IT-Security Consultant
IT-Security Consultants prüfen die IT-Sicherheit von Unternehmen, decken Schwachstellen auf und entwickeln Schutzkonzepte. Sie beraten Kunden bei Technik, Prozessen und der Einhaltung von Normen wie ISO 27001.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als IT-Security Consultant verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.500 € | 5.300 € | 54.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 5.000 € | 6.200 € | 7.500 € | 74.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 7.000 € | 8.500 € | 11.000 € | 102.000 € |
Am stärksten wirken Arbeitgebertyp und Spezialisierung: große Beratungshäuser, Banken und Versicherungen zahlen deutlich über Mittelstand und öffentlichem Dienst, wo der TVöD beziehungsweise TV-L die Spanne nach oben begrenzt. Zertifizierungen wie OSCP oder CISSP, Reisebereitschaft und variable Bonusanteile machen bei frei verhandelten Verträgen mehrere hundert Euro monatlich aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein IT-Security Consultant?
IT-Security Consultants beurteilen, wie gut ein Unternehmen gegen Angriffe auf seine IT geschützt ist, und arbeiten daran, die Lücken zu schließen. Der Alltag hängt stark von der Spezialisierung ab. Technisch orientierte Beraterinnen und Berater führen Schwachstellenscans und Penetrationstests durch, prüfen Firewall-Regeln, Cloud-Konfigurationen und Active-Directory-Berechtigungen, lesen Quellcode auf Sicherheitsfehler und schreiben anschließend Berichte, in denen jeder Fund mit Risikoeinschätzung und Gegenmaßnahme dokumentiert ist. Wer im Bereich Governance, Risk und Compliance arbeitet, erstellt Sicherheitsrichtlinien, führt Risikoanalysen durch, begleitet Unternehmen durch ISO-27001-Zertifizierungen oder BSI-Grundschutz-Audits und prüft Dienstleister. Dazu kommen Workshops mit Fachabteilungen, Schulungen für Mitarbeitende und die Mitarbeit an Notfallplänen. Wenn ein Angriff bereits stattgefunden hat, sind Consultants oft im Incident Response gefragt: Systeme forensisch untersuchen, Angriffswege rekonstruieren, den Wiederaufbau begleiten.
Ein großer Teil der Arbeit ist Kommunikation. Ergebnisse müssen so aufbereitet werden, dass Administratoren damit arbeiten können und Geschäftsführungen die Tragweite verstehen. Präsentationen, Angebotsmitarbeit und Projektdokumentation nehmen mehr Zeit ein, als viele erwarten.
Wie wird man IT-Security Consultant?
Der häufigste Weg ist ein Studium der Informatik, IT-Sicherheit, Wirtschaftsinformatik oder Nachrichtentechnik. Ebenso verbreitet ist der Einstieg über eine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Praxis in der Systemadministration oder im Netzbetrieb. Quereinstiege gelingen vor allem aus benachbarten IT-Rollen heraus, seltener ohne technische Vorerfahrung. Zertifizierungen spielen eine große Rolle: OSCP für offensive Tätigkeiten, CISSP und CISM für strategische Aufgaben, ISO-27001-Lead-Auditor für Auditarbeit. Viele Beratungshäuser stellen Einsteiger ein und bauen sie über interne Trainings, Mentoring und Zertifikatsprogramme auf.
