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Gastronomie & Tourismus

Reifenmonteur Kfz-Service

Reifenmonteure wechseln, montieren und reparieren Reifen an Pkw, Transportern und Lkw und übernehmen einfache Servicearbeiten in der Kfz-Werkstatt. Die Arbeit ist körperlich fordernd und stark von Saisonspitzen im Frühjahr und Herbst geprägt.

15 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Reifenmonteur Kfz-Service verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.400 € 4.200 € 40.800 €

In tarifgebundenen Betrieben gelten die regionalen Tarifverträge des Kfz-Gewerbes, die je nach Bundesland deutlich auseinanderliegen; viele Reifenfilialen und kleine Werkstätten zahlen frei verhandelt und damit oft weniger. Deutlich mehr verdienen Monteure im Nutzfahrzeugbereich, im Notdienst mit Rufbereitschaft und in Betrieben mit Leistungsprämien in der Saison.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Reifenmonteur im Kfz-Service?

Reifenmonteure nehmen Fahrzeuge an, prüfen Profiltiefe und Reifenalter, lösen Radschrauben, heben das Fahrzeug auf die Hebebühne oder den Wagenheber und wechseln Räder. An der Montiermaschine ziehen sie alte Reifen von der Felge, kontrollieren Ventile und Reifendrucksensoren, montieren neue Reifen und wuchten die Räder auf der Auswuchtmaschine aus. Sie reparieren Pannen mit Pilzstopfen oder Vulkanisierpflaster, wenn der Schaden reparabel ist, und lagern Saisonräder ein, beschriften sie und holen sie zur nächsten Saison wieder heraus.

Dazu kommen weitere Servicearbeiten: Bremsen und Stoßdämpfer beim Radwechsel sichtprüfen, Ölwechsel, Scheibenwischer und Leuchtmittel tauschen, Klimaservice, Achsvermessung vorbereiten. In vielen Betrieben gehört der Kundenkontakt dazu - Termine annehmen, Reifen aus dem Katalog empfehlen, Preise nennen, Arbeitsaufträge im System erfassen. Im Lkw- und Nutzfahrzeugbereich kommt der mobile Pannendienst hinzu, oft am Straßenrand und bei jedem Wetter.

Wie wird man Reifenmonteur?

Der klassische Weg ist die duale Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker, Schwerpunkt Pkw-Technik, dreieinhalb Jahre. Kürzer und direkter ist die zweijährige Ausbildung zum Kraftfahrzeugservicemechaniker oder die dreijährige zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik, die genau auf dieses Arbeitsfeld zugeschnitten ist. Voraussetzung ist in der Regel ein Hauptschulabschluss.

Der Quereinstieg ist in dieser Branche üblich und wird von den großen Reifenketten aktiv betrieben. Angelernte Kräfte starten als Montagehelfer, lernen an der Maschine und bekommen betriebliche Schulungen zu Reifendruckkontrollsystemen, Runflat-Reifen oder Lkw-Montage. Ohne Abschluss bleibt die Bezahlung allerdings am unteren Rand, und der Weg in verantwortlichere Aufgaben ist länger.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit geht in den Rücken, in die Knie und in die Handgelenke. Ein Lkw-Rad wiegt über sechzig Kilogramm, auch Pkw-Räder mit Zwanzig-Zoll-Felgen sind schwer. Gearbeitet wird stehend, gebückt, oft in kalten Hallen mit offenen Toren. Reifengummi riecht, Bremsstaub liegt in der Luft, die Hände sind schwarz.

Entscheidend ist die Saison: In den Wochen des Wechsels auf Winter- und Sommerreifen laufen Betriebe im Akkord, mit Überstunden, Samstagsarbeit und Zeitdruck. Dazwischen ist es ruhiger. Wer im mobilen Notdienst arbeitet, hat Rufbereitschaft und Nachteinsätze. Sorgfalt ist trotz Tempo Pflicht - ein nicht nachgezogenes Rad oder ein falsches Drehmoment kann tödlich enden. Führerschein Klasse B ist praktisch Voraussetzung, für den Nutzfahrzeugbereich oft C oder CE.

Aussichten

Fahrzeuge brauchen Reifen, und der Personalmangel in Kfz-Werkstätten ist erheblich. Wer zuverlässig arbeitet und eine Ausbildung hat, findet ohne lange Suche eine Stelle, besonders bei Reifenketten, Autohäusern und Nutzfahrzeugservices. Die Elektromobilität verändert die Werkstattarbeit, lässt den Reifenbereich aber unangetastet - schwere Elektroautos verschleißen Reifen sogar schneller.

Entwicklungswege führen über die Spezialisierung auf Nutzfahrzeuge, Landmaschinen- oder Industriereifen, über die Filialleitung im Reifenhandel oder über den Meisterbrief im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk mit der Option auf eigenen Betrieb. Auch der Wechsel in den Ersatzteilverkauf oder in die Serviceberatung ist gängig, gerade wenn der Rücken die Montage nicht dauerhaft mitmacht.

Aufgaben

  • Räder demontieren, Reifen von der Felge ziehen und neu montieren
  • Räder auswuchten und Reifendruckkontrollsysteme anlernen
  • Reifenschäden prüfen und mit Pflaster oder Pilzstopfen reparieren
  • Saisonräder einlagern, kennzeichnen und wieder ausgeben
  • Radschrauben mit vorgeschriebenem Drehmoment anziehen
  • Bremsen, Stoßdämpfer und Achsteile sichtprüfen
  • kleine Servicearbeiten wie Öl-, Lampen- und Wischerwechsel
  • Kunden beraten, Aufträge erfassen und Arbeitszeiten dokumentieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung im Kfz-Bereich oder Bereitschaft zum Anlernen
  • körperliche Belastbarkeit, Heben von Lasten über 25 Kilogramm
  • Führerschein Klasse B, für Nutzfahrzeuge C oder CE
  • technisches Verständnis und sorgfältige Arbeitsweise
  • Bereitschaft zu Überstunden und Samstagsarbeit in der Wechselsaison
  • Kundenfreundlichkeit und ausreichende Deutschkenntnisse

Wo man arbeitet

  • Filialen von Reifenhandelsketten
  • Kfz-Werkstätten und Autohäuser
  • Nutzfahrzeug- und Lkw-Servicebetriebe
  • mobiler Reifen- und Pannendienst
  • Fuhrpark- und Speditionswerkstätten
  • Landmaschinen- und Baumaschinenservice

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine duale Ausbildung, entweder zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik in drei Jahren, zum Kraftfahrzeugservicemechaniker in zwei Jahren oder zum Kraftfahrzeugmechatroniker in dreieinhalb Jahren. Abschluss ist jeweils eine Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder IHK. Ein Einstieg als angelernte Kraft mit betrieblichen Schulungen ist in der Branche verbreitet.

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