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IT & Software

Softwareentwickler C

Softwareentwickler mit Schwerpunkt C schreiben systemnahe Programme, meist für Steuergeräte, Betriebssysteme oder Industrieanlagen. Sie arbeiten dicht an der Hardware und achten auf Speicherverbrauch, Laufzeit und Zuverlässigkeit.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Softwareentwickler C verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.400 € 4.000 € 4.700 € 48.000 €
Mit Berufserfahrung 4.400 € 5.300 € 6.300 € 63.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.600 € 8.500 € 79.200 €

Am stärksten wirken Branche und Tarifbindung: In der Metall- und Elektroindustrie zahlen tarifgebundene Betriebe nach IG-Metall-Tarif deutlich mehr als kleine Entwicklungsdienstleister, dazu kommen regionale Unterschiede zwischen Süddeutschland und dem Osten. Zusätzliche Qualifikationen in funktionaler Sicherheit oder IT-Sicherheit heben das Niveau spürbar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Softwareentwickler C?

C ist eine alte Sprache, die dort weiterlebt, wo es auf Ressourcen ankommt: in Mikrocontrollern von Waschmaschinen und Herzschrittmachern, in Motorsteuergeräten, in Linux-Kerneltreibern, in Netzwerkstacks und in Finanzsystemen, deren Kern seit den Neunzigern läuft. Wer in C entwickelt, schreibt Funktionen, die Sensordaten einlesen, Register setzen, Zustandsmaschinen abarbeiten oder Datenpakete zerlegen. Speicher wird selbst verwaltet, Fehler bei Zeigern führen nicht zu einer freundlichen Fehlermeldung, sondern zu Abstürzen oder Sicherheitslücken.

Zum Alltag gehört mehr als Tippen. Anforderungen werden mit Hardwareentwicklern und Testingenieuren geklärt, Code wird in Reviews auseinandergenommen, Fehler werden mit Debugger, Oszilloskop oder Logausgaben eingekreist. In der Automobil- und Medizintechnik kommt Dokumentation hinzu, weil Software nach Normen wie ISO 26262 oder IEC 62304 nachweisbar entwickelt werden muss. Ein Teil der Arbeit besteht darin, fremden Code zu verstehen, der vor zwanzig Jahren ohne Kommentare entstanden ist.

Wie wird man Softwareentwickler C?

Der häufigste Weg führt über ein Studium in Informatik, technischer Informatik, Elektrotechnik oder Mechatronik. Auch die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung öffnet die Tür, oft in Verbindung mit einigen Jahren Praxis in der Embedded-Entwicklung. Quereinstieg ist möglich, aber schwerer als bei Webtechnologien: Arbeitgeber erwarten belegbare Kenntnisse in Zeigerarithmetik, Speicherverwaltung, Toolchains und Hardwarenähe. Eigene Projekte auf Mikrocontrollern, Beiträge zu Open-Source-Projekten oder ein Wechsel aus einer verwandten Ingenieurrolle sind gangbare Wege. Wer aus Java oder Python kommt, braucht Zeit, um sich an manuelle Speicherverwaltung und undefiniertes Verhalten zu gewöhnen.

Was der Beruf verlangt

Geduld und Genauigkeit. Fehler in C sind oft nicht dort, wo sie sich zeigen, und Fehlersuche kann Tage kosten. Wer schnelle Erfolgserlebnisse braucht, wird in stark regulierten Projekten unglücklich, weil zwischen Idee und freigegebener Software Wochen an Tests und Dokumentation liegen. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Homeoffice ist verbreitet, aber nicht überall: Wer Steuergeräte im Labor braucht, sitzt im Betrieb. Vor Produktionsstart oder Zertifizierungsterminen wird es phasenweise eng, Überstunden kommen vor. Englisch ist Pflicht, weil Datenblätter, Normen und Teamkommunikation englisch sind. Verantwortung wiegt schwer, wenn Software in Fahrzeugen oder Medizingeräten läuft.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und weitgehend unabhängig von Modewellen. Embedded-Systeme, Industrieautomatisierung und Fahrzeugelektronik brauchen dauerhaft Leute, die hardwarenah programmieren können, und der Nachwuchs zieht es eher zu Webentwicklung und Datenanalyse. Das erhöht den Wert von Erfahrung. Entwicklungswege führen zur Spezialisierung auf funktionale Sicherheit, IT-Sicherheit, Echtzeitbetriebssysteme oder Treiberentwicklung, alternativ in die Rolle des Softwarearchitekten, in die Teamleitung oder ins Anforderungsmanagement. Rust gewinnt in neuen Projekten Anteile, ersetzt bestehende C-Codebasen aber nur langsam; wer beides beherrscht, steht gut da. Wer über Jahre nur eine einzige Plattform kennt, macht sich vom Arbeitgeber abhängig.

Aufgaben

  • Systemnahe Software in C für Mikrocontroller oder Betriebssysteme schreiben
  • Treiber und Schnittstellen zu Sensoren, Bussen und Peripherie umsetzen
  • Fehler mit Debugger, Logauswertung und Messtechnik eingrenzen
  • Unit- und Integrationstests erstellen und automatisieren
  • Bestehenden Code pflegen, refaktorieren und portieren
  • An Code-Reviews und Architekturabstimmungen teilnehmen
  • Software nach Sicherheits- und Branchennormen dokumentieren
  • Anforderungen mit Hardware- und Testabteilungen klären

Voraussetzungen

  • Studium in Informatik, Elektrotechnik oder eine IT-Ausbildung, alternativ nachweisbare Praxis
  • Sichere Kenntnisse in C, Zeigern und Speicherverwaltung
  • Verständnis von Rechnerarchitektur, Bussystemen und Echtzeitverhalten
  • Umgang mit Versionsverwaltung, Build-Systemen und Debug-Werkzeugen
  • Technisches Englisch für Datenblätter und Normen
  • Sorgfalt und Ausdauer bei langer Fehlersuche

Wo man arbeitet

  • Automobilzulieferer und Fahrzeughersteller
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Medizintechnik- und Messtechnikunternehmen
  • Halbleiter- und Elektronikhersteller
  • IT-Dienstleister und Entwicklungsdienstleister
  • Telekommunikations- und Netzwerkausrüster

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik, technischer Informatik oder Elektrotechnik mit drei bis fünf Jahren Dauer. Ebenso möglich ist die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit anschließender Einarbeitung in die Embedded-Entwicklung. Quereinsteiger überzeugen meist über eigene Hardwareprojekte oder Erfahrung aus einer angrenzenden Ingenieurtätigkeit.

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