Zum Inhalt springen
IT & Software

Gruppenleiter Software Robotik

Gruppenleiter Software Robotik führen ein Team von Softwareentwicklern, das Steuerungs-, Navigations- und Bildverarbeitungssoftware für Roboter entwickelt. Sie verbinden technische Verantwortung für die Architektur mit Personalführung und Projektsteuerung.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Gruppenleiter Software Robotik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 5.200 € 6.000 € 7.000 € 72.000 €
Mit Berufserfahrung 6.500 € 7.500 € 8.800 € 90.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 7.800 € 9.000 € 11.500 € 108.000 €

Am stärksten hängt das Gehalt von Branche, Unternehmensgröße und Tarifbindung ab: In tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie greifen die Entgeltgruppen des IG-Metall-Tarifvertrags, teils mit außertariflicher Einstufung für Führungskräfte. Start-ups und kleinere Systemintegratoren zahlen deutlich weniger als Konzerne im Süden Deutschlands, gleichen das aber gelegentlich über Beteiligungen aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Gruppenleiter Software Robotik?

Ein Gruppenleiter Software Robotik verantwortet eine Entwicklergruppe von typischerweise fünf bis fünfzehn Personen, die Software für Roboter schreibt: Bewegungsplanung für Industriearme, Navigationsstacks für fahrerlose Transportfahrzeuge, Bildverarbeitung für Greifaufgaben, Schnittstellen zu Steuerungen und Leitsystemen. Der Alltag besteht aus Sprint-Planungen, Code-Reviews, Architekturentscheidungen und Abstimmungen mit Mechanik, Elektronik, Produktmanagement und Kunden. Wer aus der Entwicklung kommt, programmiert anfangs noch mit, verliert diesen Anteil aber meist innerhalb weniger Jahre zugunsten von Personal- und Projektaufgaben.

Dazu gehören Aufwandsschätzungen und Terminzusagen, die Auswahl von Frameworks und Middleware wie ROS 2, die Freigabe von Releases sowie die Verantwortung für Sicherheitsanforderungen. Robotik bedeutet Arbeit an physischer Hardware: Integrationstests finden an realen Anlagen statt, Fehler zeigen sich erst im Zusammenspiel von Sensor, Antrieb und Software. Ein Teil der Zeit geht für Personalthemen weg: Einstellungsgespräche, Zielvereinbarungen, Konflikte im Team, Krankheitsausfälle und Nachbesetzungen.

Wie wird man Gruppenleiter Software Robotik?

Der übliche Weg führt über ein Studium der Informatik, Elektrotechnik, Mechatronik oder Robotik, meist mit Master, anschließend mehrere Jahre als Softwareentwickler oder Entwicklungsingenieur im Robotikumfeld. Nach etwa fünf bis zehn Jahren folgt der Schritt zur Teamleitung, oft über eine Zwischenstufe als technischer Projektleiter oder Software-Architekt. Ein Quereinstieg aus der Automatisierungstechnik oder aus der klassischen Steuerungsprogrammierung ist möglich, wenn moderne Softwarepraktiken beherrscht werden. Eine Promotion ist verbreitet, aber keine Voraussetzung. Führungswissen wird meist über interne Programme, Coaching und Learning by Doing erworben.

Was der Beruf verlangt

Die Doppelrolle ist die Hauptbelastung: Man ist fachlich verantwortlich, entscheidet aber immer weniger selbst und muss Ergebnisse durch andere erreichen. Wer Programmieren als Kern der eigenen Arbeit sieht, empfindet den Rollenwechsel oft als Verlust. Termindruck vor Messen, Kundenabnahmen und Serienstarts führt zu Phasen mit deutlich mehr als vierzig Stunden. Reisen zu Kunden, Zulieferern und Standorten kommen dazu, in international aufgestellten Unternehmen auch Telefonkonferenzen zu ungünstigen Zeiten. Englisch ist Arbeitssprache in vielen Teams.

Schwer fällt vielen der Umgang mit unangenehmen Personalentscheidungen und mit Erwartungen von oben, die technisch nicht haltbar sind. Fachkräfte für Robotiksoftware sind knapp, offene Stellen bleiben lange unbesetzt, die Arbeit verteilt sich auf die vorhandenen Leute. Gleichzeitig ist die Fachlichkeit nur zu halten, wenn man privat oder in Randzeiten am Thema bleibt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil hoch. Automatisierung in Logistik, Fertigung, Medizintechnik und Landwirtschaft treibt Robotikprojekte, und der Anteil der Software an der Wertschöpfung wächst. Erfahrene Führungskräfte mit Robotik- und Regelungswissen sind schwer ersetzbar. Entwicklungswege führen zur Abteilungs- oder Bereichsleitung Software, zur Leitung Forschung und Entwicklung, in das Produktmanagement oder zurück in eine Spezialistenrolle als Principal Engineer. Auch der Wechsel in Beratung oder ein eigenes Unternehmen ist ein gangbarer Weg. Wirtschaftliche Schwächephasen im Maschinenbau wirken sich auf Projektbudgets aus, treffen die Softwareseite aber weniger stark als die klassische Konstruktion.

Aufgaben

  • Fachliche und disziplinarische Führung einer Softwaregruppe
  • Architektur- und Technologieentscheidungen für Robotersoftware treffen
  • Aufwände schätzen, Sprints und Releases planen
  • Code-Reviews durchführen und Qualitätsstandards sichern
  • Abstimmung mit Mechanik, Elektronik, Produktmanagement und Kunden
  • Integrationstests an realer Roboterhardware begleiten
  • Einstellungsgespräche führen und Mitarbeiter entwickeln
  • Anforderungen aus Funktionaler Sicherheit und Normen umsetzen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium in Informatik, Elektrotechnik, Mechatronik oder Robotik
  • Mehrjährige Erfahrung in der Entwicklung von Robotik- oder Steuerungssoftware
  • Sichere Kenntnisse in C++ und Python, Erfahrung mit ROS oder vergleichbaren Frameworks
  • Verständnis von Kinematik, Regelungstechnik und Sensorik
  • Führungserfahrung oder klare Bereitschaft zur Führungsrolle
  • Verhandlungssicheres Englisch
  • Bereitschaft zu Dienstreisen

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbauunternehmen
  • Roboterhersteller und Automatisierungsanbieter
  • Softwarehäuser und Systemintegratoren
  • Forschungsinstitute und Technologiezentren
  • Start-ups im Bereich Automatisierung und Logistikrobotik
  • Entwicklungsabteilungen der Automobil- und Medizintechnikindustrie

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Master in Informatik, Elektrotechnik, Mechatronik oder Robotik mit anschließend etwa fünf bis zehn Jahren Praxis als Softwareentwickler im Robotikumfeld. Der Aufstieg erfolgt intern, häufig über eine Station als technischer Projektleiter oder Software-Architekt. Führungskompetenz wird meist über firmeninterne Programme und Mentoring aufgebaut, ein formaler Zusatzabschluss ist nicht erforderlich.

Offene Stellen als Gruppenleiter Software Robotik

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Software Architekt

Software-Architekten legen die technische Struktur größerer Softwaresysteme fest: Komponenten, Schnittstellen, Technologien und deren Zusammenspiel. Sie entscheiden über Grundlagen, die Entwicklungsteams über Jahre tragen müssen.

Offene Stellen
0
Monatsbrutto
4.800 – 11.000 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz