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Handwerk & Produktion

Landmaschinenmechaniker

Land- und Baumaschinenmechatroniker warten und reparieren Traktoren, Mähdrescher, Melkanlagen und Baumaschinen. Sie arbeiten in der Werkstatt und im Außendienst direkt auf Höfen und Baustellen.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Landmaschinenmechaniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 4.000 € 4.900 € 48.000 €

Entscheidend sind Region, Betriebsgröße und ob der Betrieb dem Tarifvertrag des Kraftfahrzeuggewerbes bzw. des Metallhandwerks folgt; viele kleinere Werkstätten zahlen frei verhandelt. Überstunden, Notdienstpauschalen und Außendienstzulagen erhöhen das reale Einkommen in der Saison deutlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Landmaschinenmechaniker?

Ein Landmaschinenmechaniker – heute offiziell Land- und Baumaschinenmechatroniker – hält die Technik in Gang, mit der Landwirte und Baubetriebe arbeiten. Das reicht vom 20 Jahre alten Traktor mit rein mechanischer Einspritzpumpe bis zum Mähdrescher mit Lenkautomatik, Ertragskartierung und mehreren Steuergeräten im CAN-Bus. Zum Alltag gehören Ölwechsel und Inspektionen, das Zerlegen von Getrieben und Achsen, das Instandsetzen von Hydraulikzylindern und Pumpen, das Schweißen gerissener Rahmen und Anbaugeräte, das Prüfen von Bremsen und Beleuchtung sowie die Fehlersuche an Elektrik und Elektronik mit Diagnosegerät und Laptop.

Ein großer Teil der Arbeit findet nicht in der Werkstatt statt. Wenn mitten in der Ernte ein Häcksler ausfällt, fährt der Monteur mit dem Servicewagen aufs Feld und repariert dort, wo die Maschine steht – bei Hitze, Regen oder Dunkelheit. Dazu kommen Vorführungen und Inbetriebnahmen neuer Maschinen, die Einweisung der Kunden und die Dokumentation der Arbeitszeiten und Ersatzteile für die Rechnung.

Wie wird man Landmaschinenmechaniker?

Über eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker im Handwerk. Betriebe stellen überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein, ein guter Hauptschulabschluss reicht in vielen Regionen ebenfalls. Wichtig sind Mathematik und Physik, weil Hydraulik, Elektrik und Kraftübertragung rechnerisch verstanden werden müssen. Nach der Gesellenprüfung folgen Herstellerschulungen zu einzelnen Marken und Systemen, die über die Jahre einen erheblichen Teil der Qualifikation ausmachen.

Quereinstiege gelingen am ehesten aus verwandten Metall- und Kfz-Berufen, etwa als Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeuge, Industriemechaniker oder Baumaschinenschlosser. Wer aus der Landwirtschaft kommt und Maschinenerfahrung hat, findet oft eine verkürzte Ausbildung. Ohne fachliche Grundlage ist der Einstieg als Helfer möglich, führt aber ohne Abschluss selten zu Diagnose- und Kundendiensttätigkeiten.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd. Bauteile sind schwer, Zugänge eng, viel wird über Kopf oder in gebückter Haltung geschraubt. Öl, Fett, Staub, Silageresten und Kälte gehören dazu, Lärm ebenso. Die Arbeitszeiten folgen dem landwirtschaftlichen Jahr: In der Ernte und im Frühjahr sind Überstunden, Wochenend- und Notdienste die Regel, im Winter ist es ruhiger und wird an Maschinen in der Werkstatt überholt. Wer Kundendienst fährt, braucht Führerschein, Selbstständigkeit und Geduld mit Betriebsleitern, die unter Zeitdruck stehen. Schwer fällt vielen die Bandbreite: Man muss mechanisch, hydraulisch, elektrisch und softwareseitig gleichzeitig sattelfest sein und sich ständig auf neue Herstellersysteme einstellen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil hoch. Viele Händler und Lohnunternehmen suchen dauerhaft Fachkräfte, besonders im ländlichen Raum, und die Zahl der Ausbildungsabsolventen deckt den Bedarf nicht. Maschinen werden teurer und komplexer, entsprechend wächst der Wert von Diagnosekompetenz. Entwicklungswege führen über den Servicetechniker mit Markenspezialisierung, den Werkstattleiter, den Kundendienstberater oder den Verkauf. Mit der Meisterprüfung sind Ausbildung, technische Leitung und ein eigener Betrieb möglich; ein Teil der Absolventen wechselt auch zu Herstellern in Anwendungstechnik oder Schulung.

Aufgaben

  • Traktoren, Mähdrescher und Anbaugeräte warten und inspizieren
  • Getriebe, Achsen und Motoren zerlegen und instand setzen
  • Hydraulikanlagen prüfen, Schläuche und Zylinder erneuern
  • Fehler in Elektrik und Elektronik mit Diagnosegerät suchen
  • Reparaturen im Außendienst auf Höfen, Feldern und Baustellen
  • Rahmen und Bauteile schweißen und aufarbeiten
  • Neue Maschinen in Betrieb nehmen und Kunden einweisen
  • Arbeitszeiten und verbaute Ersatzteile dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker oder vergleichbarer Metall-/Kfz-Beruf
  • Technisches Verständnis für Mechanik, Hydraulik und Elektronik
  • Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Arbeit im Freien
  • Führerschein Klasse B, häufig T oder CE erwünscht
  • Bereitschaft zu Überstunden und Notdiensten in der Erntezeit
  • Umgang mit Diagnosesoftware und Bereitschaft zu Herstellerschulungen

Wo man arbeitet

  • Landmaschinenhandel mit angeschlossener Werkstatt
  • Freie Fachwerkstätten für Land- und Baumaschinen
  • Lohnunternehmen und Maschinenringe
  • Große landwirtschaftliche Betriebe mit eigener Werkstatt
  • Kommunale Bauhöfe und Baumaschinenvermieter
  • Hersteller im technischen Kundendienst

Der Weg in den Beruf

Der Regelweg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker in einem Handwerksbetrieb mit Berufsschule. Sie endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Danach folgen meist markenbezogene Herstellerschulungen, später sind Servicetechniker-Lehrgänge oder die Meisterprüfung möglich.

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