Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) Projekt SNAP
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Dresden
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Diese Stelle wird im durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt „Stigmatization of nondrinking as a potential barrier to reducing alcohol consumption in the German general population (SNAP)“ angesiedelt.
Während die aktuelle wissenschaftliche Evidenz dafür spricht, dass der Verzicht auf Alkohol am besten für die Gesundheit ist, befördern kulturelle Normen Alkoholkonsum als positiv wertgeschätztes und gesellschaftlich anerkanntes Verhalten, insbesondere in einem Hochkonsumland wie Deutschland. Qualitative Forschung deutet darauf hin, dass Nichttrinken gegen soziale Normen verstößt und negative Reaktionen auslösen kann, von stereotypen Bewertungen bis hin zum Wunsch nach sozialer Distanz. Infolgedessen können sich Menschen entscheiden, Alkohol zu trinken, nur um sich nicht mit den sozialen Kosten des Nichttrinkens auseinanderzusetzen. Im Projekt SNAP soll untersucht werden, inwieweit das Nichttrinken von Alkohol einer Stigmatisierung unterliegt. Das Projekt verfolgt einen interdisziplinären und sequenziellen Mixed-Methods-Ansatz (Fokusgruppen, Fragebogenentwicklung und -validierung, Online-Befragung) und wird in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover durchgeführt.