Was der Beruf verlangt
Das Fachgebiet verändert sich schnell. Wer nicht regelmäßig privat oder in Weiterbildung nachlegt, verliert innerhalb weniger Jahre den Anschluss. In klassischen Beratungshäusern gehört Reisetätigkeit dazu, teils mit mehreren Tagen pro Woche beim Kunden, auch wenn Remote-Anteile deutlich gestiegen sind. Projektarbeit bedeutet Termindruck, parallele Mandate und Berichte, die am Wochenende fertig werden müssen. Bei Sicherheitsvorfällen ist Bereitschaft gefragt, gelegentlich nachts oder an Feiertagen. Zudem verlangt der Beruf Frustrationstoleranz: Erkannte Risiken werden aus Kosten- oder Politikgründen nicht behoben, dieselben Schwachstellen finden sich beim Folgeauftrag wieder. Wer nur programmieren oder basteln will und Kundenkontakt meidet, ist in der Beratung falsch. Verlangt werden außerdem sehr gutes Englisch, saubere Dokumentation und in vielen Projekten ein einwandfreies Führungszeugnis oder eine Sicherheitsüberprüfung.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und wird durch NIS2, den Cyber Resilience Act und steigende Angriffszahlen weiter getrieben, auch im Mittelstand und in Behörden. Offene Stellen bleiben oft monatelang unbesetzt, was die Verhandlungsposition erfahrener Fachkräfte stärkt. Entwicklungswege führen in die fachliche Spezialisierung, etwa Cloud Security, OT-Sicherheit oder digitale Forensik, oder in die Projekt- und Teamleitung bis zur Partnerebene in Beratungen. Viele wechseln nach einigen Jahren auf Unternehmensseite als Security Architect oder Informationssicherheitsbeauftragter, wo die Reisetätigkeit entfällt. Selbstständige Beratung ist etabliert und gut vergütet, verlangt aber ein belastbares Netzwerk.
Aufgaben
- Sicherheitsarchitekturen, Netzwerke und Cloud-Umgebungen auf Schwachstellen prüfen
- Penetrationstests planen, durchführen und auswerten
- Risikoanalysen und Sicherheitskonzepte für Kunden erstellen
- Unternehmen bei ISO-27001-Zertifizierungen und BSI-Grundschutz begleiten
- Prüfberichte mit Risikobewertung und Maßnahmenempfehlungen schreiben
- Ergebnisse gegenüber Administratoren und Geschäftsführung präsentieren
- Bei Sicherheitsvorfällen Angriffswege analysieren und Wiederanlauf unterstützen
- Schulungen und Awareness-Workshops für Mitarbeitende durchführen
Voraussetzungen
- Studium in Informatik, IT-Sicherheit oder Wirtschaftsinformatik oder gleichwertige IT-Berufserfahrung
- Fundierte Kenntnisse in Netzwerken, Betriebssystemen und Cloud-Plattformen
- Verständnis von Normen und Regulierung wie ISO 27001, BSI IT-Grundschutz, DSGVO, NIS2
- Sehr gute Englischkenntnisse und die Fähigkeit, technische Sachverhalte verständlich zu erklären
- Bereitschaft zu Reisetätigkeit und gelegentlicher Rufbereitschaft
- Sorgfalt bei der Dokumentation und Diskretion im Umgang mit Kundendaten
- Für viele Projekte einwandfreies Führungszeugnis oder Sicherheitsüberprüfung
Wo man arbeitet
- IT-Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
- Spezialisierte IT-Security-Dienstleister
- Interne Sicherheitsabteilungen großer Unternehmen
- Banken, Versicherungen und Industriekonzerne
- Behörden und öffentliche IT-Dienstleister
- Selbstständige Beratungstätigkeit
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik oder IT-Sicherheit mit drei bis fünf Jahren Dauer, gefolgt vom Einstieg als Junior Consultant. Alternativ führt der Weg über eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und mehrere Jahre Praxis in Administration oder Netzbetrieb. Zertifizierungen wie OSCP, CISSP, CISM oder ISO-27001-Lead-Auditor werden berufsbegleitend erworben und sind für die Weiterentwicklung entscheidend.
Offene Stellen als IT-Security Consultant
In der Suche fortsetzen
IT-Security Consultant (m/w/d)
IT-Security Consultant (m/w/d) – Cisco
Passend dazu im Ratgeber
- Bildschirmarbeitsplatz einrichten: die Reihenfolge Ein Bildschirmarbeitsplatz wird von unten nach oben eingerichtet: erst der Stuhl, dann der...
- Bürostuhl kaufen: woran man einen guten erkennt Ein Bürostuhl trägt acht Stunden am Tag. Welche Prüfzeichen etwas aussagen, welche fünf Ei...
- Das Vorstellungsgespräch: Vorbereitung und die üblichen Fragen Die meisten Fragen im Vorstellungsgespräch sind vorhersehbar. Was sich vorher klären lässt...