Reinigungspersonal
Reinigungskräfte halten Büros, Schulen, Kliniken, Produktionshallen und Wohnanlagen sauber und hygienisch. Die Arbeit ist körperlich, oft in Rand- und Teilzeiten und meist im Auftrag eines Gebäudedienstleisters.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Reinigungspersonal verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.000 € | 2.250 € | 2.450 € | 27.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.250 € | 2.500 € | 2.900 € | 30.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.700 € | 3.200 € | 4.300 € | 38.400 € |
Maßgeblich ist der allgemeinverbindliche Rahmentarifvertrag für das Gebäudereiniger-Handwerk, der Stundenlöhne nach Lohngruppen festlegt; Innenreinigung liegt am unteren Rand, Glas- und Fassadenreinigung sowie Sonderreinigung deutlich darüber. Höhere Werte entstehen vor allem durch Vorarbeiter- und Objektleiterfunktionen, Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit sowie Anstellungen im öffentlichen Dienst nach TVöD; sehr viele Stellen sind Teilzeit, sodass das tatsächliche Monatseinkommen oft niedriger ausfällt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht Reinigungspersonal?
Reinigungskräfte sorgen dafür, dass Gebäude benutzbar bleiben: Böden werden gewischt, gesaugt oder maschinell gereinigt, Sanitärräume desinfiziert, Papierhandtücher und Seife nachgefüllt, Abfälle getrennt und entsorgt, Türklinken und Schreibtische feucht abgewischt. Je nach Objekt kommen Fenster, Treppenhäuser, Aufzugkabinen, Küchen oder Umkleiden hinzu. In Krankenhäusern und Pflegeheimen gilt ein Hygieneplan, der genau vorschreibt, welche Fläche mit welchem Mittel in welcher Reihenfolge behandelt wird. In der Industrie geht es um Maschinenumfelder, Ölrückstände und Späne, in der Sonderreinigung um Bauschlussreinigung, Fassaden, Glas in Höhe oder Reinigung nach Wasser- und Brandschäden.
Gearbeitet wird meist in festen Objektrouten mit vorgegebenen Zeiten pro Fläche. Wer im Team arbeitet, teilt sich Etagen auf; in kleinen Objekten ist man allein unterwegs. Neben dem Putzen gehören Dokumentation, Materialbestellung und die Pflege der Maschinen zum Alltag.
Wie wird man Reinigungskraft?
Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich und erfolgt in der Regel über eine Einarbeitung im Objekt. Verlangt werden meist ein einwandfreies Führungszeugnis, ausreichende Deutschkenntnisse für Sicherheits- und Hygieneanweisungen und Zuverlässigkeit. Für Lebensmittelbetriebe ist eine Belehrung nach Infektionsschutzgesetz nötig, für Kliniken eine Hygieneschulung.
Wer im Beruf weiterkommen will, kann die dreijährige duale Ausbildung zum Gebäudereiniger oder die zweijährige Ausbildung als Fachkraft für Reinigungs- und Hygienetechnik absolvieren. Darauf baut die Meisterprüfung im Gebäudereiniger-Handwerk auf, die zu Objekt- oder Betriebsleitung führt und zur Selbstständigkeit berechtigt. Quereinstieg ist in jedem Alter üblich, viele kommen aus Handel, Gastronomie oder nach einer Familienphase.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich anstrengend: Stehen, Bücken, Heben, immer wiederkehrende Bewegungen mit Wischmop und Sauger. Knie, Rücken und Schultern werden belastet, Hautprobleme durch Feuchtarbeit und Reinigungsmittel sind häufig. Die Zeiten liegen oft früh morgens vor Bürobeginn, abends nach Dienstschluss oder am Wochenende, viele Stellen sind Teilzeit oder auf mehrere Objekte verteilt, was unbezahlte Wegezeiten bedeutet.
Der Zeitdruck ist real, weil Leistungsverzeichnisse eng kalkuliert sind. Dazu kommt geringe Wertschätzung: Reinigungskräfte arbeiten oft unsichtbar und werden von Gebäudenutzern kaum wahrgenommen. Wer damit umgehen kann, findet dafür klare Aufgaben, sichtbare Ergebnisse und meist wenig Bürokratie.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und hoch. Gebäudereinigung ist eine der größten Branchen des Handwerks, Personal fehlt fast überall, Stellen sind kurzfristig zu finden. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, folgt aber einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag, der regelmäßig angehoben wird und deutlich über dem Mindestlohn liegt.
Entwicklungswege führen über Spezialgebiete wie Glas- und Fassadenreinigung, Desinfektion im Gesundheitswesen oder Industriereinigung, die besser bezahlt werden. Wer eine Ausbildung oder den Meister nachholt, kann Vorarbeiter, Objektleiter oder Kalkulator werden oder einen eigenen Betrieb gründen. Für viele ist der Beruf auch ein Einstieg in den Arbeitsmarkt, von dem aus ein Wechsel in Hauswirtschaft, Hausmeisterdienst oder Pflegehilfe möglich ist.
Aufgaben
- Böden saugen, wischen und mit Scheuersaugmaschinen reinigen
- Sanitärbereiche reinigen und desinfizieren, Verbrauchsmaterial nachfüllen
- Oberflächen, Türen, Griffe und Mobiliar feucht abwischen
- Abfälle sammeln, trennen und entsorgen
- Hygienevorgaben und Reinigungspläne einhalten und dokumentieren
- Glas, Fenster und Rahmen im Innen- und Außenbereich reinigen
- Reinigungsmittel dosieren und Geräte pflegen und warten
Voraussetzungen
- kein Schulabschluss zwingend, Einarbeitung erfolgt im Betrieb
- körperliche Belastbarkeit für Stehen, Bücken und Heben
- Zuverlässigkeit und selbstständiges Arbeiten ohne ständige Aufsicht
- Deutschkenntnisse für Sicherheits-, Hygiene- und Dosierungsanweisungen
- Bereitschaft zu Arbeit in Rand- und Wochenendzeiten
- keine Allergien gegen gängige Reinigungsmittel, Hautverträglichkeit
- je nach Einsatzort erweitertes Führungszeugnis oder Hygienebelehrung
Wo man arbeitet
- Gebäudereinigungsunternehmen und Facility-Dienstleister
- Krankenhäuser, Pflegeheime und Arztpraxen
- Büro- und Verwaltungsgebäude
- Schulen, Kitas und öffentliche Einrichtungen
- Industrie- und Produktionsbetriebe
- Hotels und Wohnungsverwaltungen
Der Weg in den Beruf
Der Einstieg ist ungelernt über eine betriebliche Einarbeitung von wenigen Tagen bis Wochen möglich. Wer einen Abschluss will, absolviert die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Reinigungs- und Hygienetechnik oder die dreijährige duale Ausbildung zum Gebäudereiniger. Darauf kann die Meisterprüfung im Gebäudereiniger-Handwerk folgen, die zu Objektleitung und Selbstständigkeit führt.
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- Offene Stellen
- 36
- Monatsbrutto
- 2.200 – 4.400 €
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