Telekom Berater Außendienst
Telekom-Berater im Außendienst verkaufen Internet-, Mobilfunk- und TV-Verträge direkt vor Ort – an der Haustür, im Gewerbegebiet oder beim vereinbarten Beratungstermin. Der Verdienst hängt stark von der Provision ab.
7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Telekom Berater Außendienst verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.000 € | 2.600 € | 3.500 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.800 € | 5.500 € | 45.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 5.000 € | 9.000 € | 60.000 € |
Entscheidend ist die Vertragsform: Angestellte bei Konzerntöchtern werden nach dem Telekom-Haustarifvertrag mit hohem Fixanteil bezahlt, bei Vertriebspartnern und selbstständigen Handelsvertretern besteht der Verdienst überwiegend oder vollständig aus Provision und schwankt monatlich stark. Storno, Gebietsqualität und laufende Ausbauprojekte wirken sich direkt auf das Einkommen aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Telekom Berater Außendienst?
Außendienstberater vermarkten Anschlüsse und Tarife eines Telekommunikationsanbieters oder eines Vertriebspartners direkt beim Kunden. Ein großer Teil der Arbeit ist Direktvertrieb im Wohngebiet: Klingeln, das Gespräch eröffnen, den bestehenden Anschluss prüfen, Alternativen rechnen, Glasfaseranschlüsse vorvermarkten. Dazu kommen Termine bei Interessenten, die auf eine Werbeaktion reagiert haben, sowie Bestandskundenbesuche zur Vertragsverlängerung oder Tarifumstellung.
Im Gespräch wird die Versorgungslage an der Adresse abgefragt, der Bedarf ermittelt – Zahl der Personen im Haushalt, Streaming, Homeoffice, Festnetz, Mobilfunk – und ein passendes Paket zusammengestellt. Der Abschluss läuft heute meist digital über Tablet oder App, mit Legitimation, Widerrufshinweis und Terminvereinbarung für die Technik. Danach folgt Nacharbeit: Aufträge dokumentieren, Rückfragen klären, Storno vermeiden, Tourenplanung für den nächsten Tag. Im Geschäftskundenaußendienst geht es um Standortvernetzung, Cloud-Telefonie und Firmenmobilfunk, mit längeren Verkaufszyklen und Angebotserstellung.
Wie wird man Telekom Berater Außendienst?
Es gibt keine geschützte Ausbildung für diese Tätigkeit. Klassische Wege sind die Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing, zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Kaufmann für IT-System-Management, ebenso ein kaufmännisches Studium für den Geschäftskundenbereich. In der Praxis dominiert der Quereinstieg: Vertriebspartner und Agenturen stellen Bewerber ohne Branchenerfahrung ein und schulen Produkte, Tarife und Gesprächsführung in wenigen Tagen, anschließend geht es mit einem erfahrenen Kollegen ins Gebiet. Wer als selbstständiger Handelsvertreter nach Paragraf 84 HGB arbeitet, braucht ein Gewerbe und trägt eigene Kosten für Fahrzeug und Absicherung. Ein Führerschein ist fast immer Voraussetzung.
Was der Beruf verlangt
Der Alltag besteht aus vielen Absagen. Wer an der Haustür arbeitet, erlebt Misstrauen, verschlossene Türen und gelegentlich Grobheit; die Branche hat wegen unseriöser Anbieter einen schlechten Ruf, den einzelne Berater mittragen müssen. Gearbeitet wird dann, wenn Menschen zu Hause sind – nachmittags, abends, oft samstags. Dazu kommen Fahrzeit, Wetter und lange Zeit im Stehen und Gehen.
Der wirtschaftliche Druck ist der zweite harte Punkt. Viele Verträge enthalten nur ein kleines Fixum oder gar keines, das Einkommen entsteht aus Abschlussprovisionen, die bei Storno zurückgefordert werden. Schwache Monate schlagen unmittelbar durch. Zielvorgaben, Tagesreportings und Wettbewerbe innerhalb der Teams sind üblich. Gebraucht werden Ausdauer, ein dickes Fell, saubere Aufklärung über Vertragsinhalte und der Verzicht auf Überredung – Beschwerden und Widerrufe kosten am Ende mehr als sie einbringen.
Aussichten
Der Glasfaserausbau sorgt seit Jahren für Bedarf an Vorvermarktungskräften, weil Netzbetreiber vor dem Baubeginn Abschlussquoten in den Straßenzügen brauchen. Diese Nachfrage schwankt regional und projektbezogen, die Fluktuation im Direktvertrieb ist hoch. Wer bleibt, wechselt oft in die Teamleitung, in die Gebietsverantwortung, in den Geschäftskundenvertrieb mit höheren Auftragswerten oder ins Vertriebstraining. Die Erfahrung ist übertragbar: Energie, Versicherungen, Sicherheitstechnik und Softwarevertrieb suchen Menschen mit nachweisbaren Abschlusszahlen.
Aufgaben
- Haushalte und Gewerbebetriebe im zugewiesenen Gebiet ansprechen
- Versorgungssituation und bestehende Verträge am Anschluss prüfen
- Tarife für Internet, Mobilfunk und TV vergleichen und empfehlen
- Verträge digital am Tablet abschließen und Widerrufsfristen erklären
- Bestandskunden zu Verlängerung und Tarifwechsel beraten
- Tages- und Tourenplanung sowie Abschlussdokumentation
- Rückfragen, Reklamationen und Stornogefahren nachbearbeiten
Voraussetzungen
- Führerschein Klasse B, meist eigenes Fahrzeug oder Dienstwagen
- Sehr gutes Deutsch und Sicherheit im direkten Gespräch
- Belastbarkeit gegenüber Ablehnung und Zielvorgaben
- Bereitschaft zu Nachmittags-, Abend- und Samstagseinsätzen
- Technisches Grundverständnis für Anschlüsse, Router und Bandbreiten
- Kaufmännische Ausbildung oder Vertriebserfahrung von Vorteil, kein Muss
- Körperliche Fitness für langes Gehen und Stehen im Freien
Wo man arbeitet
- Vertriebspartner und Handelsagenturen von Telekommunikationsanbietern
- Direktvertriebsorganisationen im Glasfaserausbau
- Geschäftskundenvertrieb von Netzbetreibern
- Selbstständige Tätigkeit als Handelsvertreter
- Regionale Vertriebsbüros mit zugeordnetem Gebiet
Der Weg in den Beruf
Ein verbindlicher Ausbildungsweg existiert nicht. Üblich sind eine kaufmännische Ausbildung von drei Jahren, etwa als Kaufmann für Dialogmarketing oder im Einzelhandel, oder der direkte Quereinstieg mit einer betriebsinternen Produkt- und Vertriebsschulung von wenigen Tagen bis einigen Wochen. Für den Geschäftskundenaußendienst wird häufiger ein kaufmännischer Abschluss oder ein wirtschaftliches Studium erwartet.
Offene Stellen als Telekom Berater Außendienst
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- Offene Stellen
- 46
- Monatsbrutto
- 2.800 – 8.000 €
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