Teamleitung Produktion
Teamleitungen in der Produktion führen eine Schicht- oder Fertigungsgruppe, verteilen die Arbeit an den Maschinen und Linien und sorgen dafür, dass Menge, Termin und Qualität stimmen. Sie stehen zwischen Belegschaft und Werksleitung.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Teamleitung Produktion verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.400 € | 4.000 € | 4.600 € | 48.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.800 € | 5.600 € | 57.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.700 € | 5.600 € | 7.000 € | 67.200 € |
Entscheidend ist die Tarifbindung: In der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie liegen die Entgelte nach IG-Metall- beziehungsweise BAVC-Tarif deutlich über denen kleiner, nicht tarifgebundener Betriebe. Schicht-, Nacht- und Wochenendzuschläge sowie Ergebnisbeteiligungen kommen zum Grundgehalt hinzu und machen je nach Schichtmodell einen spürbaren Teil des Einkommens aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Teamleitung Produktion?
Eine Teamleitung Produktion verantwortet einen abgegrenzten Fertigungsbereich mit meist fünf bis dreißig Beschäftigten. Der Tag beginnt mit der Schichtübergabe: Was lief in der Nacht, welche Maschine steht, welcher Auftrag hängt hinterher. Danach wird das Team auf die Anlagen und Arbeitsplätze eingeteilt, unter Berücksichtigung von Qualifikationen, Urlaub und Krankmeldungen. Läuft die Schicht, überwacht die Teamleitung Stückzahlen, Ausschussquoten und Stillstandszeiten, greift bei Störungen ein, holt die Instandhaltung dazu und entscheidet, ob eine Charge gesperrt wird oder weiterläuft.
Dazu kommt Papier und Bildschirmarbeit: Schichtprotokolle, Zeiterfassung, Rückmeldungen im ERP-System, Kennzahlenblätter, Abweichungsberichte. In Betrieben mit Lean-Ansatz gehören tägliche Kurzbesprechungen am Shopfloor-Board, Fünf-Why-Analysen und Verbesserungsprojekte zum Standard. Ein erheblicher Teil der Arbeit ist Personalführung: Einarbeitung neuer Kolleginnen, Unterweisungen zu Arbeitssicherheit, Beurteilungsgespräche, Konflikte im Team, Gespräche über Fehlzeiten. Die Abstimmung mit Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung, Logistik und Betriebsrat nimmt ebenfalls Zeit in Anspruch.
Wie wird man Teamleitung Produktion?
Der übliche Weg führt über eine gewerblich-technische Ausbildung, etwa als Industriemechanikerin, Fachkraft für Metalltechnik, Verfahrensmechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik oder Fachkraft für Lebensmitteltechnik, gefolgt von mehreren Jahren an der Anlage. Darauf setzt eine Weiterbildung zum Industriemeister, Fachwirt oder Techniker auf, die berufsbegleitend zwei bis drei Jahre dauert. Viele Betriebe besetzen die Position aus den eigenen Reihen und übertragen sie zunächst als Vertretung oder Vorarbeiterfunktion.
Auch ohne Meisterbrief ist der Aufstieg möglich, wenn fachliche Erfahrung und Führungsbereitschaft überzeugen; der Meistertitel ist dann oft nachzuholen. In größeren Werken kommen auch Absolventen eines Bachelorstudiums in Maschinenbau oder Produktionstechnik in die Teamleitung, meist als Einstieg in eine längere Führungslaufbahn.
Was der Beruf verlangt
Produktion läuft in vielen Branchen im Zwei- oder Dreischichtbetrieb, teils am Wochenende. Wer eine Schicht führt, dreht mit. Der Arbeitsplatz ist laut, warm oder kalt, staubig oder feucht, und Sicherheitsschuhe sowie Gehörschutz gehören dazu. Ein großer Teil des Tages wird im Stehen und Gehen verbracht.
