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Marketing & Kommunikation

im Marketing

Wer im Marketing arbeitet, macht Produkte und Marken bekannt: über Kampagnen, Websites, Social Media, Anzeigen, Messen und Newsletter. Die Arbeit reicht von der Analyse der Zielgruppe bis zur Auswertung, ob eine Maßnahme etwas gebracht hat.

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Gehalt

Was man als im Marketing verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.200 € 3.800 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 4.300 € 5.200 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 6.000 € 8.500 € 72.000 €

Die Unterschiede sind groß und hängen vor allem an Branche und Betriebsgröße: Industrie, Pharma und Software zahlen deutlich besser als Agenturen, Handel oder Non-Profit-Organisationen. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung nach dem TVöD, meist in den Entgeltgruppen 9 bis 13; in der Privatwirtschaft wird überwiegend frei verhandelt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man im Marketing?

Marketing bedeutet, ein Angebot sichtbar und verkäuflich zu machen. Der Alltag besteht aus Planung, Text, Abstimmung und Zahlen. Konkret heißt das: eine Kampagne für ein neues Produkt konzipieren, Budget dafür beantragen, Briefings an eine Agentur oder an Grafik und Text schreiben, Anzeigen bei Google und Meta anlegen, Landingpages im Content-Management-System bauen, Newsletter versenden, Social-Media-Beiträge planen, Messeauftritte organisieren und Pressetexte gegenlesen. Danach folgt die Auswertung: Klickraten, Kosten pro Anfrage, Reichweite, Umsatz aus einer Kampagne. Wer im Marketing arbeitet, sitzt viel in Abstimmungen mit Vertrieb, Produktmanagement, Geschäftsführung und externen Dienstleistern.

Die Rollen unterscheiden sich stark. Im Onlinemarketing dominieren Werbekonten, Analysetools und Suchmaschinenoptimierung. Im Produktmarketing gehören Marktbeobachtung, Preisargumentation und Vertriebsunterlagen dazu. In kleinen Betrieben macht eine Person alles, vom Flyer bis zur Website. In Konzernen ist die Arbeit stark aufgeteilt.

Wie wird man Marketingfachkraft?

Der häufigste Weg ist ein Studium: Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, Kommunikations- oder Medienwissenschaft, Wirtschaftspsychologie oder Digital Business. Es geht aber auch über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Marketingkommunikation oder im E-Commerce, mit anschließender Weiterbildung. Der Quereinstieg ist in diesem Feld üblicher als in vielen anderen Berufen, weil sichtbare Arbeitsproben zählen: eine selbst betreute Website, ein gepflegter Social-Media-Kanal, eine belegbare Kampagne. Praktika und Werkstudentenstellen sind faktisch Voraussetzung, weil kaum jemand ohne Praxis einsteigt. Zertifikate von Google, Meta oder HubSpot ersetzen keinen Abschluss, helfen aber beim Bewerben.

Was der Beruf verlangt

Marketing gilt als attraktiv und ist deshalb überlaufen, besonders im Bereich Content und Social Media. Einstiegsstellen sind schlecht bezahlt, oft befristet und häufig als Praktikum ausgeschrieben, obwohl die Aufgaben denen einer festen Stelle entsprechen. Wer keine harte Kompetenz mitbringt, etwa Datenanalyse, Performance-Marketing oder technisches Verständnis für Webseiten, bleibt austauschbar.

Dazu kommt Termindruck. Kampagnenstarts, Messen und Produkteinführungen liegen fest, und Verzögerungen an anderer Stelle landen am Ende im Marketing. Kritik ist Teil des Jobs, denn Geschmacksurteile über Texte und Bilder haben alle. Wer keine Kennzahlen liefert, muss den eigenen Beitrag ständig rechtfertigen. Reisen zu Messen und Veranstaltungen bringen Abende und Wochenenden mit sich. Der Rest ist Bildschirmarbeit, Homeoffice ist in vielen Betrieben teilweise möglich.

Aussichten

Der Bedarf ist stabil, verschiebt sich aber deutlich in Richtung digital und messbar. Gefragt sind Menschen, die Werbebudgets steuern, Daten auswerten, Automatisierung im E-Mail-Marketing aufsetzen und mit KI-Werkzeugen sinnvoll umgehen. Rein gestalterische oder redaktionelle Profile stehen stärker unter Druck. Entwicklungswege führen zur Teamleitung, ins Brand- oder Produktmanagement, in die Unternehmenskommunikation oder in die Selbstständigkeit als Beratung. Agenturen bieten schnellen Kompetenzaufbau bei hoher Arbeitsbelastung, Industrieunternehmen ruhigere Bedingungen und bessere Bezahlung.

Aufgaben

  • Kampagnen planen, budgetieren und mit Dienstleistern umsetzen
  • Texte für Website, Newsletter, Anzeigen und Social Media schreiben
  • Werbeanzeigen bei Suchmaschinen und Plattformen aufsetzen und optimieren
  • Kennzahlen wie Reichweite, Klickrate und Kosten pro Anfrage auswerten
  • Messeauftritte, Kundenveranstaltungen und Produkteinführungen organisieren
  • Vertriebsunterlagen, Broschüren und Präsentationen erstellen
  • Markt und Wettbewerb beobachten und Zielgruppen beschreiben
  • Agenturen, Fotografen und Druckereien beauftragen und steuern

Voraussetzungen

  • Studium in Betriebswirtschaft, Kommunikation oder Medien oder eine kaufmännische Ausbildung mit Weiterbildung
  • Sicheres Schreiben in fehlerfreiem Deutsch, Englisch für internationale Märkte
  • Praktische Erfahrung durch Praktika, Werkstudentenstellen oder eigene Projekte
  • Umgang mit Analysetools, Content-Management-Systemen und Werbekonten
  • Zahlenverständnis für Budgets und Kampagnenauswertung
  • Belastbarkeit bei Termindruck und Kritik an eigenen Entwürfen

Wo man arbeitet

  • Marketingabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • Werbe-, Digital- und PR-Agenturen
  • Onlinehändler und Softwareunternehmen
  • Verbände, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen
  • Selbstständig als Beratung oder Freelancer

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Marketing oder Kommunikationswissenschaft, das sechs bis sieben Semester dauert; ein Master ist für Fachkarrieren nicht zwingend. Alternativ führt eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Marketingkommunikation in den Beruf, oft ergänzt durch eine Weiterbildung zum Fachwirt oder durch Zertifikate im Onlinemarketing. In beiden Fällen entscheidet die Praxiserfahrung aus Praktika und Nebenjobs über den Einstieg.

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3.400 – 11.000 €

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