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Gesundheit & Pflege

Gesundheitsmanagement am virtuellen Campus

Gesundheitsmanagerinnen und Gesundheitsmanager steuern die wirtschaftlichen und organisatorischen Abläufe in Kliniken, Krankenkassen, Pflegeeinrichtungen und Unternehmen. Der Weg dorthin führt häufig über ein berufsbegleitendes Studium am virtuellen Campus, also über Online-Vorlesungen, digitale Prüfungen und Selbstlernphasen neben dem Job.

18 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Gesundheitsmanagement am virtuellen Campus verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.400 € 4.000 € 40.800 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.500 € 5.400 € 54.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.200 € 8.500 € 74.400 €

In kirchlichen und öffentlichen Häusern richtet sich die Vergütung nach TVöD-K, TV-L oder AVR, meist in den Entgeltgruppen 9 bis 13; private Klinikkonzerne, Krankenkassen und Beratungen zahlen freier verhandelt und an der Spitze deutlich mehr. Ausschlaggebend sind Trägerschaft, Betriebsgröße und ob Personalverantwortung dazukommt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Fachkraft im Gesundheitsmanagement?

Gesundheitsmanagement verbindet Betriebswirtschaft mit dem Gesundheitswesen. Konkret heißt das: Budgets für eine Klinikabteilung planen, Dienstpläne und Personalbedarf kalkulieren, Abrechnungen nach DRG oder mit Krankenkassen prüfen, Qualitätsberichte erstellen, Zertifizierungen vorbereiten. In Krankenkassen geht es um Versorgungsverträge, Leistungssteuerung und Präventionsprogramme. In Unternehmen betreuen Gesundheitsmanagerinnen das betriebliche Gesundheitsmanagement, werten Fehlzeitenstatistiken aus, organisieren Gefährdungsbeurteilungen und Angebote zur Rückengesundheit oder psychischen Belastung. Ein großer Teil der Arbeit besteht aus Zahlen, Dokumentation, Sitzungen und dem Übersetzen zwischen medizinischem Personal und Verwaltung. Wer erwartet, viel mit Patientinnen und Patienten zu tun zu haben, liegt falsch: Der Beruf spielt sich am Schreibtisch und in Besprechungsräumen ab.

Wie wird man Gesundheitsmanagerin oder Gesundheitsmanager?

Üblich ist ein Bachelorstudium in Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie oder Pflegemanagement, sechs bis acht Semester lang. Am virtuellen Campus läuft das Studium ortsunabhängig ab: Lernvideos, Skripte, Online-Seminare zu festen Terminen, Prüfungen teils per Fernaufsicht, teils in Prüfungszentren. Voraussetzung ist das Abitur, die Fachhochschulreife oder ein beruflicher Zugang über eine abgeschlossene Ausbildung plus Berufspraxis. Viele Studierende kommen aus der Pflege, der Physiotherapie, dem Rettungsdienst oder aus Kassen und Arztpraxen und studieren neben der Arbeit. Ein Fernstudium kostet Studiengebühren, oft mehrere hundert Euro im Monat, und verlangt Disziplin ohne den Rahmen eines Stundenplans. Ein Masterstudium ist für Leitungspositionen im Krankenhaus oder in Behörden fast die Regel. Der Quereinstieg ohne Abschluss funktioniert nur selten, meist über langjährige Verwaltungserfahrung im Gesundheitswesen und Aufstiegsfortbildungen.

Was der Beruf verlangt

Die Doppelbelastung aus Beruf, Studium und Privatleben ist der härteste Teil des Weges. Wer berufsbegleitend am virtuellen Campus studiert, verbringt Abende und Wochenenden mit Lernstoff, über Jahre hinweg. Die Abbruchquoten im Fernstudium sind höher als an Präsenzhochschulen, vor allem weil Struktur und der Austausch mit Kommilitoninnen fehlen. Im Beruf selbst sind die Arbeitszeiten meist geregelt, ohne Schichtdienst, dafür mit Termindruck bei Budgetrunden, Audits und Berichtsfristen. Belastend ist die Rolle zwischen den Fronten: Sparvorgaben durchsetzen, während auf den Stationen Personal fehlt, bringt Konflikte mit sich, die nicht auflösbar sind. Wer Zahlenarbeit langweilig findet oder Auseinandersetzungen scheut, wird in diesem Feld unglücklich.

Aussichten

Der Bedarf ist stabil und wächst eher. Kliniken stehen unter wirtschaftlichem Druck, die Krankenhausreform verschiebt Strukturen, Pflegeeinrichtungen professionalisieren ihre Verwaltung, und das betriebliche Gesundheitsmanagement ist in größeren Unternehmen fest etabliert. Wer Erfahrung in Controlling, Medizincontrolling, Abrechnung oder Qualitätsmanagement sammelt, findet gute Stellen. Entwicklungswege führen in die Abteilungs- oder Verwaltungsleitung, in die Geschäftsführung kleinerer Einrichtungen, in Beratungsunternehmen oder zu Kassen und Verbänden. Digitalisierung im Gesundheitswesen, etwa elektronische Patientenakte und Prozessdigitalisierung, schafft zusätzliche Rollen für Leute, die Medizin, Verwaltung und IT zusammendenken können.

Aufgaben

  • Budgets und Kostenstellen planen und überwachen
  • Abrechnungen und Leistungsdaten prüfen, etwa nach DRG
  • Qualitätsmanagement aufbauen und Zertifizierungen vorbereiten
  • Personalbedarf und Dienstplanstrukturen kalkulieren
  • Kennzahlen auswerten und Berichte für die Geschäftsführung erstellen
  • Projekte zur Prozess- und Digitalisierungsverbesserung leiten
  • Programme des betrieblichen Gesundheitsmanagements organisieren
  • Verhandlungen mit Kostenträgern und Lieferanten vorbereiten

Voraussetzungen

  • Hochschulzugangsberechtigung oder beruflicher Zugang über Ausbildung und Berufspraxis
  • Bachelorabschluss in Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie oder einem verwandten Fach
  • Sicherer Umgang mit Zahlen, Tabellenkalkulation und Datenauswertung
  • Selbstorganisation und Durchhaltevermögen, besonders im Fernstudium
  • Kenntnisse der Strukturen von Sozialversicherung und Gesundheitswesen
  • Kommunikationsstärke im Umgang mit medizinischem Personal und Leitung

Wo man arbeitet

  • Krankenhäuser und Rehakliniken
  • Krankenkassen und Sozialversicherungsträger
  • Pflegeheime und ambulante Dienste
  • Medizinische Versorgungszentren und Praxisverbünde
  • Unternehmen mit betrieblichem Gesundheitsmanagement
  • Beratungsgesellschaften und Verbände

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium im Gesundheitsmanagement über sechs bis acht Semester, das an virtuellen Campus-Hochschulen berufsbegleitend und ortsunabhängig absolviert werden kann. Der Abschluss ist der Bachelor of Arts oder Bachelor of Science. Für Leitungsaufgaben schließt sich häufig ein Masterstudium von drei bis vier Semestern an.

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92
Monatsbrutto
3.600 – 7.000 €

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