Schwer fällt vielen der Rollenwechsel: Wer gestern Kollege war, muss heute Anweisungen geben, Fehler ansprechen und unangenehme Entscheidungen vertreten, die von oben kommen. Der Druck ist doppelt: Die Werksleitung erwartet Ausbringung und Kennzahlen, das Team erwartet Rückhalt und faire Einsatzplanung. Personalmangel, kurzfristige Ausfälle und Materialengpässe machen die Planung oft zur Improvisation. Störungen an teuren Anlagen erzeugen unmittelbaren Handlungsdruck, und Fehlentscheidungen bei Qualität oder Arbeitssicherheit haben spürbare Folgen.
Aussichten
Erfahrene Führungskräfte in der Fertigung werden gesucht, weil viele Meister und Vorarbeiter altersbedingt ausscheiden und der Nachwuchs aus dem gewerblichen Bereich dünner wird. Besonders gefragt sind Leute, die Schichtführung mit Kenntnissen in Lean-Methoden, Digitalisierung der Fertigung und Datenauswertung verbinden.
Entwicklungswege führen zur Bereichs- oder Fertigungsleitung, in die Arbeitsvorbereitung, ins Qualitäts- oder Prozessmanagement oder in die Produktionsplanung. Branchenrisiken bestehen dort, wo Fertigung ins Ausland verlagert wird oder die Automobilzulieferung unter Druck steht; in Pharma, Lebensmittel und Medizintechnik ist die Lage stabiler.
Aufgaben
- Schichtübergabe durchführen und den Personaleinsatz an den Anlagen planen
- Produktionsaufträge einsteuern, Stückzahlen und Termine überwachen
- bei Störungen und Qualitätsabweichungen entscheiden und eskalieren
- Kennzahlen wie Ausschuss, Stillstand und Ausbringung dokumentieren
- Beschäftigte einarbeiten, unterweisen und beurteilen
- Arbeitssicherheit und Ordnung im Bereich sicherstellen
- mit Instandhaltung, Qualitätssicherung und Logistik abstimmen
- Verbesserungsprojekte am Shopfloor begleiten
Voraussetzungen
- abgeschlossene gewerblich-technische Berufsausbildung
- mehrjährige Erfahrung in der Fertigung im jeweiligen Verfahren
- Weiterbildung zum Industriemeister, Techniker oder Fachwirt, oft gefordert
- Bereitschaft zur Schichtarbeit, teils auch nachts und am Wochenende
- Durchsetzungsvermögen und Ruhe in Konfliktsituationen
- Grundkenntnisse in ERP-Systemen und Tabellenkalkulation
- körperliche Belastbarkeit für lange Zeiten im Stehen in lauter Umgebung
Wo man arbeitet
- Industriebetriebe der Metall- und Elektroindustrie
- Chemie-, Pharma- und Kunststoffwerke
- Lebensmittelproduktion und Getränkeabfüllung
- Automobil- und Zulieferwerke
- mittelständische Serienfertiger
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige technische Ausbildung, mehrere Jahre Praxis an der Anlage und anschließend eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Industriemeister der jeweiligen Fachrichtung oder zum staatlich geprüften Techniker, die zwei bis drei Jahre dauert. Viele Betriebe entwickeln Teamleitungen intern und übertragen die Funktion zunächst vertretungsweise. Ein Bachelor in Maschinenbau oder Produktionstechnik ist ein zweiter, seltenerer Weg.
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Fertigungsleiter verantworten den laufenden Betrieb in der Produktion: Sie planen Aufträge ein, steuern Personal und Maschinen und stehen für Termine, Stückzahlen und Qualität ein. Der Beruf verbindet technisches Verständnis mit Führungsaufgaben in der Werkhalle.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 3.800 – 9.500 €
Schichtleiter Produktion
Schichtleiter in der Produktion führen ein Team während einer Arbeitsschicht, halten die Anlagen am Laufen und verantworten Menge, Qualität und Sicherheit der gefertigten Ware. Der Beruf verbindet Fachwissen aus der Fertigung mit Personalführung im Schichtbetrieb.
- Offene Stellen
- 8
- Monatsbrutto
- 3.300 – 6.800 €
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