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Handwerk & Produktion

Hausdamenassistent

Hausdamenassistenten organisieren im Hotel die Reinigung und Ausstattung der Zimmer und öffentlichen Bereiche. Sie führen Reinigungsteams an, kontrollieren Zimmer und arbeiten der Hausdame zu.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Hausdamenassistent verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.750 € 3.200 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 4.200 € 39.600 €

Entscheidend sind Tarifbindung und Haustyp: In Betrieben mit dem Tarifvertrag des Hotel- und Gaststättengewerbes des jeweiligen Bundeslandes liegen die Werte nahe am Tarif, tariffreie kleine Häuser zahlen oft am unteren Rand. Internationale Ketten, Luxushotels und Häuser in München, Frankfurt oder Hamburg zahlen deutlich mehr als Betriebe in ländlichen Regionen Ostdeutschlands.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Hausdamenassistent?

Hausdamenassistenten sind die rechte Hand der Hausdame, im Hotelalltag oft Executive Housekeeper genannt. Sie teilen morgens die Etagen und Zimmer auf die Zimmerreinigungskräfte auf, geben Sonderwünsche und Abreisen durch und legen fest, welche Zimmer zuerst fertig werden müssen, weil früh anreisende Gäste warten. Danach folgt die Kontrolle: Zimmer werden abgegangen, Bad, Böden, Fenster, Minibar, Ausstattung geprüft, Mängel notiert und Nacharbeit angeordnet. Defekte an Duschen, Lampen, Klimaanlagen oder Möbeln melden sie an die Technik und verfolgen, ob sie behoben werden.

Dazu kommt die Materialwirtschaft: Wäschebestände zählen, Lieferungen der Wäscherei annehmen und auf Fehlmengen prüfen, Reinigungsmittel und Gästeartikel bestellen, Lager ordnen. Bei Sonderreinigungen, Teppichpflege oder Renovierungen koordinieren sie externe Dienstleister. Häufig gehört auch das Fundbüro dazu. In kleineren Häusern greifen Hausdamenassistenten selbst zum Wagen und reinigen mit, in großen Häusern verschiebt sich die Arbeit zu Dienstplanung, Einarbeitung neuer Kräfte und Abstimmung mit Rezeption und Bankettbereich.

Wie wird man Hausdamenassistent?

Es gibt keine eigene Ausbildung für diese Position. Der klassische Weg führt über eine Ausbildung als Hotelfachfrau oder Hotelfachmann, seit 2022 mit dem Wahlbereich Housekeeping, dauert drei Jahre und endet mit einem Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Auch Fachkräfte für Gastronomie oder gelernte Gebäudereiniger finden Zugang. Sehr verbreitet ist der Aufstieg aus der Praxis: Wer mehrere Jahre als Zimmerreinigungskraft gearbeitet hat, zuverlässig ist und Teams anleiten kann, wird intern zum Assistenten befördert. Formale Hürden sind niedrig, praktisch wichtig sind Deutschkenntnisse und meist Grundlagen Englisch, weil in vielen Häusern mehrsprachige Teams arbeiten.

Was der Beruf verlangt

Der Dienst beginnt früh, oft zwischen sechs und sieben Uhr, und läuft an Wochenenden und Feiertagen weiter, denn Hotels sind dann am vollsten. Geteilte Dienste und Spätschichten bei Veranstaltungen kommen vor. Die Arbeit ist körperlich: viele Kilometer über Etagen, Treppen, Bücken, Heben von Wäschesäcken. Wer selbst mitreinigt, belastet Rücken, Knie und Handgelenke dauerhaft.

Schwer fällt vielen die Doppelrolle zwischen Leitung und Kollegialität. Personalmangel, hohe Fluktuation und Zeitarbeitskräfte bedeuten, dass ständig neue Leute eingearbeitet werden müssen, während die Zimmerzahl gleich bleibt. Wenn Reinigungskräfte fehlen, bleibt die Arbeit an der Assistenz hängen. Gäste beschweren sich über Dinge, für die das Team nichts kann, und Reklamationen landen zuerst hier. Ordnungssinn, Geduld und ein ruhiger Ton unter Druck sind wichtiger als jede Fachtheorie.

Aussichten

Häuser suchen dauerhaft Personal im Housekeeping, Führungsnachwuchs besonders. Wer bleibt, kann Hausdame beziehungsweise Executive Housekeeper werden und dann Budget, Einkauf und Personal eines ganzen Hauses verantworten. Weiterbildungen zum Hotelmeister, zur Fachwirtin im Gastgewerbe oder ein Wechsel in Kliniken, Seniorenresidenzen, Kreuzfahrtschiffe oder zu Gebäudedienstleistern erweitern die Möglichkeiten. Ketten bieten Wechsel zwischen Standorten und Ländern, wobei die Bezahlung meist hinter vergleichbar verantwortungsvollen Tätigkeiten anderer Branchen zurückbleibt.

Aufgaben

  • Zimmer und Etagen auf die Reinigungskräfte verteilen
  • Zimmer und öffentliche Bereiche auf Reinigungsqualität kontrollieren
  • Mängel und Defekte erfassen und an die Technik weitergeben
  • Wäsche-, Reinigungsmittel- und Gästeartikelbestände prüfen und bestellen
  • Neue Reinigungskräfte einarbeiten und anleiten
  • Dienst- und Urlaubspläne für das Housekeeping vorbereiten
  • Sich mit Rezeption, Bankett und externen Dienstleistern abstimmen
  • Fundsachen aufnehmen, verwahren und zurückgeben

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Hotel- oder Gastgewerbe oder mehrjährige Praxis im Housekeeping
  • Gutes Auge für Sauberkeit und Ordnung, Sinn für Details
  • Bereitschaft zu Früh-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Körperliche Belastbarkeit, langes Gehen und Stehen, Heben von Wäsche
  • Deutschkenntnisse, in vielen Häusern zusätzlich Englisch
  • Führungsbereitschaft und Geduld im Umgang mit wechselnden Teams

Wo man arbeitet

  • Stadt- und Ferienhotels aller Kategorien
  • Hotelketten und Resorts
  • Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen
  • Seniorenresidenzen
  • Kreuzfahrtschiffe
  • Gebäudedienstleister mit Hotelaufträgen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer, möglichst mit Schwerpunkt Housekeeping. Ebenso verbreitet ist der interne Aufstieg nach mehreren Jahren als Zimmerreinigungskraft. Wer weiterkommen will, schließt eine Weiterbildung zum Hotelmeister oder zur Fachwirtin im Gastgewerbe an.

Offene Stellen als Hausdamenassistent

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Hausdamen leiten die Etagen- und Reinigungsabteilung eines Hotels: Sie kontrollieren Zimmer, planen den Personaleinsatz und verwalten Wäsche und Reinigungsmittel.

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