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Gesundheit & Pflege

Medizinischer Technologe für Radiologie

Medizinische Technologen für Radiologie erstellen Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen, assistieren bei nuklearmedizinischen Untersuchungen und wirken in der Strahlentherapie mit. Sie bedienen die Geräte selbstständig, der Befund bleibt Aufgabe der Ärztin oder des Arztes.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Medizinischer Technologe für Radiologie verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.100 € 3.400 € 3.700 € 40.800 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 3.950 € 4.400 € 47.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 4.700 € 5.600 € 56.400 €

In kommunalen und kirchlichen Kliniken gilt meist der TVöD-K oder die AVR, Einstieg in der Regel in Entgeltgruppe 9a mit festen Stufensprüngen; Universitätskliniken zahlen nach TV-L. Deutlich ins Gewicht fallen Schicht-, Nacht- und Wechselschichtzulagen sowie Rufbereitschaft, während private Praxen ohne Tarifbindung sowohl darunter als auch darüber liegen können.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Medizinischer Technologe für Radiologie?

Medizinische Technologen für Radiologie – bis 2023 hieß der Beruf Medizinisch-technischer Radiologieassistent – arbeiten an den bildgebenden Geräten eines Krankenhauses oder einer Praxis. Sie prüfen die ärztliche Anforderung, klären die Patientin über den Ablauf auf, fragen Vorerkrankungen, Schwangerschaft und Metallimplantate ab, lagern den Körperteil exakt in den Strahlengang und wählen Spannung, Stromstärke und Belichtungszeit oder das passende MRT-Protokoll. Danach beurteilen sie, ob die Aufnahme technisch verwertbar ist, und wiederholen sie notfalls.

Zum Aufgabengebiet gehören konventionelles Röntgen, Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Mammografie und Durchleuchtung, dazu die Nuklearmedizin, in der radioaktive Stoffe vorbereitet und verabreicht werden, sowie die Strahlentherapie, in der Bestrahlungsfelder eingestellt und Behandlungsserien über Wochen begleitet werden. Ein weiterer Teil ist die Qualitätssicherung: Konstanzprüfungen an den Geräten, Dokumentation der Dosiswerte, Kontrolle der eigenen Personendosimeter.

Wie wird man Medizinischer Technologe für Radiologie?

Der Weg führt über eine dreijährige schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, meist an ein Klinikum angebunden. Unterricht in Anatomie, Physik, Strahlenschutz und Gerätekunde wechselt mit praktischen Einsätzen in den Funktionsabteilungen. Seit dem Gesetz über die Berufe in der medizinischen Technologie wird die Ausbildung durchgehend vergütet und endet mit einer staatlichen Prüfung. Vorausgesetzt wird in der Regel die mittlere Reife, viele Schulen nehmen auch Bewerber mit Hauptschulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung. Ein Quereinstieg ohne diese Qualifikation ist nicht möglich, weil die Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen gesetzlich geregelt ist. Wer aus der Pflege oder aus einem MFA-Beruf kommt, muss die Ausbildung vollständig durchlaufen, bringt aber Routine im Umgang mit Patienten mit.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist technisch anspruchsvoll und gleichzeitig körperlich: Patienten werden umgelagert, schwere Bleischürzen getragen, Untersuchungstische geschoben. In Kliniken mit Notaufnahme gehören Schichtdienst, Wochenenden, Nächte und Rufbereitschaft dazu. Der Takt ist hoch, in der CT-Diagnostik folgen Untersuchungen im Zehn-Minuten-Rhythmus, während parallel Polytraumen angekündigt werden. Belastend sind auch die Inhalte – Unfallverletzte, onkologische Patienten, Kinder, die stillhalten sollen.

Strahlenschutz ist Alltagsdisziplin und keine Formalie: Abstand, Abschirmung, Dosimeter, jährliche Unterweisung. Die Restexposition bleibt bei korrekter Arbeitsweise gering, wer damit nicht leben kann, ist im Beruf falsch. Fehler bei Lagerung oder Protokollwahl fallen sofort auf und kosten Zeit und Dosis.

Aussichten

Der Bedarf ist hoch und steigt weiter, weil Bildgebung in fast jeder Diagnostik vorkommt und Geräte rund um die Uhr laufen sollen. Viele Abteilungen finden kaum Personal, offene Stellen bleiben lange unbesetzt, wodurch die Verhandlungsposition gut ist. Spezialisierungen sind über Fachweiterbildungen möglich, etwa in Kardio-MRT, interventioneller Radiologie, Mammadiagnostik oder Dosimetrie. Wer sich für Organisation interessiert, kann leitender MTR einer Abteilung werden; andere gehen in die Applikationsberatung und den Vertrieb der Geräteindustrie, in die Medizinphysik oder in die Lehre an den Berufsfachschulen. Künstliche Intelligenz verändert die Befundung, nicht aber die Durchführung der Untersuchung am Menschen.

Aufgaben

  • Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen selbstständig durchführen
  • Patienten aufklären, befragen und exakt lagern
  • Aufnahmeparameter und Untersuchungsprotokolle wählen
  • Bildqualität prüfen und Aufnahmen bei Bedarf wiederholen
  • radioaktive Präparate für nuklearmedizinische Diagnostik vorbereiten
  • Bestrahlungsfelder in der Strahlentherapie einstellen und Serien begleiten
  • Konstanzprüfungen, Dosisdokumentation und Gerätekontrollen erledigen
  • bei Kontrastmittelgabe und Notfallsituationen assistieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Medizinischer Technologe für Radiologie mit staatlicher Prüfung
  • mittlere Reife oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
  • Kenntnisse im Strahlenschutz und Bereitschaft zur jährlichen Unterweisung
  • technisches Verständnis und Sorgfalt bei Geräteeinstellungen
  • körperliche Belastbarkeit zum Umlagern von Patienten und Tragen von Bleischürzen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Rufbereitschaftsdienst
  • ruhiger Umgang mit ängstlichen und schwer erkrankten Menschen

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Universitätskliniken
  • radiologische Praxen und Medizinische Versorgungszentren
  • nuklearmedizinische Abteilungen
  • strahlentherapeutische Zentren
  • Screening-Einheiten für Mammografie
  • Medizintechnikhersteller in Applikation und Vertrieb

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule für medizinische Technologie, meist an einem Klinikum. Theorieblöcke und praktische Einsätze in Röntgen, CT, MRT, Nuklearmedizin und Strahlentherapie wechseln sich ab, die Ausbildung wird vergütet. Sie endet mit der staatlichen Prüfung und der Berufsbezeichnung Medizinischer Technologe für Radiologie.

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