzenbestand und halten die Verkaufsfläche in Ordnung. Der Beruf verbindet Pflanzenkenntnis mit klassischer Verkaufsarbeit im Einzelhandel.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Verkäufer Garten verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.350 € | 2.600 € | 28.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.700 € | 3.000 € | 32.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.900 € | 38.400 € |
Entscheidend ist, ob der Betrieb den Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes anwendet oder nicht: große Baumarktketten zahlen meist tarifnah, kleine Gartencenter und Gärtnereien oft darunter, teils nahe am Mindestlohn. Abteilungsverantwortung, Sachkundenachweis Pflanzenschutz und Marktleitung heben das Gehalt deutlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Verkäufer im Gartenbereich?
Der Arbeitstag beginnt meist mit dem Pflanzenbestand: gießen, Verblühtes und Faules aussortieren, Töpfe richten, Preisschilder erneuern. Danach steht die Kundschaft im Mittelpunkt. Gefragt wird nach dem passenden Rasendünger, nach einem Strauch für den Halbschatten, nach dem Grund für braune Nadeln an der Thuja. Wer hier arbeitet, muss Pflanzennamen kennen, Standortansprüche einschätzen und Schädlinge oder Pflegefehler erkennen können.
Dazu kommt das Handwerk des Einzelhandels: Waren annehmen und einräumen, Saisonflächen umbauen, Aktionsware aufbauen, Bestände melden, an der Kasse aushelfen, Reklamationen aufnehmen. Im Frühjahr wird Blumenerde palettenweise bewegt, im Sommer Gartenmöbel und Grills verkauft, im Herbst Zwiebeln und Heide, im Winter Weihnachtsbäume und Dekoration. Viele Betriebe verkaufen zusätzlich Bewässerungstechnik, Rasenmäher oder Zubehör für Teiche, sodass technische Beratung dazugehört.
Wie wird man Verkäufer im Gartenbereich?
Der klassische Weg ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel, jeweils im Gartencenter, Baumarkt oder Gartenfachmarkt. Wer aus der Gärtnerei kommt, etwa als Gärtner in der Fachrichtung Zierpflanzenbau oder Baumschule, bringt die Pflanzenkenntnis bereits mit und lernt den Verkauf im Betrieb. Auch Quereinsteiger ohne Fachabschluss werden eingestellt, besonders für die Saison zwischen März und Juni; wer bleibt, arbeitet sich über Herstellerschulungen und innerbetriebliche Einweisungen ein.
Formal ist der Zugang offen. Gefragt sind Menschen, die freundlich auf Fremde zugehen, sich Sortenwissen aneignen wollen und körperlich zupacken können.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich. Erdesäcke wiegen zwischen zehn und vierzig Kilogramm, Pflanzcontainer sind nass und schwer, gestanden wird den ganzen Tag. Viele Flächen liegen im Freien oder in unbeheizten Kalthäusern, im Winter wird bei Frost gearbeitet, im Sommer unter Glas bei großer Hitze. Wer gegen Erde, Pollen oder Pflanzenschutzmittel empfindlich ist, hat es schwer.
Die Saison bestimmt den Rhythmus. Im Frühjahr fallen Überstunden an, Urlaub ist in dieser Zeit kaum möglich, Samstage sind Regelarbeitstage. In der Winterpause wird in manchen Betrieben Kurzarbeit gefahren oder Personal nur befristet beschäftigt. Der Ton am Wochenende kann rau werden, wenn die Kassen voll und die Gänge eng sind. Das Gehalt liegt im Einzelhandelsniveau und damit im unteren Drittel; ein Teil der Stellen ist Teilzeit oder saisonal befristet.
Aussichten
Gartencenter, Baumärkte und Baumschulen suchen fast durchgehend Personal, besonders solches mit echter Pflanzenkenntnis. Wer diese hat, ist gesucht und kann sich den Arbeitgeber aussuchen. Entwicklungswege führen über die Verantwortung für eine Abteilung, etwa Stauden, Gehölze oder Technik, zur Bereichs- oder Marktleitung. Mit der Weiterbildung zum Handelsfachwirt oder Gärtnermeister im Einzelhandel öffnen sich Führungspositionen, Ausbildungsverantwortung und der Weg in einen eigenen Betrieb. Der Onlinehandel setzt dem stationären Gartenmarkt weniger zu als anderen Sortimenten, weil Pflanzen gesehen und schlecht versendet werden wollen.
Aufgaben
- Kunden zu Pflanzen, Standort, Pflege und Dünger beraten
- Pflanzenbestand gießen, putzen und sortieren
- Ware annehmen, einräumen und Preise auszeichnen
- Saison- und Aktionsflächen umbauen und dekorieren
- Gartengeräte und Bewässerungstechnik erklären und verkaufen
- Kasse bedienen und Reklamationen bearbeiten
- Bestände kontrollieren und Nachbestellungen melden
- Schädlinge und Pflanzenkrankheiten erkennen und Mittel empfehlen
Voraussetzungen
- Hauptschulabschluss und Ausbildung im Einzelhandel oder Gartenbau, Quereinstieg möglich
- Kenntnisse über Pflanzen, Sorten und Standortansprüche oder die Bereitschaft, sie zu erlernen
- Freude am Umgang mit Kunden und Geduld bei langen Beratungsgesprächen
- körperliche Belastbarkeit, Heben von Säcken bis etwa 25 Kilogramm
- Bereitschaft zu Samstagsarbeit und Überstunden in der Frühjahrssaison
- Sachkundenachweis Pflanzenschutz für die Beratung zu Pflanzenschutzmitteln
Wo man arbeitet
- Gartencenter
- Baumärkte mit Gartenabteilung
- Baumschulen mit Endverkauf
- Gärtnereien und Hofläden
- Blumen- und Pflanzenfachgeschäfte
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel in einem Gartencenter oder Baumarkt. Alternativ führt eine dreijährige Gärtnerausbildung im Zierpflanzenbau oder in der Baumschule in den Beruf, ergänzt um Verkaufserfahrung im Betrieb. Quereinsteiger starten häufig als Saisonkraft und werden intern eingearbeitet.
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