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Technik & Ingenieurwesen

Elektrotechnik am virtuellen Campus

Elektrotechnik am virtuellen Campus bezeichnet das Ingenieurstudium der Elektrotechnik an einer Fern- oder Online-Hochschule, meist berufsbegleitend. Am Ende steht derselbe Bachelor- oder Master-Abschluss wie an einer Präsenzhochschule und damit der Weg in Entwicklung, Automatisierung oder Energietechnik.

24 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Elektrotechnik am virtuellen Campus verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.700 € 4.300 € 4.900 € 51.600 €
Mit Berufserfahrung 4.700 € 5.500 € 6.500 € 66.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.800 € 7.000 € 9.500 € 84.000 €

Am stärksten wirken Branche und Tarifbindung: In Betrieben mit IG-Metall-Tarif (ERA) oder im Tarif der chemischen Industrie liegen die Gehälter deutlich über denen kleiner Ingenieurbüros, Bahn- und Energieversorger zahlen nach eigenen Haustarifen. Wer schon während des Fernstudiums im Betrieb arbeitet, startet meist oberhalb des Einstiegsbereichs, weil die Berufserfahrung angerechnet wird.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man mit Elektrotechnik am virtuellen Campus?

Der virtuelle Campus ist der Lernort, nicht der Beruf. Studiert wird Elektrotechnik: Mathematik, Physik, Grundlagen elektrischer Netzwerke, Elektronik, Messtechnik, Regelungstechnik, Antriebe, Energieversorgung, Programmierung und Nachrichtentechnik. Vorlesungen kommen als Video oder Lernskript, Übungen laufen in Online-Gruppen, Sprechstunden per Videokonferenz. Praktika in Elektronik und Messtechnik werden entweder an wenigen Präsenzwochenenden in Laboren der Hochschule absolviert, über Fernlabore mit echter Hardware oder über Simulationssoftware wie LTspice und MATLAB.

Nach dem Abschluss arbeiten Absolventen als Elektroingenieurinnen und Elektroingenieure: Schaltungen entwickeln und prüfen, Steuerungen für Maschinen programmieren, Schaltanlagen und Netzanschlüsse planen, Prüfstände aufbauen, Normen und Zulassungsanforderungen abarbeiten, Lieferanten und Fertigung technisch begleiten. Wer während des Studiums schon in einem Elektrobetrieb arbeitet, wechselt oft im gleichen Unternehmen von der Facharbeiter- oder Technikerrolle in die Planung oder Projektleitung.

Wie wird man Elektroingenieur über ein Fernstudium?

Voraussetzung ist die Hochschulzugangsberechtigung. Auch ohne Abitur ist der Zugang möglich, wenn eine einschlägige Berufsausbildung und Berufserfahrung vorliegen oder ein Meister- beziehungsweise Technikerabschluss; die Regeln unterscheiden sich je Bundesland und Hochschule. Der Bachelor umfasst 180 bis 210 Credits und dauert in Vollzeit sechs bis sieben Semester, berufsbegleitend meist neun bis zwölf. Private Fernhochschulen verlangen Studiengebühren über die gesamte Laufzeit, staatliche Fernhochschulen und Verbundmodelle sind günstiger, haben aber festere Prüfungstermine. Darauf kann ein Master aufbauen, etwa in Automatisierungstechnik, Energietechnik oder Embedded Systems.

Quereinstieg ist verbreitet: Elektronikerinnen, Mechatroniker, IT-Fachkräfte und Bundeswehrangehörige nutzen das Format, um einen Ingenieurabschluss nachzuholen, ohne den Job aufzugeben.

Was der Beruf verlangt

Das Studium ist rechenintensiv. Wer Mathematik lange nicht angefasst hat, braucht Vorkurse und die Bereitschaft, Differentialgleichungen und komplexe Wechselstromrechnung allein durchzuarbeiten. Die Abbruchquoten in Fernstudiengängen der Ingenieurwissenschaften sind hoch, und der häufigste Grund ist nicht fehlende Begabung, sondern fehlende Zeit. Zwölf bis zwanzig Stunden Lernaufwand pro Woche neben einer Vollzeitstelle sind realistisch, über Jahre. Abende, Wochenenden und Urlaubstage gehen dafür weg, und der Austausch mit Kommilitonen bleibt dünner als im Präsenzstudium.

Im Beruf selbst kommen andere Belastungen: Projekttermine, Verantwortung für Anlagen, deren Ausfall teuer ist, Dokumentationspflichten, Baustellen- oder Werksreisen, in der Inbetriebnahme auch Nachtarbeit. Arbeiten an elektrischen Anlagen setzen Schulungen und Gesundheitseignung voraus.

Aussichten

Elektroingenieure werden gesucht, deutlich und dauerhaft. Netzausbau, Ladeinfrastruktur, Bahntechnik, Halbleiter, Automatisierung und Gebäudetechnik binden mehr Fachkräfte, als nachrücken. Der Fernabschluss ist rechtlich gleichwertig; einzelne Arbeitgeber fragen dennoch nach der Praxiserfahrung, was für Berufstätige eher ein Vorteil ist. Entwicklungswege führen in die Fachspezialistenrolle, in Projekt- und Teamleitung, in den Vertrieb technischer Produkte, in die Prüf- und Zertifizierungsbranche oder über eine Zusatzqualifikation in die Sachverständigentätigkeit.

Aufgaben

  • Vorlesungsmodule und Skripte selbstständig durcharbeiten
  • Rechenübungen zu Netzwerkanalyse, Feldtheorie und Regelungstechnik lösen
  • Laborpraktika in Präsenzblöcken oder Fernlaboren absolvieren
  • Schaltungen simulieren und Messergebnisse auswerten
  • Programmieraufgaben in C, Python oder für Mikrocontroller bearbeiten
  • Klausuren in Prüfungszentren oder als Online-Prüfung ablegen
  • Projekt- und Abschlussarbeit an einer betrieblichen Fragestellung schreiben
  • im Beruf Steuerungen, Anlagen oder Elektronik planen, prüfen und in Betrieb nehmen

Voraussetzungen

  • Hochschulzugangsberechtigung oder beruflicher Zugang über Ausbildung, Meister oder Techniker
  • sichere Grundlagen in Mathematik und Physik, Bereitschaft zu Vorkursen
  • Selbstdisziplin und stabile Wochenplanung über mehrere Jahre
  • technisches Verständnis und Sorgfalt beim Messen und Dokumentieren
  • stabile Internetverbindung, eigener Rechner, Lernplatz
  • Englisch für Fachliteratur und Datenblätter
  • für spätere Arbeiten an elektrischen Anlagen: gesundheitliche Eignung und Sicherheitsunterweisung

Wo man arbeitet

  • Fern- und Online-Hochschulen mit Präsenzlaboren
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Energieversorger und Netzbetreiber
  • Elektroindustrie und Halbleiterfertigung
  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • Prüf- und Zertifizierungsorganisationen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium Elektrotechnik an einer Fern- oder Online-Hochschule mit 180 bis 210 Credits, in Vollzeit sechs bis sieben Semester, berufsbegleitend meist neun bis zwölf. Abschluss ist der Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science, gleichwertig zum Präsenzstudium. Darauf kann ein Masterstudium folgen, etwa in Automatisierungs- oder Energietechnik.

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