Housekeeping Supervisor
Housekeeping Supervisors organisieren und kontrollieren die Zimmerreinigung im Hotel. Sie teilen Zimmermädchen und Roomboys ein, prüfen die Sauberkeit der Zimmer und stellen sicher, dass Wäsche, Reinigungsmittel und Gästeartikel vorhanden sind.
5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Housekeeping Supervisor verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.600 € | 2.900 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 2.950 € | 3.400 € | 35.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.300 € | 42.000 € |
Entscheidend sind Haus und Region: In tarifgebundenen Betrieben gilt der Manteltarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe des jeweiligen Bundeslandes, die Löhne liegen dort nahe am unteren Rand. Deutlich mehr zahlen große Ketten und Luxushotels in München, Frankfurt oder Hamburg; Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge kommen hinzu, sind in den Werten aber nicht enthalten.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Housekeeping Supervisor?
Der Arbeitstag beginnt früh, meist zwischen sechs und sieben Uhr, mit der Zimmerliste aus dem Front Office: Wer reist ab, wer bleibt, welche Zimmer müssen bis zum Check-in um 15 Uhr fertig sein. Danach folgt die Einteilung des Teams. Ein Supervisor verteilt in der Regel 12 bis 18 Zimmer pro Reinigungskraft und passt die Zuordnung an, wenn jemand ausfällt oder eine Suite länger braucht.
Den größten Teil der Schicht verbringt er auf den Etagen. Zimmer werden nach Checkliste kontrolliert: Bettwäsche glatt, Bad ohne Kalkränder, Spiegel streifenfrei, Minibar bestückt, Gästeartikel vollständig, Haartrockner und Fernseher funktionsfähig. Mängel werden entweder direkt behoben oder an die Reinigungskraft zurückgegeben. Defekte an Duschen, Klimaanlage oder Möbeln gehen als Meldung an die Technik. Dazu kommt die Materialwirtschaft: Wäscheausgabe an die Wäscherei zählen und abnehmen, Reinigungsmittel und Gästeartikel bestellen, Trolleys und Lagerräume in Ordnung halten. Fundsachen werden erfasst und verwahrt.
Ein Supervisor schult neue Kräfte an, erklärt Reinigungsabläufe, Dosierung von Chemikalien und den Umgang mit Gästen. Beschwerden über ein nicht sauberes Zimmer landen bei ihm, und er entscheidet, ob nachgereinigt oder das Zimmer gewechselt wird.
Wie wird man Housekeeping Supervisor?
Es gibt keine eigene Ausbildung. Der übliche Weg führt über mehrere Jahre Arbeit im Etagenservice: Wer als Zimmerreinigungskraft anfängt, die Standards kennt, zuverlässig ist und Deutsch gut genug für Übergaben und Gästekontakt spricht, wird zum Supervisor befördert. Eine abgeschlossene Ausbildung als Hotelfachfrau oder Hotelfachmann, als Fachkraft für Reinigungs- und Hygienetechnik oder als Gebäudereiniger ist von Vorteil, wird aber nicht überall verlangt. Große Hotelketten bieten interne Schulungsprogramme und Aufstiegsstufen bis zur Hausdame oder zum Executive Housekeeper. Quereinstieg aus der Gebäudereinigung, aus Krankenhaus- oder Gemeinschaftsverpflegung ist möglich, wenn Führungserfahrung vorhanden ist.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet im Stehen und Gehen statt, oft mehrere Kilometer pro Schicht über Etagen und Flure. Wer kontrolliert, packt bei Engpässen selbst mit an: Betten machen, Wäschesäcke tragen, Bäder wischen. Rücken und Knie werden belastet. Reinigungsmittel greifen die Haut an.
Gearbeitet wird an Wochenenden und Feiertagen, in Ferienhotels mit deutlichen Saisonspitzen. Die Frühschicht ist die Regel, Abenddienst für Turndown-Service kommt in der Luxushotellerie dazu. Der Zeitdruck ist der härteste Teil: Zwischen Abreise und Anreise liegen manchmal nur zwei Stunden für ein volles Haus. Personalmangel im Housekeeping ist verbreitet, viele Betriebe arbeiten mit Fremdfirmen oder mit knappen Teams, in denen jeder Krankheitsfall zum Problem wird. Dazu gehört die Führung eines Teams, das sprachlich und kulturell gemischt ist und in dem die Fluktuation hoch ist.
Aussichten
Hotels finden schwer Personal für die Etage, erfahrene Supervisors sind gesucht. Der nächste Schritt ist die Position als Hausdame beziehungsweise Assistant Executive Housekeeper und danach als Executive Housekeeper mit Budget- und Personalverantwortung für das gesamte Haus. Wechsel in die Objektleitung bei Gebäudedienstleistern, in die Hauswirtschaftsleitung von Kliniken und Seniorenheimen oder in die Qualitätssicherung von Reinigungsfirmen sind gängig. Eine Weiterbildung zum Hauswirtschafter oder zur geprüften Fachwirtin im Gastgewerbe erweitert die Möglichkeiten.
Aufgaben
- Zimmerliste auswerten und Reinigungskräfte einteilen
- Zimmer und öffentliche Bereiche nach Checkliste kontrollieren
- Mängel notieren und Nachreinigung veranlassen
- Technische Defekte an die Haustechnik melden
- Wäsche, Reinigungsmittel und Gästeartikel bestellen und verwalten
- Neue Mitarbeitende einarbeiten und in Hygienevorschriften schulen
- Gästebeschwerden zur Sauberkeit bearbeiten
- Fundsachen erfassen und verwahren
Voraussetzungen
- Mehrjährige Erfahrung im Housekeeping oder in der Gebäudereinigung
- Deutschkenntnisse für Übergaben, Gästekontakt und Dokumentation, Englisch von Vorteil
- Körperliche Belastbarkeit für Steh- und Gehtätigkeit über die ganze Schicht
- Genauigkeit und Blick für Details
- Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsdiensten
- Grundkenntnisse in Hygiene und im Umgang mit Reinigungschemie
Wo man arbeitet
- Stadt- und Ferienhotels
- Hotelketten und Resorts
- Kliniken und Rehaeinrichtungen
- Seniorenheime
- Gebäudedienstleister mit Hotelobjekten
- Kreuzfahrtschiffe
Der Weg in den Beruf
Ein eigener Ausbildungsberuf existiert nicht. Üblich sind zwei bis fünf Jahre Tätigkeit im Etagenservice mit anschließender interner Beförderung; eine dreijährige Ausbildung als Hotelfachfrau, Hauswirtschafter oder Fachkraft für Reinigungs- und Hygienetechnik erleichtert den Einstieg. Ketten schulen Supervisors intern, weiterführend gibt es die Fortbildung zur Hausdame oder zum geprüften Fachwirt im Gastgewerbe.
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