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Gesundheit & Pflege

Krankenschwester mit Firmenwagen

Pflegefachkraft im ambulanten Dienst, die Patientinnen und Patienten zu Hause versorgt und dafür einen Dienstwagen gestellt bekommt. Die Tour führt täglich zu zehn bis fünfzehn Haushalten, die Pflege findet in fremden Wohnungen statt.

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Gehalt

Was man als Krankenschwester mit Firmenwagen verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.800 € 4.300 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.300 € 5.200 € 51.600 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: Träger nach TVöD-P, AVR Caritas oder AVR Diakonie zahlen deutlich mehr als kleine private Pflegedienste, die oft nur den Pflegemindestlohn plus etwas Aufschlag bieten. Zulagen für Wochenend-, Feiertags- und Nachtdienste machen im Monat einen erheblichen Unterschied und sind in diesen Werten nicht enthalten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Krankenschwester mit Firmenwagen?

Der Zusatz "mit Firmenwagen" steht in Stellenanzeigen fast immer für einen Arbeitsplatz in der ambulanten Pflege. Die Pflegefachkraft fährt eine festgelegte Tour ab und versorgt Menschen in deren eigener Wohnung. Zum Einsatz gehören Grundpflege wie Waschen, Anziehen und Mobilisieren, Behandlungspflege wie Insulingaben, Wundversorgung, Kompressionsverbände, Katheter- und Portpflege sowie das Stellen und Kontrollieren von Medikamenten. Dazu kommt die Beobachtung des Zustands: Blutdruck, Blutzucker, Gewicht, Hautveränderungen, Anzeichen von Verwirrtheit oder Verschlechterung. Jeder Einsatz wird dokumentiert, meist digital über ein Tablet oder Diensthandy.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit ist Gespräch und Absprache: mit Angehörigen, mit Hausärzten, mit Apotheken und Sanitätshäusern. Bei vielen Patientinnen und Patienten ist die Pflegekraft der einzige Mensch, der an diesem Tag vorbeikommt.

Wie wird man Krankenschwester mit Firmenwagen?

Voraussetzung ist die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, seit 2020 als generalistische Ausbildung mit staatlicher Prüfung. Wer die frühere Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin abgeschlossen hat, ist gleichgestellt. Der Zugang ist mit mittlerem Schulabschluss möglich, teils auch mit Hauptschulabschluss plus abgeschlossener Berufsausbildung. Ein Pflegestudium ist möglich, für die ambulante Praxis aber nicht erforderlich.

Ein Führerschein der Klasse B ist zwingend, weil ohne ihn keine Tour gefahren werden kann. Quereinstieg direkt in die Fachkraftrolle gibt es nicht; wer aus einem anderen Beruf kommt, absolviert die Ausbildung, oft in verkürzter Form bei einschlägiger Vorerfahrung. Pflegehilfskräfte können nach ein- oder zweijähriger Assistenzausbildung ebenfalls in der ambulanten Pflege arbeiten, dürfen dann aber keine Behandlungspflege übernehmen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd. Umlagern und Mobilisieren finden in Wohnungen statt, die nicht dafür gebaut sind: enge Bäder, niedrige Betten, Treppenhäuser ohne Aufzug. Rückenprobleme sind verbreitet. Der Dienst beginnt oft um sechs Uhr, es gibt Spätdienste, Wochenend- und Feiertagseinsätze. Die Touren sind knapp getaktet, Verspätung durch Staus, Parkplatzsuche oder einen Notfall bei einem Patienten verschiebt den ganzen Tag.

Der Dienstwagen ist eine echte Entlastung, ersetzt aber keine bessere Bezahlung und ist meist nicht privat nutzbar. Hinzu kommt die Belastung durch Nähe: Sterben, Demenz, Vernachlässigung und schwierige familiäre Verhältnisse gehören zum Alltag. Wer alleine unterwegs ist, trägt Entscheidungen im Moment selbst, ohne Team im Nebenzimmer. Zuverlässigkeit, Selbstorganisation und die Fähigkeit, in fremden Wohnungen respektvoll aufzutreten, sind unverzichtbar.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird weiter steigen, weil immer mehr Menschen zu Hause versorgt werden wollen. Pflegedienste suchen dauerhaft Fachkräfte, Stellen sind praktisch überall zu finden, Teilzeit und feste Tourenmodelle sind gut verhandelbar. Weiterbildungen führen in die Palliativ- oder Wundversorgung, zur Pflegeberatung nach Paragraf 45 SGB XI, zur Praxisanleitung oder in die Pflegedienstleitung. Manche gründen später einen eigenen ambulanten Dienst. Die Kehrseite der guten Aussichten ist der Personalmangel selbst: er sorgt für Überstunden, kurzfristige Einsprünge und volle Touren.

Aufgaben

  • Grundpflege in der Wohnung der Patienten übernehmen
  • Wunden versorgen, Verbände und Kompressionsstrümpfe wechseln
  • Medikamente stellen, Insulin und Injektionen verabreichen
  • Vitalwerte und Blutzucker kontrollieren und Veränderungen melden
  • Einsätze digital dokumentieren und Leistungen erfassen
  • Angehörige anleiten und beraten
  • mit Hausärzten, Apotheken und Sanitätshäusern abstimmen
  • die Tagestour planen und den Dienstwagen fahren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachfrau, Pflegefachmann oder Gesundheits- und Krankenpflegerin
  • Führerschein Klasse B
  • körperliche Belastbarkeit, besonders für Rücken und Knie
  • Bereitschaft zu Früh-, Spät-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • selbstständiges Arbeiten und verlässliche Zeitplanung
  • Einfühlungsvermögen im Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden
  • Grundkenntnisse im Umgang mit Tablet oder Dokumentations-App

Wo man arbeitet

  • ambulante Pflegedienste
  • Sozialstationen kirchlicher Träger
  • Intensivpflegedienste für die Versorgung zu Hause
  • Palliativ- und Hospizdienste
  • Anbieter von Wund- oder Beatmungspflege

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt über die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann in Theorie an einer Pflegeschule und Praxis in Kliniken, Heimen und ambulanten Diensten. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung und ist während der gesamten Dauer vergütet. Für die ambulante Tour kommt lediglich der Führerschein Klasse B hinzu.

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Offene Stellen
100
Monatsbrutto
3.600 – 7.000 €

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