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Handwerk & Produktion

Verkäufer Frischetheke Metzgerei

Verkäufer an der Frischetheke einer Metzgerei bedienen Kunden mit Fleisch, Wurst und Feinkost, zerlegen und portionieren Ware und halten die Theke nach Hygienevorschriften in Ordnung. Der Beruf verbindet Verkauf mit handwerklichem Umgang mit Lebensmitteln.

12 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer Frischetheke Metzgerei verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.650 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.000 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.100 € 3.700 € 37.200 €

In tarifgebundenen Betrieben richtet sich die Bezahlung nach dem Tarifvertrag für das Fleischerhandwerk oder, bei Frischetheken im Supermarkt, nach dem Einzelhandelstarif des jeweiligen Bundeslandes; kleine Metzgereien zahlen oft frei verhandelt und deutlich darunter. Zuschläge für Frühdienst und Samstagsarbeit sowie regionale Unterschiede zwischen Süddeutschland und Ostdeutschland fallen stark ins Gewicht.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer an der Frischetheke Metzgerei?

Der Arbeitstag beginnt meist vor der Öffnung: Ware aus dem Kühlhaus holen, Fleischstücke zuschneiden, Wurst aufschneiden, Salate und Feinkost in Schalen füllen und die Theke dekorativ aufbauen. Ist der Laden offen, steht Beratung im Mittelpunkt. Kunden fragen nach dem richtigen Stück für den Schmorbraten, nach der Garzeit, nach Herkunft und Zusatzstoffen. Wer hier arbeitet, muss Teilstücke unterscheiden können und wissen, was sich zum Kurzbraten eignet und was lange in den Ofen gehört.

Dazu kommen Handgriffe, die nicht nach Verkauf klingen: Fleisch portionieren, Hackfleisch frisch durchdrehen, Aufschnitt an der Maschine schneiden, Frikadellen und Spieße vorbereiten, in vielen Betrieben auch belegte Brötchen und Mittagsgerichte für den Imbissbereich. Kassieren, Preise auszeichnen, Ware nachbestellen und Lieferungen kontrollieren gehören ebenso dazu. Am Abend wird die Theke abgeräumt, Ware zurückgekühlt oder aussortiert, Maschinen zerlegt und gereinigt. Temperaturkontrollen und Dokumentation nach dem Hygienekonzept sind Pflicht und werden bei Kontrollen geprüft.

Wie wird man Verkäufer an der Frischetheke?

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Fleischerei. Ausbildungsbetriebe sind Metzgereien, Fleischereifachgeschäfte und die Frischetheken größerer Supermärkte. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe nehmen Bewerber mit Hauptschulabschluss. Der Quereinstieg ist verbreitet: Wer aus dem Einzelhandel, der Gastronomie oder aus einem ganz anderen Feld kommt, wird oft angelernt, weil Betriebe kaum Personal finden. Ohne Ausbildung bleibt die Bezahlung allerdings meist am unteren Rand, und Aufstieg ist schwerer. Notwendig ist in jedem Fall die Hygieneunterweisung nach Infektionsschutzgesetz und Lebensmittelrecht.

Was der Beruf verlangt

Der Dienst beginnt früh, häufig gegen sechs Uhr, samstags gehört zur Regel. Gearbeitet wird stehend, im Wechsel zwischen kühler Theke und warmem Verkaufsraum, mit Zugluft und feuchten Händen. Heben von Kisten und Fleischstücken belastet Rücken und Schultern, scharfe Messer und Schneidemaschinen bergen ein reales Verletzungsrisiko. Wer den Geruch von rohem Fleisch nicht erträgt, kommt in diesem Beruf nicht weit.

Dazu kommt der Druck der Mittagszeit: lange Schlange, Kunden mit Sonderwünschen, gleichzeitig muss die Theke gefüllt bleiben. Freundlich bleiben, wenn der Tag lang war, ist ein Teil der Arbeit. Der Umgang mit Reklamationen und mit kritischen Fragen zu Tierhaltung und Preisen gehört ebenfalls dazu.

Aussichten

Die Zahl der Metzgereien sinkt seit Jahren, gleichzeitig finden die verbleibenden Betriebe und die Frischetheken im Lebensmitteleinzelhandel kaum Fachpersonal. Wer den Beruf beherrscht, findet daher zuverlässig Arbeit, oft mit der Möglichkeit, den Arbeitsort selbst zu wählen. Entwicklungswege führen über die Thekenleitung oder Filialleitung, über die Weiterbildung zum Fleischer oder zum Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk bis zum Meister im Verkauf und zur Übernahme eines eigenen Geschäfts. Auch der Wechsel in Feinkost, Catering oder Großhandel ist möglich.

Aufgaben

  • Kunden beraten und Fleisch, Wurst sowie Feinkost verkaufen
  • Fleisch portionieren, Aufschnitt schneiden und Hackfleisch herstellen
  • Theke einräumen, dekorieren und Ware auszeichnen
  • Belegte Brötchen, Salate und warme Snacks vorbereiten
  • Kasse bedienen und abrechnen
  • Kühltemperaturen prüfen und Hygienedokumentation führen
  • Maschinen, Geräte und Verkaufsraum reinigen
  • Lieferungen annehmen und Bestellungen aufgeben

Voraussetzungen

  • Ausbildung im Lebensmittelhandwerk oder Bereitschaft zum Anlernen
  • Gesundheitliche Eignung für den Umgang mit Lebensmitteln und Hygieneunterweisung
  • Kein Ekel gegenüber rohem Fleisch, Blut und Innereien
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Heben
  • Freundlichkeit und Geduld auch bei Kundendruck
  • Sorgfalt im Umgang mit Messern und Schneidemaschinen
  • Bereitschaft zu Frühdienst und Samstagsarbeit

Wo man arbeitet

  • Handwerksmetzgereien und Fleischereifachgeschäfte
  • Frischetheken in Supermärkten und Verbrauchermärkten
  • Filialbetriebe von Metzgereiketten
  • Markt- und Verkaufswagen
  • Feinkostgeschäfte und Catering

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Fachrichtung Fleischerei, mit Abschluss vor der Handwerkskammer. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Quereinsteiger werden häufig im Betrieb angelernt, verdienen ohne Abschluss aber meist weniger.

Offene Stellen als Verkäufer Frischetheke Metzgerei

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