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Logistik & Verkehr

Tourismusmanagement am virtuellen Campus

Tourismusmanagement am virtuellen Campus bedeutet ein Online-Studium der Tourismuswirtschaft, das berufsbegleitend absolviert wird. Danach planen, kalkulieren und vermarkten Absolventen Reiseprodukte, steuern Hotels, Destinationen oder Reiseveranstalter.

29 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Tourismusmanagement am virtuellen Campus verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.500 € 5.500 € 8.000 € 66.000 €

Entscheidend sind Branche und Betriebsgröße: Airlines, Kreuzfahrtreedereien und große Konzernveranstalter zahlen deutlich mehr als kleine Agenturen, Hotels und kommunale Tourismusverbände. Ein Flächentarif fehlt weitgehend; im Gastgewerbe gelten regionale Tarifverträge der DEHOGA, bei kommunalen Tourismusgesellschaften teils der TVöD.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Tourismusmanager?

Tourismusmanagement verbindet Betriebswirtschaft mit der Logistik des Reisens. Im Alltag werden Reiseprodukte kalkuliert, Verträge mit Hotels, Fluggesellschaften und Busunternehmen verhandelt, Kontingente überwacht und Buchungszahlen ausgewertet. Wer bei einem Veranstalter arbeitet, stellt Pauschalreisen zusammen und prüft, ob Flugzeiten, Transfers und Zimmerkategorien zusammenpassen. In einer Destinationsagentur oder bei einem Tourismusverband stehen Marketingkampagnen, Messeauftritte, Pressereisen und die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Betrieben im Vordergrund. In der Hotellerie geht es um Auslastung, Preissteuerung über Buchungsportale, Personaleinsatz und Beschwerdemanagement. Dazu kommen Controlling, Reporting und die Pflege von Buchungs- und Reservierungssystemen.

Das Studium am virtuellen Campus läuft über eine Lernplattform: Skripte, aufgezeichnete und live gestreamte Vorlesungen, Online-Seminare, Gruppenarbeiten in Videokonferenzen. Prüfungen finden je nach Hochschule online unter Aufsicht oder an Prüfungszentren statt. Praxisphasen und Praktika werden im eigenen Betrieb oder selbst organisiert absolviert.

Wie wird man Tourismusmanager?

Üblich ist ein Bachelorstudium in Tourismusmanagement, Tourismuswirtschaft oder BWL mit Schwerpunkt Tourismus, an privaten Fernhochschulen und einigen staatlichen Hochschulen auch vollständig online. Voraussetzung ist das Abitur, die Fachhochschulreife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung. Die Regelstudienzeit liegt bei sechs bis acht Semestern, im Teilzeitmodell auch länger. Ein Masterstudium schließt sich für Führungs- und Analysepositionen an.

Der Quereinstieg ist verbreitet. Viele beginnen als Reiseverkehrskaufleute, im Hotelfach oder in der Luftverkehrsbranche und studieren berufsbegleitend, um in die Planung, das Produktmanagement oder das Revenue Management zu wechseln. Private Hochschulen verlangen Studiengebühren, die je Monat einen dreistelligen Betrag erreichen und über die gesamte Studiendauer erheblich ins Gewicht fallen. Ein Vergleich der Anbieter lohnt sich, ebenso die Prüfung der Akkreditierung.

Was der Beruf verlangt

Das Fernstudium fordert Selbstdisziplin. Wer nebenher arbeitet, verbringt Abende und Wochenenden mit Lernstoff, und die Abbruchquoten in Online-Studiengängen sind hoch. Es fehlt der feste Stundenplan, der von außen Struktur gibt.

Die Branche selbst ist konjunktur- und krisenanfällig, das haben Pandemie, Insolvenzen großer Veranstalter und Streiks im Luftverkehr gezeigt. Saisonspitzen bedeuten Mehrarbeit, in der Hotellerie und im Gästekontakt gehören Wochenend- und Abenddienste dazu. Die Einstiegsgehälter liegen unter dem, was Absolventen in Industrie oder Logistik erwarten können, gerade in kleinen Agenturen und Verbänden. Wer bleibt, tut das häufig aus Interesse an der Sache. Verlangt werden gute Englischkenntnisse, oft eine zweite Fremdsprache, Verhandlungssicherheit und Belastbarkeit, wenn bei Unwettern, Streiks oder Ausfällen ganze Reisegruppen umgebucht werden müssen.

Aussichten

Der Reiseverkehr hat das Niveau vor der Pandemie wieder erreicht, gesucht werden vor allem Fachkräfte für Revenue Management, Onlinevertrieb, Datenanalyse und nachhaltige Mobilitätskonzepte. Klassische Reisebürostellen gehen dagegen weiter zurück. Entwicklungswege führen in die Produktleitung, das Destinationsmanagement, die Hotel- oder Regionalleitung oder in angrenzende Felder wie Verkehrs- und Mobilitätsplanung, Eventlogistik und Geschäftsreisemanagement. Ein Wechsel in die Airline- oder Kreuzfahrtbranche ist möglich, dort liegen die Gehälter meist höher als bei Verbänden und kleinen Veranstaltern.

Aufgaben

  • Reiseprodukte kalkulieren und Pauschalangebote zusammenstellen
  • Verträge mit Hotels, Airlines und Transportdienstleistern verhandeln
  • Kontingente, Auslastung und Preise überwachen
  • Marketingkampagnen, Messeauftritte und Social-Media-Inhalte planen
  • Buchungs- und Reservierungssysteme pflegen und Daten auswerten
  • Beschwerden bearbeiten und bei Ausfällen umbuchen
  • Berichte und Kennzahlen für die Geschäftsleitung erstellen

Voraussetzungen

  • Abitur, Fachhochschulreife oder Berufsausbildung mit Berufspraxis für die Zulassung
  • Bachelorabschluss in Tourismusmanagement oder vergleichbar
  • Gute Englischkenntnisse, häufig eine weitere Fremdsprache
  • Sicherer Umgang mit Buchungssystemen und Tabellenkalkulation
  • Selbstorganisation und Durchhaltevermögen für das Online-Studium
  • Verhandlungsgeschick und Belastbarkeit in Störungsfällen
  • Bereitschaft zu Reisen, Wochenend- und Saisonarbeit

Wo man arbeitet

  • Reiseveranstalter und Reisebüroketten
  • Hotels, Ferienanlagen und Kreuzfahrtreedereien
  • Tourismusverbände und Destinationsagenturen
  • Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber
  • Geschäftsreise- und Eventagenturen
  • Online-Buchungsportale

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein sechs- bis achtsemestriges Bachelorstudium im Tourismusmanagement, das an privaten Fernhochschulen vollständig über einen virtuellen Campus absolviert werden kann. Der Abschluss ist ein Bachelor of Arts oder Bachelor of Science; ein Masterstudium von drei bis vier Semestern ist für Führungspositionen möglich. Praxisphasen werden im eigenen Betrieb oder in selbst gesuchten Praktika nachgewiesen.

Offene Stellen als Tourismusmanagement am virtuellen Campus

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