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Handwerk & Produktion

Housekeeping

Housekeeping-Mitarbeitende reinigen und richten Gästezimmer, Bäder und öffentliche Bereiche in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben. Sie sorgen dafür, dass jedes Zimmer bei der Ankunft der Gäste sauber und vollständig ausgestattet ist.

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Gehalt

Was man als Housekeeping verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.250 € 2.450 € 27.000 €
Mit Berufserfahrung 2.200 € 2.450 € 2.800 € 29.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.200 € 4.200 € 38.400 €

Die Bezahlung liegt vielfach nahe am gesetzlichen Mindestlohn; entscheidend sind der Manteltarifvertrag des Hotel- und Gaststättengewerbes im jeweiligen Bundesland und die Frage, ob man direkt beim Hotel oder bei einem Reinigungsdienstleister angestellt ist. Deutlich mehr verdienen nur Leitungskräfte wie Hausdamen, in Kliniken gilt teils der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht Housekeeping?

Housekeeping ist die Abteilung, die dafür sorgt, dass ein Hotel funktioniert, ohne dass Gäste es bemerken. Der Arbeitstag beginnt meist früh mit der Zimmerliste: welche Zimmer sind abgereist und müssen komplett neu gemacht werden, welche bleiben belegt und brauchen nur eine Zwischenreinigung. Ein Abreisezimmer bedeutet Bettwäsche abziehen und neu beziehen, Bad und Dusche reinigen, Spiegel und Armaturen polieren, Staubsaugen, Oberflächen wischen, Handtücher, Kosmetikartikel, Kaffee und Gläser ergänzen, Minibar prüfen und auffüllen. Dafür stehen je nach Haus zwischen 20 und 40 Minuten zur Verfügung, bei 12 bis 18 Zimmern pro Schicht.

Dazu kommt die Reinigung der öffentlichen Bereiche: Lobby, Flure, Aufzüge, Gästetoiletten, Frühstücksraum, Sauna- und Fitnessbereich. Wäsche wird sortiert, gezählt und an die Wäscherei übergeben. Liegengebliebene Gegenstände gehen ins Fundbüro, Schäden und Defekte werden an die Technik gemeldet. In größeren Häusern übernimmt eine Hausdame oder ein Etagenleiter die Einteilung der Zimmer, die Kontrolle der Ergebnisse und die Bestellung von Reinigungsmitteln und Wäsche.

Wie wird man Mitarbeiter im Housekeeping?

Ein bestimmter Abschluss ist nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen ohne formale Qualifikation ein und schulen in den ersten Tagen an: Reinigungsablauf, Dosierung von Chemie, Umgang mit dem Zimmerschlüsselsystem, Verhalten gegenüber Gästen. Wer eine Ausbildung mitbringt, kommt häufig aus der Gebäudereinigung oder aus dem Hotelfach. Für Leitungsaufgaben gibt es die Weiterbildung zur Hausdame beziehungsweise zum Executive Housekeeper, teils über Verbände und Hotelfachschulen, teils betriebsintern. Der Anteil an Quereinsteigenden ist hoch, ebenso der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte. Deutsch auf einfachem Verständigungsniveau reicht in vielen Häusern für den Einstieg.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd und wird häufig unterschätzt. Betten heben, Matratzen wenden, gebückt Duschen schrubben, Wagen über Teppich schieben, viele Stunden stehen und gehen - Rücken, Knie und Handgelenke tragen die Hauptlast. Der Zeitdruck ist real: Zimmerzahlen pro Schicht sind vorgegeben, und wenn Gäste spät auschecken oder früh anreisen, verschiebt sich alles. Gearbeitet wird an Wochenenden und Feiertagen, in Saisonbetrieben mit starken Schwankungen. Viele Stellen sind Teilzeit, befristet oder über Dienstleister vergeben; Leiharbeit und Werkvertrag sind in der Branche verbreitet und drücken Bezahlung und Planbarkeit.

Dazu gehört der Umgang mit Unappetitlichem und mit Gästen, die den Job nicht respektieren. Diskretion ist Pflicht, denn man betritt private Räume. Wer strukturiert arbeitet, Routinen mag und Ergebnisse sehen will, findet den Beruf dagegen überschaubar und klar.

Aussichten

Personal fehlt fast überall, besonders in Städten mit hoher Hotelauslastung und in Ferienregionen. Wer zuverlässig ist und bleibt, wird gehalten. Aufstieg führt über Vorarbeit und Etagenleitung zur Hausdame mit Verantwortung für Dienstplan, Budget und Einkauf. Ein Wechsel in andere Bereiche des Hotels, etwa Empfang oder Service, ist bei guten Sprachkenntnissen möglich. Auch Kliniken, Senioreneinrichtungen, Ferienanlagen und Reinigungsdienstleister suchen Kräfte mit dieser Erfahrung.

Aufgaben

  • Abreise- und Bleibezimmer nach Vorgabe reinigen
  • Betten abziehen, neu beziehen und Wäsche wechseln
  • Bäder, Duschen, Armaturen und Spiegel reinigen
  • Handtücher, Kosmetikartikel und Getränke ergänzen
  • Lobby, Flure, Aufzüge und Wellnessbereich pflegen
  • Schmutzwäsche sortieren und Bestände zählen
  • Defekte und Schäden an die Haustechnik melden
  • Fundsachen dokumentieren und abgeben

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
  • Körperliche Belastbarkeit, Rücken- und Knietauglichkeit
  • Sorgfalt und Tempo bei wiederkehrenden Abläufen
  • Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Grundkenntnisse Deutsch zur Verständigung im Team
  • Diskretion und Zuverlässigkeit in Gästezimmern

Wo man arbeitet

  • Stadt- und Ferienhotels
  • Hostels und Apartmenthäuser
  • Kliniken und Rehaeinrichtungen
  • Senioren- und Pflegeheime
  • Reinigungs- und Personaldienstleister
  • Kreuzfahrtschiffe und Ferienanlagen

Der Weg in den Beruf

Für den Einstieg genügt in der Regel eine betriebliche Einarbeitung von wenigen Tagen bis Wochen. Wer einen Abschluss anstrebt, kann die dreijährige Ausbildung zur Gebäudereinigerin beziehungsweise zum Gebäudereiniger absolvieren oder sich nach einigen Berufsjahren zur Hausdame beziehungsweise zum Executive Housekeeper weiterbilden.

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Verwandte Berufe

Hausdame

Hausdamen leiten die Etagen- und Reinigungsabteilung eines Hotels: Sie kontrollieren Zimmer, planen den Personaleinsatz und verwalten Wäsche und Reinigungsmittel.

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Monatsbrutto
2.300 – 4.600 €

Hotelfachleute

Hotelfachleute betreuen Gäste vom Empfang bis zur Abreise, arbeiten im Service, an der Rezeption, im Housekeeping und in der Verwaltung. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit kaufmännischen Aufgaben und läuft überwiegend im Schichtdienst.

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5
Monatsbrutto
2.100 – 4.500 €

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