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Vertrieb & Kundenservice

Empfangsmitarbeiterin beim Marktführer für ästhetische Medizin

Empfangsmitarbeiterinnen in der ästhetischen Medizin sind die erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten: Sie koordinieren Termine, bereiten Beratungsgespräche vor und verkaufen Behandlungen und Pflegeprodukte. Der Beruf verbindet Praxisorganisation mit Verkaufsarbeit.

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Gehalt

Was man als Empfangsmitarbeiterin beim Marktführer für ästhetische Medizin verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.900 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €

Ein Tarifvertrag greift in der ästhetischen Medizin in der Regel nicht; große Ketten zahlen meist etwas über dem Niveau kleiner Praxen und ergänzen das Grundgehalt durch Provisionen oder Umsatzprämien. Standort und Vorbildung wirken stark: In München, Hamburg oder Düsseldorf liegen die Gehälter deutlich über denen in ländlichen Regionen, und wer als Medizinische Fachangestellte zusätzlich im Behandlungsablauf assistiert, verdient mehr als am reinen Empfang.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Empfangsmitarbeiterin in der ästhetischen Medizin?

Der Empfang einer Klinik oder Praxis für ästhetische Medizin ist mehr als ein Anmeldeschalter. Wer hier arbeitet, nimmt Patientinnen und Patienten in Empfang, prüft Unterlagen und Einwilligungserklärungen, legt Behandlungsakten an und pflegt Fotodokumentationen von Vorher-Nachher-Aufnahmen. Ein großer Teil des Tages besteht aus Telefon, E-Mail und Chat: Anfragen zu Botulinumtoxin, Fillern, Laserbehandlungen oder Fettabsaugungen beantworten, Preise nennen, Beratungstermine vergeben und Rückfragen nach einer Behandlung aufnehmen.

Dazu kommt die kaufmännische Seite. Behandlungen werden privat bezahlt, also stellt der Empfang Rechnungen, nimmt Karten- und Barzahlungen an, erklärt Ratenfinanzierungen und mahnt offene Beträge an. Beim Marktführer der Branche gehört auch der Verkauf dazu: Nachbehandlungen terminieren, Pflegeprodukte empfehlen, Behandlungspakete anbieten. Viele Häuser arbeiten mit Zielvorgaben für Terminquoten und Zusatzumsätze. Zwischendurch werden Behandlungsräume kontrolliert, Material nachbestellt und Ärzte über Verzögerungen im Ablauf informiert.

Wie wird man Empfangsmitarbeiterin in der ästhetischen Medizin?

Es gibt keinen geschützten Ausbildungsweg. Gesucht werden häufig Medizinische Fachangestellte, Kaufleute für Büromanagement, Hotelfachleute oder Kaufleute im Einzelhandel. Auch Kosmetikerinnen mit kaufmännischem Interesse und Quereinsteigerinnen aus Dienstleistung und Vertrieb kommen in den Beruf, wenn sie sicher am Telefon sind und mit Praxissoftware umgehen können. Eingearbeitet wird intern, meist über einige Wochen an der Seite erfahrener Kolleginnen, ergänzt durch Produktschulungen der Hersteller und Verkaufstrainings. Wer medizinische Grundkenntnisse mitbringt, hat Vorteile, weil Beratungsgespräche fachliche Begriffe verlangen und die Grenze zur ärztlichen Aufklärung klar eingehalten werden muss.

Was der Beruf verlangt

Der Empfang ist der Puffer zwischen vollem Terminkalender und wartenden Menschen. Verzögerungen, Komplikationen, unzufriedene Ergebnisse und Beschwerden über Preise landen zuerst hier. Das verlangt Ruhe und die Fähigkeit, Kritik nicht persönlich zu nehmen. Diskretion ist zentral: Es geht um Aussehen, Unsicherheiten und manchmal um Prominenz, die nicht erkannt werden will.

Die Arbeitszeiten richten sich nach den Sprechzeiten, also oft bis in den frühen Abend, häufig auch samstags im Wechsel. Filialketten erwarten Flexibilität und gelegentliche Vertretung in anderen Standorten. Der Job ist überwiegend sitzend, aber mit hoher Taktung und ständigen Unterbrechungen. Wer Verkaufsdruck ablehnt, wird sich in Häusern mit Umsatzzielen unwohl fühlen. Ein gepflegtes Auftreten wird vorausgesetzt und teilweise sehr eng definiert.

Aussichten

Der Markt für ästhetische Behandlungen wächst seit Jahren, Ketten eröffnen neue Standorte, und Personal wird laufend gesucht. Der Einstieg ist deshalb vergleichsweise leicht, die Fluktuation allerdings hoch. Entwicklungswege führen zur Schichtleitung am Empfang, zur Standortleitung, in die Patientenbetreuung mit eigenem Beratungsauftrag oder ins Qualitäts- und Terminmanagement der Zentrale. Wer sich zur Kosmetikerin, zur Fachwirtin im Gesundheitswesen oder im Bereich Vertrieb weiterbildet, kann aus dem Empfang heraus in besser bezahlte Rollen wechseln.

Aufgaben

  • Patientinnen und Patienten empfangen und Unterlagen prüfen
  • Termine für Beratungen, Behandlungen und Kontrollen koordinieren
  • telefonische und schriftliche Anfragen zu Behandlungen und Preisen beantworten
  • Rechnungen erstellen, Zahlungen annehmen und Finanzierungen erklären
  • Behandlungsakten und Fotodokumentation pflegen
  • Pflegeprodukte und Behandlungspakete verkaufen
  • Beschwerden aufnehmen und an die ärztliche Leitung weitergeben
  • Verbrauchsmaterial bestellen und Empfangsbereich in Ordnung halten

Voraussetzungen

  • abgeschlossene kaufmännische, medizinische oder Dienstleistungsausbildung, oft auch Quereinstieg möglich
  • sicheres Deutsch in Wort und Schrift, häufig Englisch erwünscht
  • Erfahrung mit Terminsoftware, Praxisverwaltung und Office-Programmen
  • Freundlichkeit und Belastbarkeit im direkten Kundenkontakt
  • Diskretion und Verständnis für Datenschutz und Schweigepflicht
  • Bereitschaft zu Spätdiensten und Samstagsarbeit
  • gepflegtes Auftreten und Bereitschaft zur Verkaufsarbeit

Wo man arbeitet

  • Kliniken und Praxen für ästhetische Chirurgie
  • Filialen von Ketten für ästhetische Medizin
  • dermatologische und kosmetische Fachpraxen
  • Medical-Spas und Beauty-Kliniken
  • Zahnkliniken mit ästhetischem Schwerpunkt

Der Weg in den Beruf

Ein direkter Ausbildungsberuf existiert nicht. Üblich ist eine dreijährige Ausbildung als Medizinische Fachangestellte, Kauffrau für Büromanagement, Hotelfachfrau oder im Einzelhandel; darauf folgt eine mehrwöchige interne Einarbeitung mit Produkt- und Verkaufsschulungen. Quereinsteigerinnen mit Erfahrung im Kundenkontakt werden häufig ebenfalls eingestellt.

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