Verkäufer / Fachberater in der
Verkäufer und Fachberater beraten Kunden zu Waren, verkaufen sie und halten die Verkaufsfläche in Ordnung. Der Beruf verbindet Warenkenntnis mit direktem Kundenkontakt, meist im Einzelhandel oder im Fachhandel.
34 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Verkäufer / Fachberater in der verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.400 € | 2.800 € | 28.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.800 € | 3.300 € | 33.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.300 € | 4.300 € | 39.600 € |
Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes folgt oder frei zahlt; tariffreie Filialketten liegen oft am unteren Rand. Provisionen und Verkaufsprämien, etwa im Autohaus, in der Elektronik- oder Möbelbranche, können das Einkommen deutlich erhöhen, ebenso Zuschläge für Spät- und Sonntagsarbeit.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Verkäufer oder Fachberater?
Der Arbeitstag beginnt oft vor der Öffnung: Ware auspacken, Regale auffüllen, Preise prüfen, Aktionsflächen aufbauen. Danach steht der Kundenkontakt im Mittelpunkt. Verkäufer ermitteln im Gespräch, was jemand braucht, zeigen Produkte, erklären Unterschiede zwischen Modellen, rechnen Mengen aus und schreiben Angebote. In Fachbereichen wie Bauelemente, Elektronik, Sportartikel, Farben oder Fahrräder geht die Beratung tief: Wer eine Wärmepumpe, ein Notebook oder einen Laufschuh verkauft, muss technische Daten und Einsatzgrenzen kennen.
Dazu kommt der kaufmännische Teil: Kassieren, Reklamationen aufnehmen, Umtausch abwickeln, Warenbestände kontrollieren, Bestellungen anstoßen, Lieferungen prüfen, Inventur mitmachen. In vielen Häusern kommen Serviceaufgaben hinzu, etwa Zuschnitt, Konfiguration von Geräten oder die Abwicklung von Finanzierungen. Fachberater übernehmen häufig einen eigenen Warenbereich und verantworten dort Sortiment, Präsentation und Umsatz.
Wie wird man Verkäufer oder Fachberater?
Der klassische Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer. Wer ein drittes Jahr anschließt, erreicht den Abschluss Kaufmann im Einzelhandel, was für Aufstiegspositionen wichtig ist. Zugang haben Bewerber mit Hauptschulabschluss, häufig eingestellt werden Mittlere Reife und Abitur. In Fachbereichen ist auch der Weg über eine handwerkliche oder technische Ausbildung üblich: Ein gelernter Elektroniker oder Anlagenmechaniker wechselt in die Fachberatung und bringt Praxiswissen mit, das sich nicht durch Produktschulungen ersetzen lässt.
Quereinstieg ist in diesem Beruf real möglich. Viele Häuser stellen ungelernte Kräfte ein und schulen sie am Platz, gerade im Lebensmittel- und Textilhandel. Ohne Abschluss bleibt man aber eher in Hilfstätigkeiten und niedrigeren Tarifgruppen. Herstellerschulungen, Sachkundenachweise, etwa für Pflanzenschutzmittel oder freiverkäufliche Arzneimittel, und interne Verkaufstrainings sind der übliche Weg zur Spezialisierung.
Was der Beruf verlangt
Der Dienst findet dann statt, wenn Kunden Zeit haben: spätnachmittags, samstags, in der Vorweihnachtszeit oft sechs Tage in der Woche. Verkaufsoffene Sonntage, wechselnde Schichten und kurzfristige Umplanungen gehören dazu. Freie Wochenenden sind knapp, was die Planung des Privatlebens erschwert.
Körperlich ist die Arbeit fordernd. Stehen über Stunden, Ware heben, Paletten bewegen, im Baustoff- oder Getränkehandel auch schwere Lasten. Zugluft an der Tür, Lärm, Hitze im Sommer. Psychisch belastet der Umgang mit unfreundlichen oder fordernden Kunden, Reklamationen, Zeitdruck bei Warteschlangen und in vielen Betrieben Umsatzvorgaben. Personalmangel führt dazu, dass Flächen unterbesetzt sind und Pausen ausfallen. Wer keine Freude am Gespräch mit Fremden hat, wird in diesem Beruf nicht glücklich.
Aussichten
Verkaufspersonal wird durchgehend gesucht, besonders im Fachhandel, wo Beratungswissen fehlt. Der Onlinehandel hat einfache Verkaufstätigkeiten verdrängt, qualifizierte Beratung dagegen aufgewertet. Wer sich in ein erklärungsbedürftiges Sortiment einarbeitet, ist gut aufgestellt.
Entwicklungswege führen über Substitut und Abteilungsleitung zur Marktleitung, über den Handelsfachwirt oder Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel, über den Wechsel in den Außendienst eines Herstellers oder in den Einkauf. Auch Ausbildertätigkeit und Filialaufbau sind Optionen. Ohne Weiterbildung bleibt die Gehaltsentwicklung nach wenigen Jahren allerdings flach.
Aufgaben
- Kunden zu Produkten beraten und Bedarf ermitteln
- Ware annehmen, prüfen, einsortieren und Regale pflegen
- Kassieren und Zahlungsvorgänge abwickeln
- Reklamationen, Umtausch und Garantiefälle bearbeiten
- Bestände kontrollieren und Nachbestellungen auslösen
- Verkaufsfläche und Aktionsware ansprechend präsentieren
- Angebote erstellen und Preise kalkulieren
- Bei Inventuren mitwirken
Voraussetzungen
- Mindestens Hauptschulabschluss, für die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel häufig Mittlere Reife
- Freude am Umgang mit Menschen und sicheres Auftreten
- Gute Deutschkenntnisse, im Tourismus- oder Technikbereich auch Englisch
- Rechenverständnis für Preise, Mengen und Rabatte
- Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben und Tragen
- Bereitschaft zu Spät-, Samstags- und teils Sonntagsdiensten
- Warenkenntnis im jeweiligen Fachbereich, oft über Herstellerschulungen
Wo man arbeitet
- Filialen des Lebensmittel- und Drogeriehandels
- Fachmärkte für Bau, Garten, Elektronik oder Sport
- Modehäuser und Warenhäuser
- Fachgeschäfte im Einzelhandel
- Großhandel und Abholmärkte
- Verkaufsräume von Herstellern und Autohäusern
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die duale Ausbildung zum Verkäufer über zwei Jahre in Betrieb und Berufsschule. Mit einem dritten Ausbildungsjahr wird der Abschluss Kaufmann im Einzelhandel erreicht, der bessere Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten eröffnet. Für Fachberatung in technischen Sortimenten ist auch der Wechsel aus einem handwerklichen Beruf mit anschließenden Produktschulungen ein gängiger Weg.
Offene Stellen als Verkäufer / Fachberater in der
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- Offene Stellen
- 44
- Monatsbrutto
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