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Marketing & Kommunikation

Marketing

Im Marketing wird geplant, wie ein Unternehmen seine Produkte und Leistungen bekannt macht und verkauft. Die Arbeit reicht von Kampagnen und Texten über Website und Social Media bis zur Auswertung von Zahlen.

17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Marketing verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 4.300 € 5.300 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 6.000 € 8.500 € 72.000 €

Marketing ist überwiegend nicht tarifgebunden, die Spanne ist entsprechend weit: Industrie, Pharma und Software zahlen deutlich mehr als Agenturen, Handel, Verbände oder gemeinnützige Träger. In tarifgebundenen Unternehmen richtet sich die Vergütung nach dem jeweiligen Branchentarif, im öffentlichen Dienst nach TVöD, meist Entgeltgruppe 9b bis 13.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man im Marketing?

Marketing bündelt alle Tätigkeiten, mit denen ein Unternehmen seine Angebote sichtbar macht und Nachfrage erzeugt. Der Alltag besteht aus Planung, Umsetzung und Kontrolle: Kampagnen werden konzipiert und budgetiert, Texte für Website, Newsletter und Anzeigen geschrieben, Bilder und Videos mit Agenturen oder Freelancern abgestimmt, Social-Media-Kanäle bespielt, Messeauftritte organisiert. Ein großer Teil der Arbeit findet am Bildschirm statt: Content-Management-Systeme, Newsletter-Tools, Google Ads, Meta Business Suite, Analyse-Werkzeuge, Excel-Tabellen mit Klickzahlen, Kosten pro Anfrage und Umsatzzuordnung.

Je größer das Unternehmen, desto stärker die Spezialisierung. In Konzernen gibt es getrennte Rollen für Performance Marketing, Content, Brand, Produktmarketing, CRM und Marktforschung. In kleinen und mittleren Betrieben macht eine Person alles, oft zusammen mit Vertriebsunterstützung und Öffentlichkeitsarbeit. Abstimmung ist ein ständiger Begleiter: mit Vertrieb, Produktentwicklung, Geschäftsführung, Agenturen und Rechtsabteilung.

Wie kommt man ins Marketing?

Der häufigste Weg ist ein Studium: Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, Kommunikations- oder Medienwissenschaft, Wirtschaftspsychologie oder Digital Business, als Bachelor sechs bis sieben Semester. Auch ein duales Studium bei einem Unternehmen ist verbreitet. Ohne Studium führen Ausbildungen wie Kaufmann für Marketingkommunikation, Kaufmann für E-Commerce oder Mediengestalter Digital und Print in das Feld, ergänzt um eine Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt.

Marketing ist ein klassisches Quereinsteigerfeld. Wer aus Journalismus, Grafik, Vertrieb oder Eventorganisation kommt, bringt oft genau die Fähigkeiten mit, die gebraucht werden. Entscheidend sind Arbeitsproben: veröffentlichte Texte, eine betreute Website, Kampagnen mit nachweisbaren Zahlen. Praktika und Werkstudentenstellen sind der übliche Einstieg, und die Konkurrenz um diese Plätze ist groß, weil das Feld als attraktiv gilt.

Was der Beruf verlangt

Marketing steht permanent unter Rechtfertigungsdruck. Anders als der Vertrieb kann die Abteilung ihren Beitrag zum Umsatz selten eindeutig belegen, und in Sparrunden wird das Marketingbudget häufig zuerst gekürzt. Wer schlecht mit Zahlen umgeht oder Kritik an der eigenen Arbeit persönlich nimmt, hat es schwer.

Die Arbeitszeiten sind meist regulär, ballen sich aber vor Produkteinführungen, Messen und Kampagnenstarts, dann werden Abende und gelegentlich Wochenenden fällig. Fachlich veraltet Wissen schnell: Plattformen, Algorithmen und Datenschutzregeln ändern sich, Nachlernen gehört dauerhaft dazu. In Agenturen ist der Takt härter als in Unternehmen, mit mehreren Kunden parallel und knappen Fristen. Kreativität allein reicht nicht; ohne Bereitschaft zu Auswertung, Dokumentation und Detailarbeit wird die Arbeit unbefriedigend.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, verteilt sich aber ungleich. Gesucht werden vor allem Menschen mit messbaren Fähigkeiten: bezahlte Kampagnen steuern, Suchmaschinenoptimierung, Marketing-Automatisierung, Datenauswertung. Rein konzeptionelle oder textlastige Einstiegsstellen sind seltener geworden, auch weil Textgenerierung durch KI-Werkzeuge Routinearbeit übernimmt. Wer diese Werkzeuge beherrscht und ihre Ergebnisse fachlich bewerten kann, ist im Vorteil.

Entwicklungswege führen in die Teamleitung, in die Leitung einer Marketingabteilung oder in eine tiefe Spezialisierung. Aus dem Feld heraus wechseln viele in Produktmanagement, Vertrieb oder in die Selbstständigkeit als Beraterin oder Beraterin für einzelne Kanäle. Branchen mit hohem Wettbewerbsdruck zahlen deutlich besser als der öffentliche oder gemeinnützige Sektor.

Aufgaben

  • Kampagnen konzipieren, planen und Budgets überwachen
  • Texte für Website, Newsletter, Anzeigen und Social Media erstellen
  • Agenturen, Fotografen und Freelancer briefen und steuern
  • Zielgruppen, Wettbewerb und Markttrends analysieren
  • Kennzahlen wie Reichweite, Klickrate und Kosten pro Anfrage auswerten
  • Messen, Events und Produkteinführungen organisieren
  • Website und Onlineshop inhaltlich pflegen
  • Mit Vertrieb und Produktentwicklung Botschaften abstimmen

Voraussetzungen

  • Studium in BWL, Kommunikation oder Medien oder kaufmännische Ausbildung mit Marketingbezug
  • Sicheres Schreiben und Gefühl für Sprache
  • Umgang mit Analyse- und Kampagnentools, gute Excel-Kenntnisse
  • Verständnis für Zahlen und Bereitschaft, Ergebnisse zu belegen
  • Englisch für Fachliteratur, Tools und internationale Abstimmung
  • Grundkenntnisse in Urheber-, Wettbewerbs- und Datenschutzrecht
  • Belastbarkeit in Phasen mit engen Fristen

Wo man arbeitet

  • Marketingabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • Werbe-, Digital- und PR-Agenturen
  • E-Commerce-Unternehmen und Onlineshops
  • Dienstleister, Banken und Versicherungen
  • Verbände, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen
  • Selbstständige Tätigkeit als Beraterin oder Berater

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft mit Marketingschwerpunkt, Kommunikations- oder Medienwissenschaft, in der Regel sechs bis sieben Semester, oft als duales Studium mit Praxisphasen im Unternehmen. Alternativ führt eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder für E-Commerce in den Beruf, ergänzt um eine Weiterbildung zum Fachwirt. Quereinstieg ist möglich, wenn Arbeitsproben und Kampagnenergebnisse vorliegen.

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