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Gesundheit & Pflege

Altenpflegehelfer / Gesundheits- und Krankenpflegehelfer

Pflegehelferinnen und Pflegehelfer unterstützen bei der Grundpflege, betreuen pflegebedürftige Menschen im Alltag und arbeiten Pflegefachkräften zur Seite. Der Zugang ist über eine ein- bis zweijährige Ausbildung möglich.

32 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Altenpflegehelfer / Gesundheits- und Krankenpflegehelfer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: Nach TVöD-P oder kirchlichen Tarifen (AVR Caritas, AVR Diakonie) liegen die Löhne deutlich über denen vieler privater Träger ohne Tarifvertrag. Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste machen im Schichtbetrieb einen erheblichen Teil des tatsächlichen Einkommens aus und sind hier nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Pflegehelfer?

Die Arbeit besteht überwiegend aus Grundpflege: Menschen beim Waschen, Duschen und Ankleiden unterstützen, bei der Mundpflege helfen, Inkontinenzmaterial wechseln, beim Aufstehen und Gehen begleiten, Lagerung im Bett verändern, um Druckstellen zu vermeiden. Dazu kommt die Begleitung beim Essen und Trinken, das Verteilen und teilweise Anreichen von Mahlzeiten sowie das Beobachten und Melden von Veränderungen: Hautrötungen, Appetitlosigkeit, Verwirrtheit, Schmerzäußerungen.

Je nach Bundesland und Ausbildungsdauer dürfen Helferinnen und Helfer auch Vitalzeichen messen, Kompressionsstrümpfe anlegen, Prophylaxen durchführen und einfache Verbände wechseln. Die medizinische Behandlungspflege und alle planerischen Aufgaben bleiben bei den dreijährig ausgebildeten Pflegefachkräften. Dokumentation gehört dazu, ebenso Hauswirtschaftliches: Betten machen, Zimmer aufräumen, Hilfsmittel reinigen. In der Altenpflege nimmt die Beziehungsarbeit viel Raum ein, Gespräche, Vorlesen, Spaziergänge, Beschäftigung bei Demenz.

Wie wird man Pflegehelfer?

Die Ausbildung ist landesrechtlich geregelt und dauert je nach Bundesland ein oder zwei Jahre, in Teilzeit länger. Vorausgesetzt wird meist ein Hauptschulabschluss, teils genügt ein Nachweis über gesundheitliche Eignung und ausreichende Deutschkenntnisse. Unterricht an einer Pflegeschule wechselt sich mit Praxiseinsätzen in Pflegeheimen, Kliniken und ambulanten Diensten ab. Die Bezeichnungen unterscheiden sich: Pflegefachassistenz, Pflegehelferin, Gesundheits- und Krankenpflegehilfe, Altenpflegehilfe.

Quereinstieg ist verbreitet. Viele Träger stellen auch Pflegehilfskräfte ohne Abschluss ein, die dann angelernt werden, allerdings mit engeren Aufgaben und geringerem Lohn. Für Menschen mit Pflegeerfahrung in der Familie oder aus einem anderen Beruf ist der Einstieg über eine geförderte Umschulung ein üblicher Weg. Die Helferausbildung wird in vielen Bundesländern auf die dreijährige Pflegefachausbildung angerechnet.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist körperlich anstrengend. Heben, Umlagern, Stehen und Gehen über die gesamte Schicht belasten Rücken und Knie, auch wenn Hilfsmittel vorhanden sind. Frühdienste beginnen oft um sechs Uhr, Spätdienste enden nach zwanzig Uhr, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste gehören dazu. Personalmangel führt dazu, dass Dienste knapp besetzt sind und der Zeitdruck hoch bleibt; Einspringen aus dem Frei ist keine Ausnahme.

Dazu kommt die seelische Belastung: Sterben und Tod, Schmerzen, aggressives Verhalten bei Demenz, Angehörige mit Erwartungen, die im Alltag nicht erfüllbar sind. Wer Ekel schlecht aushält oder körperliche Nähe scheut, wird in diesem Beruf nicht glücklich. Gebraucht werden Geduld, ein ruhiger Umgangston, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, nach der Schicht abzuschalten.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und wird durch die Alterung der Bevölkerung weiter steigen. Wer eine Ausbildung abgeschlossen hat, findet in nahezu jeder Region eine Stelle, oft mit der Wahl zwischen mehreren Arbeitgebern. Das drückt die Löhne nicht nach oben, weil die Refinanzierung über Pflegekassen begrenzt ist, verbessert aber die Verhandlungsposition bei Dienstplan und Arbeitszeit.

Der wichtigste Entwicklungsschritt ist die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, häufig verkürzt und teils berufsbegleitend. Danach stehen Weiterbildungen offen, etwa Praxisanleitung, Gerontopsychiatrie oder Wohnbereichsleitung. Auch ohne diesen Schritt sind Spezialisierungen möglich, zum Beispiel Betreuungskraft nach Paragraf 53c oder Alltagsbegleitung.

Aufgaben

  • Unterstützung bei Körperpflege, Ankleiden und Toilettengang
  • Hilfe beim Essen und Trinken, Anreichen von Mahlzeiten
  • Mobilisieren, Lagern und Begleiten beim Gehen
  • Vitalzeichen messen und Auffälligkeiten weitergeben
  • Prophylaxen gegen Druckstellen und Stürze durchführen
  • Pflegedokumentation führen
  • Betten machen, Zimmer und Hilfsmittel in Ordnung halten
  • Gespräche, Beschäftigung und Alltagsbegleitung

Voraussetzungen

  • Meist Hauptschulabschluss für die Ausbildung
  • Gesundheitliche Eignung und körperliche Belastbarkeit
  • Deutschkenntnisse für Dokumentation und Übergaben
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Geduld und Umgang mit Nähe, Krankheit und Sterben
  • Erweitertes Führungszeugnis und Impf- bzw. Immunitätsnachweise
  • Führerschein für ambulante Dienste

Wo man arbeitet

  • Pflegeheime und Seniorenzentren
  • Krankenhäuser und Fachkliniken
  • Ambulante Pflegedienste
  • Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Rehabilitationskliniken

Der Weg in den Beruf

Die Ausbildung in der Pflegehilfe oder Pflegefachassistenz ist landesrechtlich geregelt und dauert ein bis zwei Jahre in Theorie an einer Pflegeschule und Praxis in Pflegeeinrichtungen. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung und einer Berufsbezeichnung, die je nach Bundesland variiert. Die Zeit wird in vielen Ländern auf die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft angerechnet.

Offene Stellen als Altenpflegehelfer / Gesundheits- und Krankenpflegehelfer

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