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IT & Software

IT-Security Administrator

IT-Security-Administratoren betreiben und überwachen die Sicherheitstechnik eines Unternehmens: Firewalls, VPN, Virenschutz, Zugriffsrechte und Protokollauswertung. Sie erkennen Angriffe, schließen Schwachstellen und reagieren auf Sicherheitsvorfälle.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als IT-Security Administrator verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.800 € 4.400 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.900 € 5.800 € 58.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.200 € 6.300 € 8.000 € 75.600 €

Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Banken, Versicherungen, Industriekonzerne und spezialisierte Security-Dienstleister zahlen deutlich mehr als kleine Mittelständler oder Vereine. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD beziehungsweise TV-L, meist Entgeltgruppe 10 bis 12, mit engerer Spanne und geringerem Spitzenwert, dafür kommen Rufbereitschafts- und Schichtzulagen hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein IT-Security Administrator?

IT-Security-Administratoren sorgen dafür, dass die IT eines Unternehmens gegen Angriffe von außen und Fehlverhalten von innen abgesichert ist. Der Alltag besteht aus Betrieb und Kontrolle: Firewall-Regeln anlegen und aufräumen, VPN-Zugänge für Standorte und Homeoffice einrichten, Endpoint-Schutz auf Servern und Notebooks ausrollen, Benutzerkonten und Berechtigungen im Active Directory oder in Entra ID verwalten, Mehrfaktor-Authentisierung durchsetzen.

Dazu kommt die Überwachung. Aus Firewalls, Servern, Proxys und Anwendungen laufen Protokolldaten in ein SIEM-System, das Meldungen erzeugt. Ein großer Teil davon sind Fehlalarme, die trotzdem geprüft und die Regeln nachgeschärft werden müssen. Bleibt eine Meldung übrig, beginnt die Analyse: Welches Konto, welcher Rechner, welche Verbindung, wie weit ist der Angreifer gekommen. Im Vorfall werden Systeme isoliert, Passwörter zurückgesetzt, Backups geprüft und der Ablauf dokumentiert. Schwachstellenscans, Patchstände nachhalten, Ergebnisse von Penetrationstests abarbeiten und Anwender aufklären gehören ebenso dazu wie das Schreiben von Richtlinien und die Mitarbeit bei Audits und Zertifizierungen.

Wie wird man IT-Security Administrator?

Der häufigste Weg führt über die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration, drei Jahre im dualen System, danach einige Jahre in der Systemadministration und dann der Wechsel in die Sicherheit. Ebenso verbreitet ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines IT-Sicherheitsstudiengangs. Direkteinstiege als Junior gibt es, meist aber wird Erfahrung mit Netzwerken, Windows- und Linux-Servern erwartet, weil man nur schützen kann, was man versteht.

Quereinstieg aus benachbarten IT-Rollen ist üblich und funktioniert gut. Herstellerzertifikate zu Firewalls und Cloud-Plattformen sowie Prüfungen wie CompTIA Security+, CISSP oder Nachweise nach ISO 27001 werden von Arbeitgebern häufig verlangt oder bezahlt. Ohne IT-Vorerfahrung ist der Einstieg dagegen schwer; reine Zertifikatskurse ersetzen die Praxis nicht.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend Bürotätigkeit am Bildschirm, oft mit Homeoffice-Anteil. Belastend sind Rufbereitschaft und die Unplanbarkeit: Ein Verschlüsselungstrojaner richtet sich nicht nach Arbeitszeiten, und ein größerer Vorfall bedeutet Nächte und Wochenenden. Dazu kommt ein Grundrauschen an Konflikten, weil Sicherheitsmaßnahmen Abläufe umständlicher machen und Fachabteilungen Ausnahmen wollen. Wer Widerspruch schlecht erträgt, tut sich hier schwer.

Gefordert sind Genauigkeit, Geduld bei der Protokollanalyse und die Bereitschaft, sich dauerhaft weiterzubilden, weil Angriffstechniken und Produkte sich schnell ändern. Englisch ist Pflicht, schon weil Dokumentation und Fachmeldungen kaum auf Deutsch erscheinen. Dokumentieren und Berichte schreiben nehmen mehr Zeit ein, als viele erwarten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil. Meldepflichten, Vorgaben aus NIS-2, Anforderungen von Versicherern und die Zunahme von Ransomware-Angriffen zwingen auch mittelständische Betriebe dazu, Stellen in der IT-Sicherheit zu schaffen. Wechsel gelingen meist ohne lange Suche.

Entwicklungswege führen in die Spezialisierung, etwa Vorfallbearbeitung, Forensik, Cloud-Sicherheit oder Penetrationstests, oder in die steuernde Rolle als Information Security Officer, Auditor und Berater. Wer Personalverantwortung übernehmen will, landet in der Leitung eines Security-Teams oder eines Security Operations Center.

Aufgaben

  • Firewalls, VPN-Zugänge und Netzsegmentierung konfigurieren und pflegen
  • Meldungen aus SIEM- und Monitoring-Systemen prüfen und bewerten
  • Benutzerkonten, Berechtigungen und Mehrfaktor-Authentisierung verwalten
  • Schwachstellenscans durchführen und Patchstände nachhalten
  • Sicherheitsvorfälle analysieren, eindämmen und dokumentieren
  • Endpoint-Schutz und Verschlüsselung ausrollen und überwachen
  • Sicherheitsrichtlinien schreiben und bei Audits mitarbeiten
  • Beschäftigte zu Phishing und sicherem Verhalten schulen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene IT-Ausbildung oder Informatikstudium
  • Fundierte Kenntnisse in Netzwerktechnik, Windows- und Linux-Administration
  • Erfahrung mit Firewalls, Verzeichnisdiensten und Cloud-Plattformen
  • Gute Englischkenntnisse für Dokumentation und Fachmeldungen
  • Bereitschaft zu Rufbereitschaft und Einsätzen außerhalb der Regelzeit
  • Sorgfalt, analytisches Vorgehen und Beharrlichkeit gegenüber Fachabteilungen
  • Oft erweitertes Führungszeugnis oder Sicherheitsüberprüfung bei Behörden und kritischer Infrastruktur

Wo man arbeitet

  • IT-Abteilungen von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen
  • IT-Dienstleister und Managed-Security-Anbieter
  • Banken, Versicherungen und Krankenhäuser
  • Behörden, Stadtwerke und andere Betreiber kritischer Infrastruktur
  • Rechenzentren und Cloud-Anbieter

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder ein Bachelorstudium in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder IT-Sicherheit. Danach folgen meist zwei bis vier Jahre in der Systemadministration, bevor der Wechsel in eine reine Sicherheitsrolle gelingt. Hersteller- und Fachzertifikate wie Security+, CISSP oder ISO 27001 werden begleitend erworben.

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